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Letzte Rate für Ablösung der Kirchenbaulasten gezahlt

Martin Wagner: „Wir haben es gemeinsam angepackt!“

homberg130701Homberg. Ende Juni war es soweit. Die Stadt Homberg zahlte die letzte Rate für die  Ablösung der Kirchenbaulasten. Bürgermeister Martin Wagner traf sich mit dem stellvertretenden Leiter des Kirchenkreisamtes, Klaus Pust, im Homberger Rathaus, um über den historisch wichtigen Rahmenvertrag zu informieren. „Historisch und für die Zukunft ist es richtig, dass der Rahmenvertrag des Landes Hessen mit den Landeskirchen getroffen wurde und dass alle Kirchen und Kommunen flächendeckend diesem Vertrag beigetreten sind“, erklärt Klaus Pust.

Im Dezember 2004 unterzeichnete die Stadt Homberg diese Beitrittserklärung zur Ablösung der Kirchenbaulasten, die ebenfalls von den 13 Kirchengemeinden und dem Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck unterschrieben wurde. Finanzielle Verpflichtungen der öffentlichen Hand, die im Laufe der Jahrhunderte gegenüber der Kirche entstanden waren, werden mit dieser Vereinbarung endgültig geregelt, die geleisteten Zahlungen fließen in einen Fonds, aus dem die Kirche zukünftig alle Sanierungskosten für kirchliche Gebäude zahlt.

Zahlungen an die Kirche haben sich für immer erledigt
Bürgermeister Martin Wagner hierzu: „Für die Zukunft haben sich die Kirchenbaulasten für die Kommunen endgültig erledigt. Die Kirche muss aus den gezahlten Geldern ihre Investitionen zukünftig selber begleichen.“

Die Stadt Homberg musste, um dies zu erreichen, denn auch 2.132.549 Euro aufbringen. Bis Ende 2012 wurden 1.902.234 Euro an die Evangelische Kirche gezahlt. Bis zum 30. Juni war noch die Restrate von 230.315 Euro zu zahlen.

Gezahlt wurden auch noch Gelder, die die Kirche als „pauschalierten Nachholbedarf für Reparaturen an Kirchengebäuden und Pfarrhäusern“ bezeichnete. 180.300 Euro zahlte Homberg für Sanierungsarbeiten an der Stadtkirche und rund 122.300 € für Sanierungsarbeiten an den kirchlichen Gebäuden in Allmuthshausen und Sipperhausen.

„Große Rechtssicherheit erreicht“
Mit der Vereinbarung, da sind sich Martin Wagner und  Klaus Pust einig, erreiche man „eine große Rechtssicherheit, die vorher nicht da war. Und man löst somit das strittige Thema auf, erreicht eine Verwaltungsvereinfachung und nicht zuletzt für die Kommunen hören die finanziellen Belastungen auf. Außerdem erhält die Evangelische Kirche durch die Zahlungen eine kalkulatorische Planungssicherheit.“ Das Geld stehe der Kirche jetzt sicher für die Sanierung von Gebäuden zur Verfügung. „Dabei ist das innerkirchliche Vergabeverfahren der Gelder, so Klaus Pust, klar geregelt. Jede Kirchengemeinde habe ein Konto und Geld stehe jeder Kirchengemeinde für die jeweiligen Gebäude zweckgebunden für die Sanierung zur Verfügung. Damit werden Arbeiten an Gebäuden endlich erledigt und damit das heimische Handwerk und die heimische Wirtschaft unterstützt. Homberg war hierbei einer der größten Zahler aufgrund der Größe dieser Flächengemeinde. 15 Kirchen, ein Kirchturm und sieben Pfarrhäuser in 16 Ortsteilen erhielten somit Sanierungsgelder.

„Wir haben nach zehn Jahren jetzt die letzte Zahlung zu leisten und das nur, weil wir die Thematik 2003 gemeinsam angepackt haben“, ist Martin Wagner stolz. Homberg habe sich seinen Verpflichtungen gestellt und mit Zuschüssen des Landes, die 50 Prozent betragen, seinen Teil geleistet, so dass jetzt die letzte Rate fällig sei. (Uwe Dittmer)



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