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Rotaviren: 51 Fälle im Schwalm-Eder-Kreis

DAK-Gesundheit rät zu Schluckimpfung bei Kindern

Schwalmstadt. Bundesweit sind die Rotavirus-Infektionen seit Jahresbeginn stark angestiegen. In Schwalm-Eder-Kreis erkrankten bis Ende August 51 Personen am gefährlichen Brechdurchfall. Im gleichen Zeitraum 2012 gab es 39 Betroffene. Das ist ein Anstieg um 30,8 Prozentpunkte. Über diese Entwicklung informiert die DAK-Gesundheit unter Hinweis auf aktuelle Daten des Robert Koch-Instituts. Da vor allem kleine Kinder unter der Magen-Darmkrankheit leiden, rät die Krankenkasse Eltern zur Impfung. Die Kosten für den Infektionsschutz übernimmt die DAK-Gesundheit bereits jetzt. Nun empfiehlt auch die Ständige Impfkommission (STIKO) die Schluckimpfung gegen Rotaviren offiziell. Deshalb erhalten Patienten die Behandlung vermutlich ab November als Regelleistung beim Hausarzt. Damit entfällt die bisherige Kostenerstattung über die Krankenkasse.

Die Rotavirus-Infektionen in Deutschland haben innerhalb eines Jahres um ein Viertel zugenommen. Laut Robert Koch-Institut stieg die Zahl der Erkrankungen von 32.507 auf aktuell 42.258. Mehr als die Hälfte der Betroffenen sind unter vier Jahre alt. „Da Säuglinge und Kleinkinder besonders anfällig für Rotaviren sind, raten wir zu einer möglichst frühen Impfung der Babys“, sagt Sandra Kater von der DAK-Gesundheit in Schwalmstadt. Rotaviren können bei mildem Verlauf Durchfall, Erbrechen, Fieber und starke Bauchschmerzen auslösen. Droht zu großer Flüssigkeitsverlust, müssen die Kinder ins Krankenhaus.

Schluckimpfung ab der sechsten Lebenswoche
Ab der sechsten Lebenswoche können Säuglinge geimpft werden. Zwei Präparate stehen als Schluckimpfstoffe zur Verfügung, der eine besteht aus zwei, der andere aus drei Dosen. Bis spätestens zum achten Lebensmonat sollte die Impfserie abgeschlossen sein.

Weitere Informationen zum Impfschutz bei Rotaviren und anderen Infektionen gibt es im Internet www.dak.de/impfen. (red)



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