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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Felsberg soll wieder EAM-Standort werden

Felsberg. Am 5. Oktober kam die Meldung, dass aus der E.ON Mitte AG wieder die alte EAM (Elektrizität aus der Mitte) werden soll und der Rückkaufswert für die Kommunen mit 600 Millionen Euro um zirka 100 Millionen Euro niedriger liegt als zunächst angenommen. Um Informationen aus erster Hand zu erhalten und eigene Ideen fachlich abzuwägen, sind Vertreter der Felsberger Stadtverordnetenfraktionen von SPD und CDU mit Mitarbeitern der E.ON Mitte AG Borken am15. Oktober in Kontakt getreten und haben so einen zukunftsgerichteten Dialog angestoßen. Für die Parteien nahmen der erste Stadtrat Jürgen Rath, der stellvertretende SPD Fraktionsvorsitzende Stephan Bürger, SPD Haupt- und Finanzausschussmitglied Dirk Becker sowie CDU-Fraktionsvorsitzende Silke Böttcher teil.

Bis Ende der 90er Jahre waren in Felsberg bis zu 45 Menschen am Ende der Sälzerstraße für das Netzgebiet zuständig. Dieses Netzgebiet erstreckte sich über Wabern, Felsberg, Melsungen, Spangenberg, Baunatal bis Fuldabrück. Auch heute noch ist Felsberg mit einem Umspannwerk in der Nähe des alten Standortes ein wichtiger Baustein für die Versorgung der Bevölkerung mit Strom.

Fast einstimmig haben sich am 6. September 2012 die Felsberger Stadtverordneten unter der Abwägung aller finanziellen Risiken wie 19 andere Städte und Gemeinden auch für die Beibehaltung des Konzessionsvertrages bei der E.ON und gegen die Fulda-Eder-Energie (FEE) entschieden. Bei der FEE handelt es sich nicht um eine Solidargemeinschaft von neun Städten und Gemeinden. Felsberg kann man mit seinem Netz von Wolfershausen bis Hesserode und den zu versorgenden 16 Ortsteilen nicht mit einer kleinen Gemeinde, wie zum Beispiel Körle mit lediglich vier Ortsteilen vergleichen. Im Rahmen einer Mischkalkulation sind in Felsberg zu wenig Verbraucher bei der Länge des Netzes vorhanden.

Die Stadt Kassel mit ihren Städtischen Werken und dem eigenen Vertriebsbüro für die Belieferung der Endverbraucher mit Strom beteiligt sich voraussichtlich nicht an der EAM. Für den neu aufzubauenden Weg zum Endverbraucher in Form eines funktionierenden Vertriebes, möchten die Fraktionsvertreter die Chance ergreifen und der zukünftigen EAM ein Gelände in der Nähe des alten Bahnhofs Felsberg als Betriebsgelände anbieten. „Hier gilt es frühzeitig miteinander in das Gespräch zu kommen, da andere Städte und Gemeinden dies ebenso tun werden. Wir wollen mit unserer Initiative ein Bekenntnis zu der Idee der regionalen Energieversorgung in kommunaler Hand geben“, so Dirk Becker von der SPD-Fraktion. Als Positiv merkt Becker an, dass dafür Fördermittel aus dem Stadtumbaugebiet zur Verfügung stehen könnten. Die Nähe zum Regio-Tram-Haltepunktes und wäre für Pendler aus der Richtung Kassel und aus dem südlichen Schwalm-Eder-Kreis optimal zu erreichen. Die beiden Autobahnen A7 und A49 umschließen Felsberg im Herzen der neuen EAM und böten einen strategischen Vorteil für eine gute Erreichbarkeit der zukünftigen Mitarbeiter und Kunden.

Mit den getroffenen Stadtverordnetenbeschlüssen und der Bereitstellung der finanziellen Mittel aus dem Stadtumbauprogramm haben die politisch Verantwortlichen die Voraussetzung dafür geschaffen, der neuen EAM ein attraktives Angebot für eine Rückkehr nach Felsberg zu machen.

Als nächstes wird in den Fraktionen über das weitere Vorgehen zu entscheiden sein, um dann den Magistrat bei einem positiven Votum das Mandat für weitere Verhandlungen mit der E.ON/EAM zu erteilen.

Felsberg war in den vergangenen Jahren für die alte E.ON die Modellkommune für das Programm „Regionale Energieversorgung 2020“. Der Kreis könnte sich mit der Rückkehr der EAM nach Felsberg nun schließen. (red)



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