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MT Melsungen zu Gast bei Flensburg/Handewitt

christian-hildebrand140430Flensburg/Melsungen. Auf der Zielgeraden der DKB Handball-Bundesliga wird es für die MT Melsungen noch mal richtig anstrengend. Das versprechen allein schon die Namen der Kontrahenten und deren Tabellenstände: Hannover/Burgdorf (9.), Rhein-Neckar Löwen (1.), Magdeburg (7.) und Flensburg/Handewitt (3.) gegen die die MT am Sonntag, 4. Mai, antreten muss. Dieser viertletzte Spieltag führt die Nordhessen nahe an die dänische Grenze, zu den frisch für das Championsleague-Final Four qualifizierten Flensburgern. Anwurf in der dortigen Flens-Arena ist um 17.15 Uhr.

Kurs Nord und dabei (fast) immer gerade aus: Der MT Melsungen steht am Wochenende die längste ihrer 17 Auswärtsreisen in der 1. Handball-Bundesliga bevor. Vom heimischen Trainingsort Melsunger Stadtsporthalle bis zum Spielort Flens-Arena sind es knapp 500 Kilometer. Verfahren kann man sich dabei nicht, es geht einfach immer nur auf der A7 nordwärts. Dass man eine solche Strecke nicht erst am Spieltag in Angriff nimmt, ist auch klar. Wer als normal großer Mensch schon mal sechs Stunden im Bus gesessen hat, weiß, wie man sich anschließend fühlt. Da kann man nur erahnen, wie es den langen, meist 1,90 m und mehr messenden Handballprofis ergehen muss. “Philipp Müller, unser Videowart, wird aber einiges vorbereitet haben, damit es den Spielern auf der Fahrt nicht langweilig wird”, vermutet MT-Vorstand Axel Geerken augenzwinkernd.

Obwohl keine Reisestrapazen ertragen zu müssen, dürften die Gastgeber noch etwas mehr gestresst sein. Denn das Spiel gegen die MT wird der dritte Wettkampf innerhalb von acht Tagen sein. Los ging es am Samstag davor, als die SG im mazedonischen Skopje in einem wahren Krimi trotz einer Zwei-Tore-Niederlage den Einzug ins Final Four der Championsleague klarmachte. Die auswärts mehr erzielten Tore ergaben den Unterschied. Drei Tage vor dem Heimspiel gegen die MT müssen die Flensburger dann noch zum Nordderby in Hamburg antreten. Insofern darf man gespannt darauf sein, in welcher Verfassung sich das Vranjes-Team gegen die Nordhessen präsentiert. Zwischen einem “Wolke Sieben”- und “die Luft ist etwas raus”-Gefühl ist alles denkbar. Die MT Melsungen muss sich also auf verschiedene “Aggregatzustände” des Gegners einstellen.

Fakt ist, für die Nordhessen gab es in Flensburg noch nie etwas zu holen. Die beiden einzigen Punkte, die im Laufe der gemeinsamen neunjährigen Erstligageschichte gegen die Nordlichter errungen werden konnten, resultieren aus zwei Remis-Spielen in Kassel: ein 32:32 im Februar 2012 und ein 26:26 im Februar 2013. Ob am Sonntag mehr drin ist, wird sich zeigen. MT-Kapitän Nenad Vuckovic, machte den Seinen unter dem frischen Eindruck des gerade siegreich beendeten Spiels gegen Balingen am Samstag jedenfalls Mut: “Wir müssen hoch konzentriert an diese Aufgabe herangehen und dürfen nicht die Geduld und vor allem nicht die Nerven verlieren, wenn wir zurück liegen. Warum sollte uns in Flensburg nicht mal eine Überraschung gelingen?” Er selbst war es, der gegen Balingen mit gutem Beispiel voranging und mit wichtigen Toren seine Mannschaft nach Rückständen immer wieder heran- oder gar in Führung brachte. Ob aus dem Spiel heraus oder von der Strafwurflinie. Seine gute Leistung krönte der Nationalspieler 10 Sekunden vor Schluss, als er mit seinem letzten Treffer den 24:22-Sieg sicherstellte.

Die MT-Besetzung aus dem letzten Heimspiel wird wohl in unveränderter Form auch in Flensburg auflaufen. Johannes Sellin, der aufgrund von Beckenbeschwerden gegen Balingen fehlte, hat noch Schonung auferlegt bekommen. Für ihn wird dann wieder Christian Hildebrand den Rechtsaußenpart übernehmen. Der war von seinem Trainer zuletzt ausdrücklich gelobt worden: “Hilde ist immer sofort da, wenn man ihn braucht. Das hat er gegen Balingen nicht nur durch wichtige Tore bewiesen”, zeigte sich Michael Roth mit der Leistung des Linkshänders sehr zufrieden.

Rechtzeitig wieder in Form vor dem Spiel gegen seinen früheren Club scheint auch Patrik Fahlgren zu kommen. Gegen die “Gallier von der Alb” setzte der Schwede Akzente in der Offensive und war zudem mit zwei ansatzlosen Hüftwürfen erfolgreich. Allerdings dürften es ihm seine ehemaligen Mannschaftskameraden am Samstag etwas schwerer machen, zu glänzen. Flensburg verfügt über die beste Abwehr der Liga, lässt im Schnitt pro Spiel noch nicht mal 25 Treffer zu – fünf weniger als die MT. Aber vielleicht schweben die Flensburger ja auf “WolkeSieben” und sind in Gedanken schon beim Championsleague-Final Four. (Bernd Kaiser)

Schiedsrichter in Flensburg:
Christoph Immel (Tönnisvorst) / Roland Klein (Ratingen), DHB-Aufsicht: Wolfgang Gremmel.



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