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MT will den goldenen Oktober verlängern

per-sandstroem131104Kassel/Melsungen. In der DKB Handball-Bundesliga bricht bereits as zweite Drittel der Saison an. Am 12. Spieltag erwartet die MT Melsungen den Tabellendreizehnten GWD Minden. Anwurf am Mittwoch, 6. November, in der Kasseler Rothenbach-Halle ist um 20.15 Uhr. Der Oktober entpuppte sich für die MT Melsungen als wahrhaft “Goldener Monat”. Alle vier Pflichtspiele – drei in der Meisterschaft, eins im DHB-Pokal – wurden gewonnen. Der Lohn der Anstrengungen ist am Tabellenbild ablesbar: Verbesserung von Platz 8 auf Platz 6! Am Mittwoch nun wird sich zeigen, wie sich die länderspielbedingte Ligapause bemerkbar macht. Bei der MT hofft man jedenfalls, den kunstvoll gesponnen Faden sofort wieder aufnehmen zu können, und gegen Minden dort weiterzumachen, wo man in Eisenach aufgehört hat. Kurzum, die Nordhessen würden am liebsten den “Goldenen Oktober” einfach verlängern.

Die Vorbereitung auf den Gast aus Ostwestfalen fällt jedoch denkbar knapp aus. Michael Roth hat seinen vollen Kader erst ab Montagnachmittag wieder beisammen. Letzte Woche musste er im Training gleich auf ein halbes Dutzend seiner Spieler verzichten: Johannes Sellin, Patrik Fahlgren und Mikael Appelgren waren mit der deutschen, bzw. schwedischen Nationalmannschaft beim Super Cup in Bremen und Hamburg im Einsatz; Michael Allendorf war mit der B-Auswahl zu einem Turnier in Polen unterwegs, Nenad Vuckovic war der Einladung des neuen serbischen Cheftrainers gefolgt und absolvierte in Belgrad zwei Testspiele gegen Tschechien und Daniel Kubes weilte beim Trainerlehrgang in Süddeutschland.

So drängen sich unweigerlich die Fragen auf, wie fit die Rückkehrer nach ihren anstrengenden Einsätzen auf internationalem Parkett sind, und ob sie gegen einen unberechenbaren Kontrahenten wie Minden schon gleich wieder Akzente setzen können. Zur Erinnerung: Im Rückspiel der letzten Saison, im April diesen Jahres, verloren die Bartenwetzer in Minden mit 24:26. Insgesamt  ist die Bilanz der MT dennoch positiv. Von den bislang zwölf Vergleichen in der ersten Liga gewann Melsungen sechs, Minden fünf, einmal gab es ein Remis.

Fakt ist, die MT muss am Mittwoch unbedingt gewinnen, wenn sie sich in der momentanen Tabellenregion festsetzen und zum Beispiel den Füchsen Berlin auf den Fersen bleiben will. Umgekehrt gilt für die Mindener: Sie müssen punkten, wenn sie nicht noch tiefer in den Abstiegsstrudel geraten wollen. Richten soll es Trainer Goran Perkovac. Der Kroate galt zu seinen aktiven Zeiten als einer der weltbesten Spielmacher, holte 1996 die olympische Goldmedaille in Atlanta und bekleidete zuletzt fünf Jahre das Nationaltraineramt in der Schweiz. Allerdings vermochte auch er bislang nicht, die Mannschaft zu stabilisieren. Erst vier Zähler wurden eingesammelt – kurioserweise durch vier Unentschieden. Das bedeutet derzeit den drittletzten Tabellenplatz. Der Abstand zum Viertletzten Balingen beträgt zwei Punkte.

Perkovac’ Trainerkollege Michael Roth indes wird seine Mannen genauso warnen, den Gegner nicht nach dessen  Tabellenstand zu beurteilen, wie er das vor dem Gang nach Eisenach getan hat. Was nämlich passieren kann, wenn im Spiel gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner die eigene Konzentration nachlässt, war dort in der zweiten Halbzeit zu sehen. Im ersten Durchgang noch souverän, wurden Mitte der zweiten Hälfte plötzlich reihenweise hochkarätige Chancen vergeben und so dem Gegner nochmal Hoffnungen gemacht. “Da konnten wir uns zum Glück auf die individuellen Stärken einzelner Spieler verlassen, was letztendlich aber auch die Qualität widerspiegelt, die in der Mannschaft insgesamt steckt”, erklärt der MT-Coach. “Aber”, so Roth weiter, “Minden hat eine robuste Mannschaft mit guten Einzelspielern. Da müssen wir schon sehr fokussiert sein und dagegen halten. Natürlich nur mit dem einen Ziel, nämlich dieses Spiel zu gewinnen”.

In der Tat lässt die potenzielle “Erste Sieben” von Minden nicht gerade einen Tabellendreizehnten dahinter vermuten. Spieler wie Aljoscha Schmidt (LA), Nenad Bibija (RL), Dalibor Doder (RM), Moritz Schäpsmeier (RR), Aleksandar Svitlica (RA), Vignier Svavarsson (Kreis) und  Jens Vortmann (Tor) sind mit allen Wassern gewaschen und bekannt dafür, dem Gegner das Feld nicht kampflos zu überlassen.

Die MT wird also ihre bislang gezeigten guten Eigenschaften auch am Mittwoch in die Waagschale werfen müssen, wenn sie den “Goldenen Oktober” verlängern will. (Bernd Kaiser)

Schiedsrichter: Peter Behrens (Düsseldorf) / Marc Fasthoff (Düsseldorf); Spielaufsicht: Ralf Damian.



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