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CDU Kreistagsfraktion besuchte Kreisbauernverband

cdu-schwalm-eder130613Schwalm-Eder. Der Arbeitskreis Umwelt der CDU Kreistagsfraktion besuchte den Kreisbauernverband Schwalm-Eder e.V. (KBV) zu einem Informationsaustausch über die aktuellen Probleme und Herausforderungen der heimischen Landwirtschaft. Neben dem Fraktionsvorsitzenden und Staatssekretär Mark Weinmeister sowie dem Arbeitskreisvorsitzenden und Landtagskandidat Matthias Wettlaufer nahmen an dem Gespräch KBV-Vorsitzender Adolf Lux sowie Geschäftsführer Dr. Bernd Wenck und weitere Mitglieder des KBV-Vorstands und des Arbeitskreises teil.

Zu Beginn gab der Geschäftsführer des KBV, Dr. Bernd Wenck, eine Übersicht über die agrarstrukturellen Entwicklungen im Schwalm-Eder-Kreis. Thema war hier unter anderem der deutliche Rückgang der Viehhaltung im Schwalm-Eder-Kreis von etwa zehn Prozent in den letzten zehn Jahren gemessen an der Viehdichte. Noch deutlicher sei der Rückgang jedoch bei der Zahl der viehhaltenden Betriebe – um mehr als ein Drittel. Eine ähnliche Entwicklung gebe es bei der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Der Flächenverbrauch für Ausgleichs-, Industrie- und Infrastrukturmaßnahmen werde diesen Trend noch verstärken, so Wenck. Während 1960 im Kreis noch 84.034 ha landwirtschaftlich genutzt wurden, standen 2007 lediglich noch 71.326 ha den Landwirten im Schwalm-Eder Kreis zur Verfügung.

Vor diesem Hintergrund war das bestimmende Thema die neue Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union mit dem so genannten „Greening“, der geplanten Ausweisung von ökologischen Vorrangflächen. Dabei wurden zahlreiche Vorschläge unterbreitet, was für Maßnahmen im „Greening“ angerechnet werden könnten, um den Einfluss auf die Produktivität möglichst gering zu halten. Wettlaufer machte dabei deutlich, dass es nicht zu pauschalen Flächenstilllegungen kommen dürfe. Eine Anrechnung von Grünland oder Feldgehölzen für die Ausweisung der geforderten Flächen, eine Höherbewertung von Uferrandstreifen oder bestehender Heckenflächen mit einem höheren Bewertungsfaktor wären nach Aufassung des KBV ein Lösungsweg, um ertragsreiche Ackerböden nicht der Produktion zu entziehen.

Staatssekretär Weinmeister stimmte dem Anliegen der Landwirte zu und sagte, dass vorhandene Schutzmaßnahmen einzubeziehen seien. Die Rahmenbedingungen müssten so geschaffen sein, dass dem Landwirt zur Erfüllung geforderter Standards Wahlmöglichkeiten gegeben seien. Gerade in diesem Zusammenhang stellte Weinmeister immer wieder heraus, dass es in diesem Bereich notwendig sei, eine gemeinsame Linie der Bundesländer zu finden, da hier zur Umsetzung ein nationales Gesetz notwendig sei.

Abschließend sagten Weinmeister und Wettlaufer einhellig: „Ohne die Bauern gäbe es keine Natur, wie wir sie uns alle wünschen. Die Leistungen der Landwirtschaft für die Erhaltung unserer Kulturlandschaft sind nicht zu überschätzen. Darum ist ein intensiver Austausch, wie wir ihn mit dem Kreisbauerverband pflegen für uns von besonderer Bedeutung.“ (red)



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