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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

DGB fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort

Schwalm-Eder. Der Deutsche Gewerkschaftsbund Schwalm-Eder fordert die Durchsetzung des Prinzips „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort“ in Europa. „Alle in Deutschland tätigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem europäischen Ausland müssen unter die Regelungen der örtlich geltenden Gesetze und Tarifverträge fallen. Das muss sich in allen entsprechenden Richtlinien wiederfinden. Die Einkommen und die Rechte von Arbeitnehmerinnen müssen wirksam vor Dumpingwettbewerb geschützt werden“ so Andreas Fritsch, Vorsitzender des DGB-Kreisverbands Schwalm-Eder.

Das Prinzip des gleichen Lohnes gelte zwar für alle Beschäftigten, die individuell entschieden haben, im europäischen Ausland zu arbeiten, nicht aber für Menschen, die über Werkverträge oder als Selbständige in Deutschland tätig sind. Fritsch: „Um alle Beschäftigten einzuschließen, müssen die Regeln in Europa geändert werden. Die Freizügigkeit von Arbeitnehmern oder Unternehmen ist gut. Sie darf aber nicht dazu missbraucht werden, Menschen auszubeuten oder Löhne in anderen Ländern zu drücken.“ Die Einhaltung bereits bestehender Regelungen müsse kontrolliert und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssten besser beraten werden. Die Realität auf vielen Baustellen, in Schlachthöfen und anderen Betrieben zeige, dass hier großer Handlungsbedarf besteht.

„Es kommt leider oft vor, dass Unternehmen die Not der Menschen in anderen Ländern ausnutzen und sie in Deutschland zu Hungerlöhnen schuften zu lassen“, kritisiert Gewerkschafter Fritsch. „Dabei werden die Menschen in ihren Ländern von Agenturen mit dem Versprechen angeworben, in Deutschland Arbeit und ein besseres Leben zu finden. Die Realität, die sie vorfinden, sieht jedoch vielfach anders aus: miserable Bezahlung, Überstunden und schlechte Unterkünfte. Das verdient keinen anderen Namen als Ausbeutung und muss endlich beendet werden.“ (red)



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