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MT bringt beide Punkte aus Gummersbach mit

MT MelsungenGummersbach/Melsungen. Am 26. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga siegte die MT Melsungen beim VfL Gummersbach nach einer 13:12-Halbzeitführung mit 30:25. In der mit 3.923 Zuschauern fast voll besetzten Schwalbe Arena gehörten Keeper Appelgren und der mit sechs Toren erfolgreichste Schütze Sellin zu den besten Akteuren auf Seiten der Gäste. In der Gummersbacher Mannschaft hießen die wichtigsten Stützen Lichtlein (Tor) und die jeweils sechsfachen Goalgetter Santos und Putics.

Bis zur achten Minute verlief die Begegnung zwischen dem VfL Gummersbach und der MT Melsungen nahezu ausgeglichen. Der Unterschied von sieben Tabellenplätzen war zunächst jedenfalls nicht zu sehen. Der Altmeister bot den Nordhessen nicht nur Paroli, sondern erarbeitete sich aufgrund einer kompakten Defensive sogar Vorteile. Auf der anderen Seite merkte man den Roth-Schützlingen an, dass sie die Schmach des verlorenen Hessenderbys unbedingt tilgen wollten, dabei aber verkrampften, ja mitunter fahrig wirkten. Gummersbach hingegen gewann Oberwasser und lag nach einer Viertelstunde gar mit vier Toren vorn (9:5). Die kurz zuvor genommene Melsunger Auszeit entfaltete ihre Wirkung zeitversetzt, dafür aber umso nachhaltiger. Denn nur gut fünf Minuten dauerte es, bis die Rotweißen den Rückstand wieder wettgemacht hatten (9:9, 21. Min.). Gummersbach stemmte sich zwar dagegen, aber die MT setzte ihren Positivtrend fort und ging mit einer 13:12-Führung in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff legte der Gast gleich dreifach nach (13:16, 34. Min), die Hausherren indes konnten kaum folgen. Hier schien sich bereits eine Vorentscheidung anzubahnen. Und die hätte richtig Formen annehmen können, wenn die MT-Angreifer nicht mehrfach beste Chancen ausgelassen hätten. Christian Zufelde war es dann, der für den angeschlagenen Allendorf die Position auf Linksaußen eingenommen hatte und mit seinem Treffer in der 39. Minute die erste Fünf-Tore-Führung für die MT erzwang. Das war ein klares Signal und fortan lief es immer runder für die Rotweißen. Aufmerksame Abwehrarbeit, ein sich steigernder Appelgren im Tor und eine bessere Chancennutzung waren die Erfolgsfaktoren. Und zwar so ausgeprägt, dass fünf Minuten vor Schluss ein 21:29 auf der Hallenanzeige aufleuchtete. Spätestens da waren Fahlgren & Co. auf die Siegerstraße eingebogen. Bis zum 25:30 Endstand ließ man den Gastgebern noch einige Gelegenheiten, gegen die der in dieser Phase für Appelgren ins Tor beorderte Youngster Räbiger machtlos war. (Bernd Kaiser)

Stimmen zum Spiel

MT-Trainer Michael Roth: Das Spiel war in den ersten Minuten auf beiden Seiten von Nervosität geprägt. Gummersbach stand aufgrund der Tabellensituation unter Druck, aber auch wir standen unter Druck, weil wir zuletzt zuhause schwach gespielt haben. Das steckt man nicht so einfach weg. Der Knackpunkt kam nach dem 9:5. Bis dahin hatte Gummersbach gut gespielt, wir nahmen eine Auszeit und kamen anschließend relativ schnell zum 9:9-Ausgleich. Bis dahin waren wir sehr unruhig. Aber die Auszeit und die Auswechslungen haben gefruchtet. Wir sind dann sogar bis zur Pause in Führung gegangen, was keineswegs absehbar war. In der zweiten Halbzeit haben wir uns extrem gesteigert, das Abwehrverhalten und die Torhüterleistungen waren gut. Damit haben wir es dem VfL sehr schwer gemacht. Dessen Spieler, die in Eisenach noch gut gespielt haben, haben wir heute nahezu eliminiert. Damit können wir sehr zufrieden sein. Trotzdem hatten wir zwischenzeitlich mit mehreren klaren Einwurfgelegenheiten Chancen, das Spiel früher zu entscheiden. Es ist dann immer ärgerlich, wenn man diese Chancen auslässt und den Gegner damit womöglich wieder zurück ins Spiel bringt. Letztendlich haben wir aber aufgrund der  Leistungen in der zweiten Halbzeit das Spiel verdient gewonnen. Das war für uns deshalb wichtig, weil wir nach dem Wetzlar-Spiel doch sehr enttäuscht waren und wir nun heute gleich wieder den erhofften Erfolg hatten. Ich denke, die Mannschaft hat wieder etwas dazu gelernt.

VfL-Trainer Emir Kurtagic: Glückwunsch an die MT Melsungen zum verdienten Sieg. Wir  haben nur in den ersten rund 20 Minuten gut gespielt. Bis dahin haben wir sehr kompakt in der Abwehr gestanden, haben uns daraus zwei, drei wichtige Bälle geholt und dadurch die Führung erarbeitet. Danach kommt einiges zusammen. Wir werden unnötig nervös, werfen unnötig Bälle weg und bringen dadurch die Melsunger wieder ins Spiel. Dass man sie nicht mit zehn Toren aus der Halle schießt, ist auch klar, denn es ist eine sehr gute Mannschaft. Aber wir haben einfach zu leichtfertig die Führung aus der Hand gegeben und den Gegner zu leicht ins Spiel geholt. Der entscheidende Knackpunkt für uns war, dass wir beinahe jedes Überzahlspiel verloren haben. In der Abwehr haben wir unnötige Tore kassiert. So schaffte es Melsungen einmal sogar, trotz Unterzahl, eine Überzahlsituation herauszuspielen. Das sind Sachen, die dürfen uns einfach nicht passieren. Das war heute wirklich schwach von uns . Eine solch deutliche Niederlage zu Hause ist sehr bitter und sehr enttäuschend. Vor allem weil wir uns heute vorgenommen hatten, Punkte zu holen. Das ist uns leider nicht gelungen. Wir müssen uns jetzt wieder steigern. Es ist unten in der Tabelle sehr eng, wir brauchen Punkte.

MT-Vorstand Axel Geerken: Wir sind sehr glücklich, dass wir dieses Spiel gewinnen konnten. Nach einer sehr erfolgreichen Woche mit Siegen gegen den Bergischen HC, im Pokal gegen Göppingen und dem damit verbundenen Einzug ins Final Four und dem Coup gegen Kiel, haben wir uns zuletzt gegen Wetzlar eine richtige Klatsche eingefangen und sind dadurch hart auf den Boden der Tatsachen zurück geholt worden. Deswegen war es wichtig, dass wir heute eine entsprechende Reaktion zeigen. Das haben wir getan, das Spiel wurde gewonnen und darüber freuen wir uns sehr.

VfL-Geschäftsführer Frank Flatten: Glückwunsch an Melsungen zum verdienten Sieg. Zum Spiel gibt es von mir aus nicht mehr viel zu sagen. Die Mannschaft hatte sich für heute viel vorgenommen, aber man hat schonzuvor in der Kabine gespürt, dass die Nervosität doch sehr, sehr groß war. Nach der anfänglichen Führung haben alle gedacht, das geht so weiter. Aber wir haben leider verloren –  so ist der Sport nunmal. Ich bin sehr froh und sehr stolz, dass wieder über 3.900 Zuschauer in der Arena waren. Darauf lässt sich aufbauen. Das zeigt, dass Handball in Gummersbach eine sehr große Bedeutung hat. Wir wollen das nächste Mal zeigen, dass wir auch Punkte in Gummersbach behalten können.

Statistik

VfL Gummersbach: Lichtlein, Puhle – Santos (6), Putics (6/2), Lützelberger, J. Larsson (1), Heyme, F. Larsson, von Gruchalla (5), Schröder (2), Schindler (2), Bult (2), Kopco (1)

MT Melsungen: Appelgren (18 Paraden / 27 Gegentore), Räbiger (0 P. / 3 G.) – Stenbäcken (5), Mansson, Sellin (6), Kubes (1), Fahlgren (4), Schröder (2), Hildebrand, Danner (2), P. Müller (2), Zufelde (2), Allendorf (4/1), Vuckovic, M. Müller (2).

SR: Robert Schulze / Tobias Tönnies (Magdeburg)

Zeitstrafen: 2 – 6 (J. Larsson, F. Larsson – Kubes, 2x Schröder, 2x Danner, P. Müller)

Strafwürfe: 2/4 – 1/2 (Bult wirft neben das Tor, 20. Min.; Santos wirft neben das Tor, 36. Min. – Allendorf scheitert an Lichtlein, 60. Min.)

Zuschauer: 3.923, Schwalbe-Arena, Gummersbach
Spielfilm: 1:0 (2.), 2:3 (4.), 4:4 (9.), 5:5 (10.), 6:5 (13.), 9:5 (17.), 9:7 (18.), 10:9 (21.), 11:9 (23.), 12:11 (27.), 12:12 (28.), 12:13 (HZ), 13:15 (32.), 13:16 (34.), 14:18 (37.), 15:20 (40.), 17:22 (42.), 18:22 (45.), 20:24 (50.), 21:27 (53.), 22:29 (56.), 23:30 (57.), 25:30 (EN).



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