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Henri Alter steigert sich im Weitsprung auf 6,71 Meter

ajw140106aErfurt/Melsungen. Der erste Wettkampf im Jahr 2014 führte einige Leichtathleten der Melsunger Turngemeinde in die Hauptstadt von Thüringen. In Abwesenheit der besten Männer und Frauen stand das 5. TLV-Hallenmeeting in Erfurt ganz im Zeichen des Nachwuchses, denn zwei Wochen vor den Landesmeisterschaften testeten viele Leistungsträger und Kaderathleten ihre Form. Nach fünf kurzweiligen Stunden blickte man bei den MT-Athleten in strahlende Gesichter, denn auch dieses Mal hatten sie mit ihren Leistungen nicht gegeizt. Es war wieder einmal Speerwerfer Henri Alter, der an diesem Tag besonders positiv auffiel: Der 18-Jährige absolvierte zwei 60m-Läufe, bestach mit zwei Versuchen im Dreisprung und beeindruckte mit einem Super-Weitsprung.  Aus dem Training heraus gab es für ihn drei persönliche Hallenbestleistungen, die für die nächsten Wochen noch viel erwarten lassen.

Zum Auftakt glänzte Uwe Krah im Kugelstoßen der Männer. Der starke Mann aus Nentershausen hatte damit einen großartigen Einstand im MT-Trikot.  Der 49-Jährige begann mit 12,54 Meter und steigerte sich im vierten Durchgang auf die Siegerweite von 12,67 Meter. „Beim Einstoßen aus dem Stand kam ich bereits über 12 Meter, aber ich bin technisch noch nicht so gut drauf, dass ich 13m-Weiten erzielen kann“,  sagte der ehemalige deutsche Kugelstoßmeister der Senioren in der M45 recht kritisch. „Uwe ist schon jetzt in der Lage, die nordhessische Hallenbestleistung der M50 zu verbessern, denn mit der 6,0kg-Kugel kommt er bestimmt über die 14m-Marke.  Ich hoffe, dass dieser Rekordstoß bei den Landesmeisterschaften oder bei den nationalen Titelkämpfen in Erfurt erfolgen wird“, betonte Alwin J. Wagner, der sich über den guten Einstand von Uwe Krah freuen konnte.

ajw140106bFür eine große Überraschung, vielleicht sogar für eine kleine Sensation, sorgte Henri Alter im Weitsprung der U20, indem mit  Lokalmatador Max Wegner (LAC Erfurt) und Tom Hyckel (LC Jena) zwei 7m-Springer aus Thüringen den Wettbewerb unter sich ausmachen wollten.  Henri Alter, der sich für den Weitsprung so gut wie nicht vorbereitet hatte, demonstrierte schon beim Einspringen seine enorme Sprungkraftfähigkeit, so dass die Kaderathleten sowie die Trainer aus Thüringen ihre Augen bei seinem ersten Wettkampfsprung auf ihn richteten. Henri spürte, dass er  für diesen kurzen Augenblick im Mittelpunkt stand, obwohl Max Wegner im Vorjahr bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock mit 7,18 Meter den zweiten Platz belegen konnte.  Nach einem kraftvollen Anlauf traf der vielseitige MT-Athlet den Absprungbalken punktgenau und landete nach einem Riesensatz sehr weit in der Sandgrube. Als das Ergebnis von 6,71 Meter bekannt gegeben wurde, reckte der 18-Jährige zum Zeichen seiner Freude die Arme in die Höhe, denn mit dieser Weite hatte man in der Hallensaison noch nicht gerechnet. Im Dezember 2012 kam er in der Halle mit 6,08 Meter zum ersten Mal über diese begehrte Marke.  Ein Jahr später, am 7. Dezember 2013, steigerte er sich auf 6,46 Meter.  Und jetzt legte er in Erfurt 25 Zentimeter zu, so dass er nur noch 29 Zentimeter von der 7m-Traummarke entfernt ist.

Diese 6,71 m schienen die beiden Sprungspezialisten aus Erfurt und Jena aus der Fassung gebracht zu haben, denn beide traten ihren ersten Sprung über.  Henri Alter verzichtete auf seine restlichen fünf Sprünge, denn er wollte anschließend noch im Dreisprung eine neue Bestleistung aufstellen. Während der C-Kaderathlet Wegner auch seinen zweiten Sprung übertrat, landete Tom Hyckel in diesem Durchgang ebenfalls bei 6,71 Meter und zog mit Henri gleich.  Im dritten Durchgang kam Max Wegner auf 6,48 Meter, während für Hyckel 6,26 Meter gemessen wurden.  Max Wegner ließ in diesem spannenden Dreikampf zwei weitere ungültige Sprünge folgen und beendete diesen Wettkampf mit enttäuschenden 6,42 Meter. Tom Hyckel  war ebenfalls nicht in der Lage, die vorgelegte Leistung von Henri Alter zu toppen. Aber aufgrund seiner zweitbesten Leistung von 6,49 Meter sicherte sich der Neunte der  DLV-Jugendmeisterschaften im Dreisprung den ersten Platz.  Wer hätte das gedacht?  Da hält ein Jugendlicher aus Melsungen, der weder vom Hessischen Leichtathletikverband  im Speerwerfen, noch im Weit- oder Dreisprung durch eine Kadermaßnahme gefördert wird und für das Hallentraining in Frankfurt-Kalbach, wo die HLV-Kaderathleten trainieren, zum Betreten der Halle sogar Eintritt zahlen sollte, gegen DLV-Kaderathleten mit und liefert diesen ein packendes und interessantes Duell.

ajw140106cTobias Stang, der erneut mit einem Problem am Sprungfuß haderte, konnte zwar in den spannenden Dreikampf nicht mit eingreifen, belegte aber mit 5,95 Meter vor dem 6m-Springer Florian Schmidt aus Arnstadt (5,88 m) und Marcel Hoppe aus Vellmar (5,82 m) den vierten Platz.

Im Endlauf über 60 Meter gab es für Henri Alter die zweite persönliche Bestleistung, denn nach 7,44 Sekunden als Dritter im ersten Vorlauf, steigerte er sich im Finale auf 7,39 Sekunden und verpasste hinter den beiden Arnstädter Florian Schmidt (7,36) und Anton Senft (ebenfalls 7,39 Sek.) die Bronzemedaille. Auf den Plätzen eins  (Hyckel, 7,13 Sek.) und zwei (Wegner, 7,21 Sek.) überzeugten die Weit- und Dreisprungspezialisten aus Thüringen.

Im Hochsprung überquerte Tobias Stang recht sicher  1,70 Meter und belegte damit hinter Florian Nicklas aus Großengottern (1,75 m), der im Vorjahr bereits 1,92 Meter erreicht hatte, den zweiten Platz.  Der Jugendliche aus Malsfeld stieg bei 1,65 Meter in den Wettkampf ein und meisterte diese wie auch die nächste Höhe sehr sicher.  Als aber die Latte auf  1,75 Meter gelegt wurde, verließ ihn die Lockerheit, so dass er nach technischen Fehlern dreimal an dieser Höhe scheiterte.

ajw140106dAngeheizt von seinem weiten Satz im Weitsprung, wollte Henri Alter auch mit einer guten Leistung im Dreisprung aufwarten. Obwohl er Anlaufprobleme hatte und vor dem Absprung langsamer wurde, so dass er jedes Mal vor dem Absprungbalken absprang, wurden für ihn 13,22 und im zweiten Durchgang sogar 13,30 Meter gemessen. Diese letzte Weite ist umso erstaunlicher, weil er beim letzten Sprung, dem Jump, eine starke Vorlage hatte, so dass er nicht mehr richtig abspringen konnte. Weil er am Sprungfuß manchmal unter Achillessehnenbeschwerden leidet, verzichtete er auf seine weiteren vier Sprünge und hofft bei den Landesmeisterschaften auf ein Ergebnis von 13,50 Meter plus X. Tobias Stang landete im zweiten Durchgang bei 12,39 Meter und steigerte sich im vierten Versuch auf 12,41 Meter. Wegen seiner Fußprobleme verzichtete er auf seinen letzten Versuch und belegte hinter Benedikt Kurth von der LG Eichsfeld  (12,47 m) den dritten Platz. (ajw)



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