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Ungefährdeter Sieg: MT – BHC 34:29

mt140223Kassel/Melsungen. Mit ihrem 34:29 (18:14) gegen den Bergischen HC zeigte sich die MT Melsungen gut erholt von ihrer Niederlage beim HSV. Vor 2.636 Zuschauern in der Kasseler Rothenbach-Halle siegte der Tabellen-Sechste trotz einiger Verschnaufpausen unspektakulär und letztendlich sicher gegen die nach glänzendem Saisonstart nun doch mehr und mehr abstiegsbedrohten Gäste. Michael Allendorf netzte achtmal ein, Patrik Fahlgren und Felix Danner steuerten jeweils sechs Tore zum Sieg bei. Für den Bergischen HC war Alexander Oelze mit ebenfalls acht Treffern am erfolgreichsten.

Ohne den krankheitsbedingt noch geschwächten Philipp Müller, dafür mit Jonathan Stenbäcken auf der halblinken Rückraumposition starteten die Melsunger nicht eben optimal in die Partie. Der sonst so abschlusssichere Johannes Sellin zog seinen ersten Wurf lang am Gehäuse vorbei, dafür traf auf der Gegenseite ausgerechnet der Mann zur Gästeführung, vor dem Trainer Michael Roth eindringlich gewarnt hatte: Viktor Szilágyi. Seinem Gegenstück auf MT-Seite, Patrik Fahlgren, war der Ausgleich vorbehalten, Michael Müller brachte die Hausherren nach einer Parade von Mikael Appelgren gegen Szilágyi mit einem Doppelpack 3:1 nach vorn (6.).

Auch am 4:2 durch Felix Danner vom Kreis war der Linkshänder als Passgeber beteiligt, das 6:3 besorgte er dann wieder selbst. Was die Bartenwetzer nach vorn machten sah gut aus, die Defensive präsentierte sich, wie schon gegen Lemgo und beim HSV, zunächst mit Schwächen und ließ Appelgren des Öfteren allein. Was den Bergischen gefiel, denn sie konnten sich immer wieder mit einfachen Kreuzungen in Position spielen und nutzten das konsequent: Kristian Nippes und Maximilian Weiß brachten den BHC auf 7:6 wieder heran (12.).

Dann unterbrach die erste Zeitstrafe der Partie gegen Weiß ihren Lauf, die MT setzte sich durch drei Tore in Folge von Michael Allendorf auf 12:9 ab. Jonathan Stenbäcken erhöhte nach perfektem Kempa-Anspiel von Sellin auf 13:9, Allendorf verwandelte seinen zweiten Siebenmeter zur 5-Tore-Führung (21.). Sehr zur Freude der Zuschauer, die trotz einiger Lücken auf den Rängen mächtig Stimmung machten.

Die in der Folge jedoch ihre Vorfreude auf einen vermeintlich lockeren Sieg auch erst einmal wieder einpacken mussten. Denn der eingewechselte Mario Huhnstock im Tor der Gäste hielt erst gegen Nenad Vuckovic, dann gegen Jonathan Stenbäcken und Malte Schröder. Zwei Minuten vor der Pause war der so komfortabel scheinende Vorsprung nach Weiß‘ Tor zum 16:14 zunächst einmal dahin. Was allerdings Allendorf und Fahlgren, begünstigt von einer weiteren Strafe gegen den BHC, bis zur Halbzeit wieder korrigieren konnten.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Melsungen in der Spur. Weil Mikael Appelgren sich enorm steigerte und erst gegen Arnor Gunnarsson, dann gegen Fabian Gutbrod und Viktor Szilágyi glänzend parierte. Sellin und Allendorf trafen auf der anderen Seite und stellten auf 20:14. Was nicht nur die Nerven der Fans, sondern leider auch das Spiel der Hausherren wieder beruhigte. Die ließen es lockerer angehen und bekamen prompt die Rechnung dafür präsentiert, denn die Bergischen blieben aufmerksam und knabberten sofort wieder zwei Tore zum 23:19 ab. Zwar hielt sich der Vorsprung in diesem Rahmen, aber von zwei sicheren Punkten war noch lange nicht die Rede. Dafür präsentierte sich der Klassenneuling zu stark und bekam zudem von Melsungens Abwehr weiter einige Geschenke.

Wieder war es eine Zeitstrafe, diesmal gegen Michael Hegemann nach Textilvergehen an Sellin, die der MT in die Karten spielte. Michael Müller und zweimal Felix Danner erhöhten den Puffer wieder auf sechs, der zwischenzeitlich eingewechselte Per Sandström beteiligte sich mit einer feinen Parade gegen Nippes am neuerlichen Ausbau. Eine Viertelstunde vor Schluss deutete beim Stand von 27:21 dann doch alles auf einen deutlichen Favoritensieg hin.

Wie auf Kommando kam der nächste Bruch ins Melsunger Spiel. Unterstützt vom sich steigernden Mario Huhnstock, der mehrfach klärte, kamen die Gäste noch einmal zurück. Fabian Gutbrod und zweimal Alexander Oelze verkürzten auf 29:26. Und hätten es gegen die nicht immer sattelfesten Nordhessen vielleicht sogar noch einmal spannend machen können. Doch Sellin und Mansson zeigten im richtigen Moment Präsenz, um den frechen Aufsteiger im Zaum zu halten. Letztendlich brachte auch eine offensive Deckung gegen Michael Müller und Patrik Fahlgren nicht mehr den nötigen Druck, um dem Spiel eine Wende zu geben. Fahlgren, Vuckovic und Sellin machten den Sack schließlich zu und sorgten nach einer insgesamt durchschnittlichen Leistung für den Sieg, der den sechsten Tabellenplatz der MT Melsungen weiter festigte. (Bernd Kaiser)

Stimmen zum Spiel:

Sebastian Hinze: Wir hatten uns vorgenommen, Patrik Fahlgren aus dem Spiel zu nehmen. Das haben wir phasenweise auch nicht schlecht gemacht. Aber wir haben dennoch den jeweils entscheidenden Ball nicht bekommen. Das hat sich dann durch unser Spiel gezogen. Andererseits haben Fahlgren und Danner im Zusammenspiel eine sehr hohe Qualität gezeigt. Zum Beispiel wie sie auf ganz engem Raum das Zwei-Zwei gespielt haben, wobei fast jeder Ball ankam. Nicht zuletzt das hat uns heute ein besseres Ergebnis gekostet. Was mich sehr gefreut hat, ist die Tatsache, dass wir im Vergleich zum letzten Auswärtsspiel in Eisenach die Köpfe oben behalten haben und immer wieder gegen die Qualität des Gegners angegangen sind. Mit einigen sehr schönen Angriffsaktionen konnten wir das Ergebnis zwischenzeitlich knapp gestalten. Um aber dem Gegner richtig Stress zu bereiten, hätten wir auch mal zwei, drei einfache Bälle bekommen und Konter laufen müssen. Das hat heute gefehlt, aber daran arbeiten wir.

Michael Roth: Ich bin zufrieden, weil wir alle sehen konnten, dass die Formkurve wieder nach oben zeigt. Alle Dinge, die wir verbessern wollten, konnten wir indes nicht abstellen. Dazu ist die Sportart Handball zu komplex, um das von heute auf morgen zu schaffen. Kurz nach der Halbzeit, etwa beim Stand von 20:14 war die Partie praktisch entschieden. Schade war dann aber, dass wir dicke Chancen nicht genutzt haben und damit den Gegner auf Schlagdistanz an uns dran gelassen haben. Was irgendwann auch mal gefährlich sein kann. Andererseits muss man den Gegner loben, der bis zum Schluss gebissen und sich nie aufgeben hat. Insgesamt war es ein deutlicher und auch verdienter Sieg. Das war unser Winsch für heute. Das gibt Selbstvertrauen, darauf kann man aufbauen und damit werden wir uns auf das schwierige Pokalspiel gegen Göppingen vorbereiten. Wir konnten heute einige positive Dinge sehen, so zum Beispiel Stenbäcken, der ein gutes Spiel gemacht hat, oder Fahlgren und Danner, die exzellent waren. Jetzt müssen wir schauen, dass wir uns in der Abwehr weiter steigern und die Torhüterleistung noch besser wird. Dann ist das Gesamtpaket MT Melsungen auch wieder komplett.

Statistik

MT Melsungen: Appelgren (9 Paraden / 22 Gegentore), Sandström (2 P. / 7 G.); Stenbäcken (3), Mansson (1), Sellin (5/2), Kubes, Fahlgren (6), Schröder, Hildebrand, Danner (6), P. Müller, Allendorf (8/2), Zufelde, Vuckovic (1), M. Müller (4).

Bergischer HC: Gustavsson (2 P. / 14 G.), Huhnstock (9 P. / 20 G.); Hermann (3), Sabljic, Hegemann (1), Miljak, Gunnarsson, Nippes (3), Oelze (8/3), Artmann (3), Wöss (1), Weiß (1), Gutbrod (4), Szilágyi (3), Berggren (2), Meschke.

SR: Thomas Hörath (Zirndorf) / Timo Hofmann (Münchberg).

Zeitstrafen: 4 – 10 (Mansson 22:37, Schröder 50:02 – Weiß 12:27, Berggren 20:19, Wöss 28:43, Hegemann 41:55, Meschke 47:24).

Strafwürfe: 5/6 – 3/3 (Allendorf scheitert an Huhnstock, 33:57 Min.)
Zuschauer: 2.636 in der Rothenbach-Halle, Kassel.

Spielfilm:
1:1 (2.), 4:2 (7.), 7:4 (10.), 8:6 (13.), 11:9 (17.), 15:10 (22.), 16:13 (26.), 16:14 (28.), 18:14 (HZ), 19:14 (31.), 21:16 (35.), 23:18 (40.), 26:20 (44.), 29:23 (49.), 30:26 (54.),  32:28 (58.), 33:29 (59.), 34:29 (EN).

 



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