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MT macht’s gegen Göppingen nochmal spannend

mt1310120Kassel/Melsungen. Die MT Melsungen hat ihre fünfwöchige Heimspiel-Abstinenz gut überstanden. Gegen Frisch-Auf! Göppingen siegte das Team von Trainer Michael Roth vor 2.786 Zuschauern in der Kasseler Rothenbach-Halle mit 33:31 (17:12). Bis Mitte der zweiten Hälfte sah alles nach einem klaren und souveränen Erfolg der Gastgeber aus. Dann schlichen sich Fehler und Unkonzentriertheiten ein, Göppingen kam zum Ausgleich. In einer spannenden Schlussphase setzten sich die Nordhessen, die in Johannes Sellin (10/5 Tore) ihren erfolgreichsten Spieler hatten, jedoch durch. Für die Gäste waren Tim Kneule, Felix Lobedank und Momir Rnic jeweils fünf Mal erfolgreich.

Die MT begann mit Problemen gegen die aggressive und aufmerksame Deckung der Gäste. Vor allem Tim Kneule interpretierte seinen Part gegen Michael Müller sehr offensiv. Was dessen Anspiel auf Felix Danner am Kreis nicht verhindern konnte, das der sicher zum 1:0 verwertete. Und Melsungen lernte schnell mit dieser Situation umzugehen. Wann immer es möglich war wurde der Ball schnell gemacht, um gar nicht erst ins gebundene Spiel gezwungen zu werden. Johannes Sellin per Tempogegenstoß und je einmal Philipp und Michael Müller über die zweite Welle holten schnell eine 4:1-Führung heraus. Was nur klappte, weil Per Sandström glänzend aufgelegt war und je zwei Würfe von Momir Rnic und Felix Lobedank parierte.

Aus diesem Auftakt zog die Heimsieben sichtlich Selbstvertrauen und konnte sich über Felix Danners wunderschönes 7:4 vom Kreis nach Traumanspiel von Patrik Fahlgren bis zur 16. Minute durch Sellins dritten Gegenstoßtreffer auf 10:5 absetzen. Was beruhigend schien, aber noch längst kein Ruhekissen war, denn Göppingen gab keineswegs klein bei. Erst als mit Bojan Beljanski und Tim Kneule zwei Grün-Weiße fast zeitgleich auf der Strafbank Platz nehmen mussten, schraubten Michael Müller, Jonathan Stenbäcken und Michael Allendorf das Resultat auf 15:8 hoch (26.).

Kurios die Szene, die nach Göppingens kurzem Comeback mit Erfolgen von Felix Lobedank und Manuel Späth zum sechzehnten MT-Tor führte. Göppingens Abwehr hatte geklärt und war mit Michael Kraus dabei, das Leder nach vorn zu tragen. Sellin stellte sich dem Göppinger im kurz vor der Mittellinie entgegen, nahm ihm ganz frech den Ball aus der Hand, spurtete an verdutzten Kraus vorbei und ließ auch dem inzwischen eingewechselten Nikola Marinovic im Kasten keine Chance. Göppingens Mittelmann revanchierte sich zwar umgehend mit seinem zweiten Treffer, konnte den immer noch deutlichen Rückstand seines Teams zur Pause aber nicht entscheidend verringern.

Mit dem Vorteil des Anwurfs zur zweiten Hälfte und nach einem der bis dahin wenigen Fehler in der Melsunger Hintermannschaft konnten die Gäste schnell 17:14 verkürzen. Doch auf Melsungens Flügelzange war einmal mehr Verlass: Michael Allendorf und Johannes Sellin stellten den alten Abstand wieder her, und Philipp Müller setzte gleich noch einen drauf: 20:14 (34.). Wieder hatten sich die Bartenwetzer nicht durch den holprigen Auftakt beirren lassen und nahmen danach dafür umso mehr Fahrt auf. Jedenfalls im Vorwärtsgang, denn die Hintermannschaft kam nicht mehr an ihre klasse Leistung der ersten 30 Minuten heran.

Was sich prompt rächen sollte. Drei leichtfertige Ballverluste sowie ein von Johannes Sellin völlig frei an die Latte gesetzter Gegenstoß, und Frisch-Auf! war durch konzentrierte Abschlüsse von Tim Kneule, Momir Rnic und Marcel Schiller wieder dran (28:25, 47.). Noch einmal Rnic und Lobedank verkürzten nach der von MT-Coach Michael Roth genommenen Auszeit weiter, Rnic markierte tatsächlich auch den Ausgleich zum 28:28 (52.). Acht rabenschwarze Minuten und sechs Gegentore in Folge kosteten die sicher geglaubte, deutliche Führung, Göppingen war wieder voll im Geschäft.

Michael Allendorf war es vorbehalten, von Linksaußen endlich wieder zu treffen und damit wenigstens den kleinen Vorteil der Vorlage in den Händen zu behalten. Und mit seiner Initialzündung nahm er auch das Publikum mit, das fortan als achter Feldspieler seinen Anteil am furiosen Finale hatte. Als richtig stellte sich auch der Wechsel im Tor zwischen Per Sandström und Mikael Appelgren heraus, der nach seiner Hereinnahme gleich dreimal glänzend parierte. Der vorher so starke Zug zum Tor war jedoch weg bei der MT. Trotz der Glanztaten des Schweden schafften es seine Vorderleute nicht, das auch in Zählbares umzusetzen. Jeder weitere Treffer wollte hart erarbeitet werden. Als es beim 31:30 einen Siebenmeter für Melsungen gab, wackelte auch Sellin etwas die Hand. Der Göppinger Keeper war dran, der Ball aber trotzdem drin: 32:30. Und nach Felix Lobedanks erneutem Anschluss war es Philipp Müller vorbehalten, die endgültige Entscheidung acht Sekunden vor dem Ende mit einem unwiderstehlichen Sprungwurf aus halblinker Position herbeizuführen. (Bernd Kaiser)

Stimmen zum Spiel

Michael Roth, MT: Wir haben das Spiel 45 Minuten lang klar dominiert. Dann traf ein, was wir noch in der Pause besprochen hatten: Göppingen ist eine Mannschaft, die nie aufgibt. Dazu hat Per Sandström nicht mehr den Zugriff bekommen wie vor der Pause und wir haben viele einfache Tore bekommen. Unsere erfahrenen Spieler haben das Spiel dann doch noch wieder gedreht und für den Sieg gesorgt. Wir konnten heute klar sehen, woran wie demnächst noch zu arbeiten haben. Die 19 Tore, die wir nach dem Wechsel kassiert haben, sind einfach zu viele. Dafür haben wir von meiner Mannschaft Spielwitz gesehen und auch, dass sie viele Akzente gesetzt haben. Jetzt wird kurz regeneriert, dann geht es am Mittwoch in das Pokalspiel gegen Gummersbach und am Samstag zum wichtigen Ligaspiel nach Eisenach.

Velimir Petkovic, FAG: Herzlichen Glückwunsch an Michael und Melsungen zu diesem leider verdienten Sieg. Sie haben über 60 Minuten gut gespielt und waren konstanter. Ich bin sehr enttäuscht von den ersten 15 Minuten von uns, das haben die Jungs völlig verschlafen. Wir hatten Probleme mit der starken MT-Abwehr, unser Rückraum hat sich – mit Ausnahme von Tim Kneule – verweigert und Angst gehabt. Wir haben den Gegner richtig eingeladen zum Tore werfen. Was ich meiner Mannschaft zu Gute halten muss: sie haben bis zuletzt gekämpft. Wir sind sogar zum Ausgleich gekommen und haben Melsungen in Schwierigkeiten gebracht. Aber am Ende gab es wieder die gleichen Fehler wie schon in mehreren Spielen zuvor. Das macht mir Sorgen. Wir müssen uns jetzt so langsam überlegen, wo wir unsere Punkte holen sollen.

Statistik

MT Melsungen: Appelgren (4 Paraden / 7 Gegentore), Sandström (12 P. / 24 G.), Räbiger; Stenbäcken (1), Mansson, Sellin (10/5), Kubes, Fahlgren (2), Schröder (1), Forstbauer, Hildebrand, Danner (2), P. Müller (5), Zufelde, Allendorf (7/1), Vuckovic, M. Müller (5).

Frisch-Auf! Göppingen: Prost (5 P. / 27 G.), Marinovic (1 P. / 6 G.), Rutschmann; Kraus (2), Kneule (5), Oprea (1), Schöne (1), Späth (4), Beljanski, Lobedank (5), Pevnov (3), Fontaine, Thiede (1), Rnic (5), Schiller (4/2).

SR: Peter Behrens (Düsseldorf) / Marc Fasthoff (Düsseldorf)

Zeitstrafen: 2 – 10 (Danner 34:51–Beljanski 9:39 23:29, Kneule 23:52, Späth 37:17, Kraus 52:04)

Strafwürfe: 7/6 – 2/2 (Allendorf an den Pfosten, 9:42 Min.)

Zuschauer: 2.786 in der Rothenbach-Halle, Kassel



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