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Setzt die MT Melsungen am Samstag einen Meilenstein?

michael-roth140509Kassel/Melsungen. In der DKB Handball-Bundesliga können die Nordhessen am 32. Spieltag gegen den SC Magdeburg vorzeitig den Tabellenplatz klarmachen, der am Ende der Saison höchstwahrscheinlich zur Teilnahme am Europapokalwettbewerb berechtigt: Rang 6! Anwurf in der Kasseler Rothenbach-Halle ist am 10. Mai um 19 Uhr. Es gibt definitiv noch Karten an der ab 17.30 Uhr geöffneten Hallenkasse. 13 Jahre kämpften sie im Unterhaus, ehe ihnen 2005 der ersehnte Sprung in die “stärkste Liga der Welt” gelang. Die Melsunger Handballer haben Ausdauer bewiesen, keine Frage. Inzwischen zählen sie in der 1. Bundesliga zu den festen Größen, haben sich im 9. Jahr ihrer Zugehörigkeit von Platz zehn bis hinter die Top-Five katapultiert. Damit ist die MT Melsungen der Shooting-Star der Saison.

Seit dem 13. Spieltag schon belegen die Nordhessen den sechsten Tabellenplatz, der nun mit allen Mitteln bis zum Schluss verteidigt werden soll. Nun bekommen sie es am drittletzten Spieltag ausgerechnet mit dem ärgsten Verfolger zu tun: der SC Magdeburg liegt drei Zähler zurück und kann den Rotweißen noch den Platz streitig machen. Andererseits kann sich die Mannschaft von Michael Roth mit einem Sieg vorzeitig einen Traum erfüllen. Denn der sechste Tabellenplatz berechtigt höchstwahrscheinlich zur Teilnahme am europäischen Wettbewerb um den EHF-Cup. Dabei war der Sprung auf die internationale Bühne erst fürs nächste Jahr geplant. “Das wäre in der Tat ein Meilenstein in der MT-Historie und die Krönung der guten Arbeit nicht nur in dieser Saison”, sagt MT-Vorstand Axel Geerken.

Unklare Personalsituation bei der MT: Wer kann am Samstag auflaufen?
Unglücklich nur, dass ausgerechnet vor dem “Spiel der Spiele” die Personalsituation der MT Anlass zu höchster Sorge gibt. So mussten Anfang der Woche alle drei Nationalspieler, Felix Danner, Michael Allendorf und Johannes Sellin, ihre Teilnahme am Lehrgang der Deutschen Auswahl aufgrund von Verletzungen absagen. “Das haben wir in enger Abstimmung mit Bundestrainer Martin Heuberger so entschieden. Es hätte keinen Sinn gemacht, die stark angeschlagenen Spieler dorthin zu schicken”, berichtet Michael Roth.

Die Physiotherapeuten im Wettlauf mit der Zeit
Felix Danner musste wegen einer üblen Kapselzerrung passen, Michael Allendorf wegen einer entzündeten  Achillessehne und Johannes Sellin, der ja bereits seit dem vorletzten Spiel gegen Balingen fehlt, wegen Leistenbeschwerden. Fortan startete die medizinische Abteilung der MT einen Wettlauf mit der Zeit. Nach den Kernspinuntersuchungen von Mannschaftsarzt Dr. Rauch wurden die drei Spieler umgehend in die Obhut der Physiotherapeuten gegeben.

“Die Handballer haben wieder einmal ihre profihafte Einstellung auch abseits des Spielfeldes bewiesen”, lobte Sascha Seifert, der therapeutische Leiter von REHAmed, die Sportler. “Wer sich jeden Tag mindestens fünf, sechs Stunden lang mit Aufbautraining quält und teilweise intensive Behandlungen über sich ergehen lässt, muss schon wirklich topmotiviert sein. So haben wir alles erdenklich getan, um die Spieler doch noch soweit vorzubereiten, dass sie in den Wettkampf gehen könnten. Wobei wir ihnen ihnen Mut gemacht, aber wir haben ihnen nicht verheimlicht, dass sie durchaus auch Schmerzen aushalten werden müssen, wenn sie am Samstag auflaufen sollten.

Malte Schröder fällt definitiv aus
Am aussichtsreichsten erscheint am Tag vor dem Spiel der Einsatz der Flügelzange Allendorf/Sellin. Wie gut die Chancen auf ein Mitwirken von Kreisläufer Danner stehen, wird man wohl erst am Spieltag einschätzen können. Eine andere, im Laufe der Woche verlautbarte Hiobsbotschaft hingegen, kann nicht mehr revidiert werden: Der im Training umgeknickte Malte Schröder wird gegen Magdeburg auf keinen Fall dabei sein.

Roth: Es könnte einen Joker geben
“Ich sage meinen Spielern immer, dass sie sich jederzeit bereithalten müssen. Selbst wenn einer über weite Strecken der Saison kaum Einsatzzeiten bekommen konnte, muss er damit rechnen, auf der Zielgeraden noch eine wichtige Rolle zu spielen. Das kann am Samstag bei Christian Hildebrand genauso sein, wie bei Jan Forstbauer. Da kann es passieren, dass  einer, der von der Bank kommt, noch zum Joker wird”, verrät Michael Roth mögliche Besetzungsalternativen.

Magdeburg gibt sich kämpferisch
Gegner Magdeburg peilt seinerseits natürlich auch einen Sieg an. “Nach zwei Spielen, die nicht so erfolgreich waren, wie wir uns das vorgestellt hatten, werden wir gegen Melsungen alles tun, um die Partie zu gewinnen“, verspricht Uwe Jungandreas in der vereinseigenen Pressemitteilung. Dabei sieht der Magdeburger Interimscoach, der im Dezember das Amt des glücklosen Frank Carstens übernahm, dennoch keinen Grund zu verkrampfen. Das glaubt man ihm gern, hat er doch im Gegensatz zu seinem Melsunger Kollegen keinerlei Personalsorgen. Die Magdeburger Asse um die Nationalspieler Stefan Kneer und Michael Haaß, wie etwa Tempogegenstoßspezialist Robert Weber oder Kreisläufer Bartosz Jurecki oder auch Torwart Gerri Eijlers sind allesamt an Bord. Sie alle werden verhindern wollen, dass die MT Melsungen einen Meilenstein in ihrer Vereinshistorie setzt.

“Aber das schaffen wir am Samstag nur, wenn die Rothenbach-Halle zum Hexenkessel wird. Wir bauen auf die tollen Handballfans in Nordhessen. Die Mannschaft hat es sich absolut verdient”, ruft Michael Roth zur Unterstützung auf.

Schiedsrichter in Kassel:
Holger Fleisch (Nellingen) / Jürgen Rieber (Nürtingen); DHB-Aufsicht: Thorsten Zacharias

Bisherige Vergleiche:
17 Spiele, 12 Siege Magdeburg,  4 Siege MT, 1 Unentschieden. Letzter Vergleich: 29:19 Auswärtssieg der MT am 29. November 2013

Rahmenprogramm:
Vor dem Spiel: Ehrung der männlichen A-Jugend für den Hessenmeistertitel durch den Hessischen Handballverband. In der Halbzeitpause: Auftritt des amtierenden Deutschen Mannschaftsmeisters und WM-Qualifikanten im Rope Skipping.

Ticketsituation:
Es gibt auch am Spieltag noch Karten im Vorverkauf im MT-Shop Kassel, Treppenstraße 1 (GrimmHeimat NordHessen) und an der ab 17.30 Uhr geöffneten Kasse der Rothenbach-Halle. (Bernd Kaiser)



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