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Michael Roth: Wir müssen kämpfen, kämpfen, kämpfen!

michael-roth131112Kassel/Melsungen. Der 14. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga hält für die Fans in Nordhessen einen echten Leckerbissen parat: Am Mittwoch empfängt die MT Melsungen die SG Flensburg/Handewitt, das bedeutet, der Tabellensechste fordert den Tabellenzweiten. Anwurf in der Kasseler Rothenbach-Halle ist am Mittwoch, 13. November, um 20.15 Uhr. Noch gibt es Karten in den bekannten Vorverkaufsstellen. “Das war schon beeindruckend, was die Flensburger gegen Hamburg gezeigt haben”, gibt Michael Roth zu. Der Trainer der MT Melsungen hat bei der TV-Liveübertragung am Sonntagabend natürlich ganz genau hingeschaut, was am Mittwoch auf seine Schützlinge zukommt. Gesehen hat er eine in Topform befindliche SG Flensburg/Handewitt, die schon als Team besticht, aber in ihren Reihen überdies noch einige excellente Einzelkönner hat.

An der Spitze steht Keeper Mattias Andersson, der über die Hälfte aller Bälle, die auf sein Tor kamen, abgewehrt hat. Mit dieser Traumquote jenseits der 50-Prozent-Marke ist er auf dem besten Wege, seinen Vorjahrestitel “Bester Torwart der Liga” zu verteidigen. Auf dem Feld hat Drasko Nenadic (23), erst zu Saisonbeginn aus Belgrad gekommener “Rohdiamant” die Akzente gesetzt. Besser gesagt als Tor-Kanonier. Der Halblinke war gleich neun Mal erfolgreich. Als Denker, Lenker und Vollstrecker fungiert mit Thomas Mogensen ein Mittelmann der Extra-Klasse. Rechts neben sich hat er mit Steffen Weinhold bzw. Holger Glandorf zwei weitere torgefährliche Mitspieler. Die Flügelzange wird vom nicht minder talentierten Dänen-Duo Anders Eggert und Lasse Svan Hansen gebildet. Am Kreis steht unübersehbar Zwei-Zentner-Mann Michael Knudsen, den sein Trainer Ljubomir Vranjes auch mit 35 Jahren immer noch für einen der besten Kreisläufer der Welt hält. Als Abwehrchef fungiert Tobias Karlsson, abseits des Profi-Handballs übrigens Geschäftspartner von Melsungens Regisseur Patrik Fahlgren. Die Leistungsträger im Kader der SG sind allesamt aktuelle Nationalspieler, vorzugsweise in Dänemark und Schweden. Die meisten von ihnen können bereits olympisches Edelmetall, einen EM- oder WM-Titel vorweisen.

Insofern weiß Michael Roth genau, dass bei seiner Mannschaft am Mittwoch schon wirklich alles passen muss und umgekehrt die Flensburger nicht gerade ihre beste Form haben, wenn in Kassel eine Überraschung gelingen soll. “Wir können zwar nicht alles mögliche beeinflussen”, so Roth, “was wir aber machen werden, ist kämpfen, kämpfen und nochmals kämpfen. Darin liegt unsere Chance als Außenseiter, der wir in diesem Spiel nun mal eindeutig sind”.

Beim Bemühen, dem Championsleague-Teilnehmer ein Bein zu stellen, können seiner Meinung nach noch weitere Faktoren den Ausschlag geben: “Unsere Abwehr muss funktionieren und den dahinter stehenden Torhütern kommt eine wichtige Rolle zu. Auch das hat Andersson im Tor der SG am Sonntag gegen Hamburg gezeigt. Er hat im Grunde genommen den Unterschied ausgemacht”. Was der MT ebenfalls enorm helfen könnte, und damit auch eine Parallele zum besagten Heimspiel der Flensburger darstellen würde, wäre eine entsprechende Zuschauerunterstützung. In der pickepacke vollen Flens-Arena standen die SG-Fans 60 Minuten lang wie eine Wand hinter ihrer Mannschaft. “Eine solche Kulisse setzt die womöglich entscheidenden Kräfte bei den Spielern frei. Und vor allem, hätte sich unsere Mannschaft die Unterstützung redlich verdient”, so Roth. Am Tag vor dem Spiel waren erst rund 3.000 Karten für die 4.300 Plätze bietende Rothenbach-Halle abgesetzt.

Wer vor Wochen vorausgesagt hätte, am 13. November empfängt die MT Melsungen die SG Flensburg/Handewitt als Tabellensechster in der Rothenbach-Halle, wäre wohl eher belächelt worden. Inzwischen im oberen Drittel festgesetzt – und das ist die Kehrseite der Medaille – werden die Nordhessen von der Konkurrenz ernster genommen. Deshalb lässt sich auch kaum darauf spekulieren, dass die Flensburger am Mittwoch in Kassel in Gedanken schon bei ihrer nächsten großen Herausforderung am kommenden Wochenende sind, nämlich beim erneuten Spiel gegen den HSV, dann in der Championsleague. Melsungens Coach ist sich sicher: “Flensburg betrachtet uns bestimmt nicht als Kanonenfutter und kommt mit der halben Besetzung, um ihre Stars zu schonen”.

Mehr will sich Michael Roth aber gar nicht mit dem Gegner beschäftigen, sondern die Energie eher darauf verwenden seine eigene Mannschaft einzustellen. Der wird er mit auf den Weg geben, hinten mit der gebotenen sportlichen Härte zu agieren und nach vorne jede Gelegenheit zum schnellen Gegenstoß zu nutzen. Apropos Gegenstoß: Dazu muss aber die Flügelzange der MT auch wieder beissen. Michael Allendorf und Johannes Sellin war in den beiden letzten Spielen noch der Kräftverzehr aus ihren jeweiligen Nationalmannschaftslehrgängen anzumerken. “Wir müssen gut in das Spiel hineinkommen und es möglichst lange offen halten, “nur so können wir Flensburg zum Nachdenken bringen und auf Fehler hoffen. Nichtsdestotrotz steht über allem das Motto des Tages ,kämpfen, kämpfen und nochmals kämpfen”, so Roth. Er setzt am Mittwoch auf den vollen Kader, also auch auf das Mitwirken von Abwehrchef Daniel Kubes, der die beiden letzten Spiele wegen eines Muskelfaserrisses pausieren musste.

Schiedsrichter in Kassel: Nils Blümel / Jörg Loppaschewski (Berlin); DHB-Spielaufsicht Thorsten Zacharias.

Bisherige Bundesligavergleiche: 16 Spiele; 14 Siege Flensburg, 0 Siege Melsungen, 2 Unentschieden (32:32 am 26.02.12 und 26:26, am 27.02.13, jeweils in Kassel)

Tickets: Auch am Spieltag sind Karten in den Vorverkaufsstellen erhältlich: Kassel, Treppenstraße 1 (GrimmHeimat NordHessen), Lohfelden, Hauptstraße 49 (Sporthaus Solms) und Melsungen, Mühlenstr. 14 (MT-Geschäftsstelle). Die Tageskasse der Rothenbach-Halle öffnet am Mittwoch um 18.45 Uhr und hält für Kurzentschlossene auf jeden Fall noch ausreichend Tickets bereit. (Bernd Kaiser)



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