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MT setzt Erfolgsserie auch gegen Minden fort

mt-melsungen131107Kassel/Melsungen. Die MT Melsungen hat ihre Aufgabe gegen GWD Minden nicht überragend, aber durchaus solide gelöst. Mit 28:23 (14:11) schraubten die Bartenwetzer ihr Punktekonto in der DKB-Handball-Bundesliga vor 2.496 Zuschauern in der Kasseler Rothenbach-Halle auf 16:8 Punkte und halten damit den Platz im oberen Tabellendrittel. Michael Allendorf (7/1 Tore) und Philipp Müller (6) zeigten sich am treffsichersten für die MT, bei Minden war Aleksandar Svitlica achtmal erfolgreich. Der Auftakt war ungewöhnlich in dieser Partie. Nicht wegen der schnellen 1:0-Führung, für die sich Philipp Müller gerade einmal 30 Sekunden Zeit nahm. Sondern wegen den folgenden Minuten.

Dreimal nämlich zeigten die Schiedsrichter in der Folge auf den Siebenmeterpunkt. Beim ersten Versuch ging Michael Allendorf an die Linie und versuchte sich mit einem Heber, den Jens Vortmann aber reaktionsschnell mit einem Schritt rückwärts entschärfen konnte. Den zweiten wollte Johannes Sellin auf die gleiche Weise verwandeln und es besser machen. Doch sein Ball landete auf der Latte. Und als auch die Mindener sich einmal versuchen durften, entschied sich Aljoscha Schmidt für die konservative Methode: schnörkellos einfach drauf – und daneben. Gespielt waren da gerade einmal viereinhalb Minuten.

Was früh auffiel: Melsungen hatte im Rückraum Probleme mit der offensiven Deckung durch Dalibor gegen Patrik Fahlgren. Was die Gäste nutzten, um durch Nenad Bilbija und Aleksandar Svitlica, übrigens mit dem ersten verwandelten Strafwurf der Begegnung, in Führung zu gehen. Und diesen Vorteil verteidigten die Grün-Weißen erst einmal bis zum 3:4 durch Christoph Steinert nach 13 Minuten. Dann musste allerdings Svitlica auf die Sünderbank, und Michael Allendorf zweimal sowie Philipp Müller sorgten für die erste zwei-Tore-Führung der Hausherren. Was sich wieder schnell als Muster ohne Wert herausstellte. Der gerade frisch verpflichtete Norweger Christoffer Rambo mit einem seiner ersten Ballkontakte in der HBL und wieder Christoph Steinert glichen erneut aus. Was MT-Trainer Michael Roth zu einer Auszeit veranlasste, um seine Bartenwetzer wachzurütteln.

Mit Nenad Vuckovic auf der zentralen Rückraumposition ging es anschließend besser. Und auch die schnellen, langen Pässe nach Ballgewinnen kamen endlich durch. Binnen vier Minuten hatten Philipp Müller und erneut zweimal Michael Allendorf das 9:6 herausgeworfen (23.). Diesmal mit Langzeitwirkung. Zwar verkürzte Minden noch einmal, hatte aber spielerisch nur noch wenig zu bieten. Nach Michael Müllers fulminantem Schlagwurf zum 12:9 und dem anschließenden dreizehnten Treffer durch Kapitän Nenad Vuckovic nahm auch GWD-Coach Goran Perkovac eine Auszeit, um nicht schon vor der Pause aussichtslos zurückzufallen. Immerhin mit dem kleinen Erfolg, bis zum Halbzeitpfiff noch einmal ein Tor vom Rückstand abzuknabbern.

Auch wenn Nenad Bilbija der erste Treffer nach dem Seitenwechsel gelang, war Melsungen wacher und aufmerksamer aus den Kabinen zurückgekommen. Philipp Müller zweimal und Felix Danner, der sich trotz härtester Bedrängnis durch zwei Gegenspieler am Kreis durchsetzte, bauten die Führung schnell aus. Auch, weil Aleksandar Svitlica sich mit einem Lattenkracher in die Riege der erfolglosen Siebenmeterschützen einreihte. Doch weil vor allem die linke Abwehrseite Schwächen zeigte und Aleksandar Svitlica die sich ihm bietenden Gelegenheiten konsequent nutzte, war Minden nicht abzuhängen. Aus beruhigenden fünf Toren Vorsprung waren in der 45. Minute nach Svitlicas siebtem Treffer nur noch zwei geblieben.

Was sich für die Gäste ebenfalls positiv niederschlug, war der Wechsel von Jens Vortmann zu Anders Persson im Tor. Der hielt gleich einen weiteren Siebenmeter von Michael Allendorf, parierte gegen Malte Schröder und fischte einen Allendorf-Heber weg. Das hatte Vorbildcharakter für seine Vorderleute, die noch einmal alle Kräfte mobilisierten und gegenhielten. Tore waren fortan Mangelware, um jede noch so kleine Chance musste hart gerungen werden. Michael Müller gelang das wichtige 25:22 in Überzahl, als Nils Torbrügge eine Strafe absitzen musste, und Per Sandström ebnete mit seiner Parade gegen Nenad Bilbija schließlich den Weg zum letztlich klaren 28:23-Erfolg, den Malte Schröder und Johannes Sellin sicherstellten. Was aber nicht darüber hinweg täuschen konnte, dass dieser Sieg wesentlich mehr Einsatz erforderte, als sich viele das vorgestellt hatten. (Bernd Kaiser)

Stimmen zum Spiel

Michael Roth: Ich bin froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Es war erwartet schwer. Wir haben unkonzentriert begonnen mit den beiden leichtfertig vergebenen Siebenmetern. Es war schwierig, die Mannschaft mit so kurzer Vorbereitung nach den Länderspieleinsätzen einzustellen. Dazu ist uns gestern noch Daniel Kubes mit einer Zerrung ausgefallen. Trotzdem haben wir gut verteidigt, Felix Danner und Anton Mansson haben das im Innenblock gut gelöst. Nur 23 Gegentore sind gut, 28 vorn sind aber zu wenig für unser Niveau. Das Spiel war gut um zu sehen, dass wir nie nachlassen dürfen. Aber was die Mannschaft inzwischen auszeichnet ist, dass sie immer wieder sehr effektiv spielt. Sandström, Stenbäcken und Schröder sind reingekommen und haben überzeugt. Jetzt müssen wir sehen, dass die zuletzt sehr beanspruchten Spieler wieder zu Kräften kommen, um unsere Serie in Balingen möglichst fortsetzen zu können.

Goran Perkovac: Glückwunsch am Melsungen. Das Ergebnis ist verdient, aber auch etwas zu hoch ausgefallen. In meinen Augen waren wir lange ebenbürtig und hätten vielleicht sogar die Chance auf mehr gehabt. Aber wieder haben wir in entscheidenden Phasen 2, 3 Fehler zu viel gemacht. Dabei hat die Mannschaft wirklich guten Handball gezeigt. Ich bin überzeugt, dass wir unsere Punkte noch holen werden. Wir müssen weitermachen wie bisher auf unserem Weg, dann werden die Erfolge ganz sicher auch kommen.

Statistik

MT Melsungen: Appelgren (10 Paraden / 20 Gegentore), Sandström (3 P. / 3 G.); Stenbäcken (1), Mansson, Sellin (3), Fahlgren, Schröder (3), Hildebrand, Danner (4), P. Müller (6), Zufelde, Allendorf (7/1), Vuckovic (1), M. Müller (3)

GWD Minden: Persson (5 P. / 5 G.), Vortmann (6 P. / 23 G.); Rambo (2), Mrvaljevic (2/1), Steinert (4), Kunkel, Südmeier, Torbrügge, Tesch, Oechsler, Schmidt, Svitlica (8), Doder (1), Bilbija (6)

SR: Peter Behrens (Düsseldorf) / Marc Fasthoff (Düsseldorf)

Zeitstrafen: 2 – 10 (Mansson 11:16 28:38 – Oechsler 8:41 20:07, Svitliva 13:32, Mrvaljevic 22:13, Torbrügge 55:00)

Strafwürfe: 4/1 – 7/4
Allendorf scheitert an Vortmann (2:17)
Sellin auf die Latte (3:47)
Schmidt neben das Tor (4:28)
Svitlica an die Latte (34:40)
Allendorf scheitert an Persson (47:27)
Mrvaljevic scheitert an Sandström (51:55)

Zuschauer: 2.496 in der Rothenbach-Halle Kassel

Spielfilm: 1:0 (3.), 1:1 (6.), 1:2 (9.), 3:3 (12.), 5:4 (15.), 6:5 (18.), 7:6 (21.), 9:7 (24.), 12:9 (27.), 14:11 (HZ), 16:12 (33.), 16:12 (36.), 18:15 (39.), 20:16 (42.), 21:19 (45.), 23:19 (48.), 23:21 (51.), 24:22 (54.), 25:22 (57.), 28:23 (EN)



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