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Tobias Stang läuft 200 Meter in 24,01 Sekunden

ajw140212aDortmund/Melsungen. Das Interesse an einem Start beim internationalen Hallensportfest in Dortmund scheint ungebrochen zu sein, denn auch dieses Mal kamen fast 800 Wettkämpfer aus 94 Vereinen. Bei den Startern der MT 1861 Melsungen, die mit acht Leichtathleten vertreten waren, sah man rundum zufriedene Gesichter. Nur Trainer Alwin J. Wagner war sich nach dem Auftreten seiner Schützlinge nicht im klaren, über welche Ergebnisse er sich mehr freuen sollte, denn es gab nicht nur einen Vierfach-Erfolg im 200m-Lauf der U20 oder zwei Doppelsiege über 60 Meter sowie im Weitsprung, es gab vor allem eine hervorragende 300m-Zeit durch die 13-jährige Franziska Ebert und eine 200m-Bestzeit von Katharina Wagner.

Nachdem es bei den nordhessischen Hallenmeisterschaften einen dreifachen MT-Triumph für die Sprinter gab, steuerten Henri Alter, Michael Hiob, Tobias Stang und Jan Ullrich auch in Dortmund das „Tripple“ an. Favorit Henri Alter hämmerte nach einem „Raketenstart“ vor seinen drei Teamkollegen sowie den beiden Niederländern Darek Kilaars und Doma Thijs über die Bahn und holte  den ersten Melsunger Sieg an diesem Nachmittag.  Obwohl er kein gutes Finish hatte und die Konkurrenz sichtbar aufkam, siegte er klar mit 7,46 Sekunden vor Michael Hiob. Dieser verbesserte sich auf 7,57 und unterbot seine Bestzeit von den „Nordhessischen“ um 0,07 Sekunden. Den dritten Platz sicherte sich nach einem Herzschlagfinale Darek Kilaars mit 7,69 Sekunden.  Obwohl Jan Ullrich und Tobias Stang mit 7,71 Sekunden Bestzeit liefen, hatten sie mit dem Ausgang des Rennens nichts mehr zu tun. Wenn man aber weiß, welche Kleinigkeiten auf einer so kurzen Strecke entscheiden können, dann sollte man voreiligen Prognosen für die Sommersaison sein lassen. Aber so viel sollte gesagt sein: Alle vier MT-Sprinter sind in der Lage, die 100 Meter unter 11,80 Sekunden zu laufen und somit ein Staffelergebnis unter 46 Sekunden zu erzielen.

ajw140212bDurch das Lauftraining, das jeden Dienstag im Stadion angeboten wird,  ist auch viel Bewegung im Langsprint über 200 Meter gekommen. Es war klar, dass dieses Quartett die Hallenrunde unter 25 Sekunden zurücklegen und somit persönliche Bestzeit laufen kann. Henri, der im Training die 200 Meter unter 24 Sekunden zurückgelegt hatte, ging leicht erkältet an den Start und bekam auf dem letzten Drittel der Strecke Schwierigkeiten mit der Luft. Der Modellathlet lief auf Bahn drei unmittelbar hinter Tobias Stang, dessen 200m-Hallenbestzeit bis dahin bei 25,18 Sekunden stand. Während Michael Hiob auf Bahn zwei einen guten Start erwischte, aber in den engen Kurven Schwierigkeiten bekam, musste Jan Ullrich auf der Innenbahn starten. Dadurch konnte er seine Sprintschnelligkeit in der ersten engen und langen Kurve nicht ausspielen, so dass er Ausgang dieser Kurve bereits den Anschluss verloren hatte. Tobias lief auf der Außenbahn von Beginn an vor dem Feld her und ließ sich bis ins Ziel nicht mehr überholen. Mit 24,01 Sekunden blieb er über eine Sekunde unter seiner Bestzeit und holte sich vor Henri (24,55) und Michael (24,75) den ersten Platz.

Auch im Weitsprung präsentierte sich der Abiturient aus Malsfeld in einer tollen Form. Man hatte das Gefühl, dass er mit seinen konstanten 6m-Sprüngen eine Art Solovorstellung bot. Am Ende siegte er mit 6,13 Meter vor Jan Ullrich, der zum Schluss mit  5,91 m den Niederländer Thijs Doma ( 5,84 m) auf Platz drei verdrängte.

ajw140212c„Der Dortmunder Wettkampf verlief für mich zufriedenstellend. Beim 200m-Lauf hätte mein Start etwas besser sein können, aber die fehlende Beschleunigung ist bei mir zurzeit noch trainingsbedingt“, erklärte Tobias, der in den nächsten Wochen mit dem „Feinschliff“ beginnt.  Bei diesem Lauf wurden schon einige wichtige Konturen im Hinblick auf seine 400m-Läufe in der Freiluftsaison sichtbar.

Bei der weiblichen Jugend gefiel vor allem Katharina Wagner, die zunächst im 200m-Lauf der U20 nach einem starken ersten Teil auf den letzten 20 Metern keine Kraft mehr hatte und ihr  Tempo nicht halten konnte. Mit  27,33 Sekunden deutete die Studentin für Kunstgeschichte allerdings an, dass man mit ihr in der Freiluftsaison wieder rechnen muss.  Freude herrschte auch bei Karolin Siebert, die nach fast einem Jahr Pause wieder einmal einen Ausflug auf die lange Sprintstrecke wagte und mit 28,94 Sekunden hinter Katharina den dritten Platz belegen konnte. Selbst Julia Klute, die einen Tag vorher noch einen anstrengenden Crosslauf bei nasskalten Temperaturen mit einem sehr guten Ergebnis absolviert hatte, setzte nach ihrer 200m-Zeit von 29,89  Sekunden wieder ihr strahlendes Lächeln auf. Schließlich blieb die 17-Jährige zum ersten Mal unter 30 Sekunden.

ajw140212eajw140212fIn der Altersklasse der U16 bestätigte wenige Tage vor ihrem 14. Geburtstag Franziska Ebert Talent und Können. Das „Leichtgewicht“ aus Röhrenfurth hatte im Wintertraining große Fortschritte in Bezug auf Schnelligkeit und Ausdauer gemacht. In Dortmund spielte sie diese Trumpfkarte in ihrem ersten 300m-Lauf hervorragend aus und ließ sich auf Spielereien erst gar nicht ein. Im ersten von drei Zeitendläufen hatte sie auf Bahn zwei laufend die Zwillinge Joana und Maike Kneist vom TV Wattenscheid immer im Blick. Als sie nach dem ersten Drittel der Strecke in die letzte Runde einbog, hatte sie die Kurvenvorgabe der vor ihr laufenden Zwillinge bereits wettgemacht und zog leichtfüßig zunächst an der wacker kämpfenden Joana und wenig später auch an Maike vorbei. Als Siegerin blieb die elektronische Uhr für Franziska Ebert bei  44,74 Sekunden stehen.  Die großartige Zeit wurde nur von den beiden Kölner Schülerinnen Katharina Camminady (44,23) und Elena Decker (44,71 Sek.) unterboten.  Franziska blieb mit dieser Zeit fast zwei Sekunden unter der A-Norm, die der Landesverband für die Teilnahme an seinen Meisterschaften verlangt. Leider darf die Schülerin aus Röhrenfurth aber erst im Jahr 2015 bei den Landes-Schülermeisterschaften an den Start gehen, weil es die Statuten so vorsehen. (ajw)



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