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Melsunger Frauen-Team setzt Siegesserie fort

ajw140707cNeukirchen/Melsungen. Der Sparkassen-Cup für die Frauen wurde auf der Nebenanlage des Steinwald-Stadions mit dem Speerwerfen eröffnet. Erwartungsgemäß setzte sich Monika Fabian aus Borken mit 30,38 Meter durch. Kerstin Fröhlich (Gensungen) sicherte sich mit 29,67 Meter vor Meike Naumann aus Geismar den zweiten Platz. Johanna Wagner und Lisa Arend, die beiden Vertreterinnen aus Melsungen, belegten die Plätze vier und fünf. Somit blieb zum Auftakt – wie erwartet – das Team aus Melsungen ohne Punkte, denn beide Speerwurfergebnisse, es wären fünf plus vier Punkte geworden, fielen dem Streichergebnis zum Opfer.

Stand nach dem Speerwerfen:
TSV Jahn Gensungen 10 Punkte
Tuspo Borken 8 Punkte
TSV Geismar 6 Punkte
MT Melsungen 0 Punkte

ajw140707dUnmittelbar danach starteten die Sprinterinnen über 100 Meter. Leider bremste der Gegenwind mit einer Stärke von 1,8 Meter pro Sekunde die Laufleistungen, so dass nur Celine Kühnert und Marie Wagner (beide MT Melsungen) unter 14 Sekunden blieben. Celine Kühnert, die zu Beginn der Freiluftsaison durch ihre verbesserten Zeiten ins Blickfeld gekommen war, ließ auch beim Cup-Finale keinen Zweifel an ihrer verbesserten Schnelligkeit aufkommen und setzte sich in 13,52 Sekunden vor Marie Wagner (13,90) und Monika Fabian (14,04) durch. Ihr nächsten Ziele sind inzwischen schon abgesteckt: „Möglichst bald an die 13 Sekunden heranlaufen.“ Das scheint für Celine bei besseren Bedingungen eigentlich nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Trotz eines Doppelsieges lag das MT-Team mit 15 Punkten hinter Gensungen (18) und Borken (16) auf Rang drei. Die Mannschaft des TSV Geismar hatte nach zwei Wettbewerben 10 Punkte gesammelt.

Im Kugelstoßen der Frauen kam der glänzende Auftritt der Frauen aus Geismar. Meike Naumann, wie sollte es auch anders sein, holte sich den Sieg mit guten 13,43 Meter. Lisa Arend, die sich eine 11m-Weite vorgenommen hatte, blieb bei 10,85 Meter hängen. Was sich beim Einstoßen abgezeichnet hatte, trat im Wettkampf auch ein. Annette Dittmann, Clubkameradin von Meike Naumann, kam mit ihrem Auftaktstoß auf 9,96 Meter und stieß fast soweit wie vor vier Jahren, als sie mit 9,98 Meter in der Bestenliste stand. 2010 nur um zwei Zentimeter. Der TSV Geismar erhielt nach dem Kugelstoßen weitere 14 Punkte und kam bis auf einen Zähler an Gensungen heran. Obwohl Johanna Wagner schon seit längerer Zeit keine Kugel mehr in der Hand hatte, belegte sie mit 9,04 m einen guten vierten Platz. Aber selbst dieser vierte Rang fiel dem Streichergebnis zum Opfer, weil man mindestens Rang drei im MT-Team belegen musste, um Punkte für die Team-Wertung zu bekommen. Man hinterfragte bereits, ob die Melsunger Trümpfe zum Schluss stechen würden, denn mancher Pessimist glaubte nicht mehr an einen Melsunger Erfolg. Vier Wettbewerbe vor Schluss hatte man erst 22 Punkte gesammelt und lag damit hinter der Überraschungsmannschaft auf Gensungen (25) und dem TSV Geismar (24). Aber der Glaube kann Berge versetzen.

ajw140707fajw140707eAls vierter Wettbewerb wurde der Weitsprung ausgetragen. Erneut stand Celine Kühnert im Fokus, Pech, denn sie hatte schon im Vorjahr diesen Wettkampf mit 4,93 Meter gewonnen. Wie schon im Sprint, mussten die Springer bei den wechselnden Winden nicht nur ihre Anlaufmarke ständig ändern, sondern auch häufig gegen den Wind springen. In schöner Gleichmäßigkeit zwischen 4,83 und 4,93 setzte sich Celine verdient durch und egalisierte ihre Weite aus dem Vorjahr. Katharina Wagner, die auf den 100m-Lauf verzichtet hatte, landete mit 4,83 m auf dem zweiten Platz, so dass das MT-Team den zweiten Doppelsieg mit 15 Punkten an diesem Tag einfuhr. Ann-Christin Höhne (Geismar), die leichtfüßig anlief und schnellkräftig absprang, merkte man kaum an, dass schon seit einiger Zeit keinen Weitsprungwettkampf bestritten hatte. Einen ungültigen Sprung, jenseits der 5m-Marke, machten deutlich, dass auch sie in der Lage ist, bei den kommenden Sportfesten Leistungen über fünf Meter zu erzielen. In Neukirchen belegte sie mit 4,77 Meter den dritten Platz und bekam dafür sechs Punkte. Nach vier Wettbewerben lagen die Mannschaften dichtauf. Melsungen hatte nach dem Weitsprung die Führung mit 37 Punkten übernommen und wurde von Geismar (35), Borken (32) und Gensungen (31) noch arg bedrängt.

Im 3000m-Lauf der Frauen stand die 17-jährige Julia Klute (MT Melsungen) im Blickpunkt. Zum einen wollte sie sich mit Doris Lang im direkten Duell messen, denn die Seniorin aus Borken hatte im Vorjahr in Melsungen diese Strecke in 11:49 Minuten zurückgelegt und konnte in diesem Jahr bereits den Schwalm-Eder-Cup gewinnen. Julia wollte unabhängig davon auch die siebeneinhalb Runden unter zwölf Minuten zurücklegen. Vom Start an übernahm sie die Führung und wurde für ihre ersten 1000 Meter mit 3:58 Minuten gestoppt. Doris Lang ließ sich nicht abschütteln und blieb ihr auf den Fersen. Auf dem zweiten Teil wurde Jlulia plötzlich langsamer und hatte nach fünf Runden 8:07 Minuten vorzuweisen. Erst auf den letzten 400 Metern forcierte die mehrfache Nordhessenmeisterin auf der Mittel- und Langstrecke noch einmal ihr Tempo und siegte nach 12:12,24 Minuten. Doris Lang kam nach 12:23,33 Minuten über die Ziellinie und weil Verena Spohr den dritten Platz belegte, bekam das Team aus Borken 13 Punkte. Weil Melsungen nur eine Läuferin in diesem Rennen stellte und Julia Klute acht Punkte für ihren Sieg erhielt, kamen die beiden Teams von Borken und Melsungen jeweils auf 45 Punkte. Vor den beiden letzten Wettbewerben war noch einmal Spannung angesagt, weil auch der TSV Geismar mit 40 Punkten nicht aus dem Rennen war.

ajw140707gajw140707hDie junge Jessica Jankowski aus Geismar führte mit 1,40 Meter das siebenköpfige Feld im Hochsprung an. Katharina Wagner hatte im Vorjahr diesen Wettbewerb mit 1,48 Meter gewonnen und wollte sich nicht so leicht geschlagen geben. Für eine Überraschung sorgte in diesem Wettbewerb Karolin Siebert, die am Wochenende bei den hessischen Jugendmeisterschaften über 400 Meter und 400m Hürden an den Start gehen wollte. Nachdem die 17-Jährige bis einschließlich 1,40 Meter alle Höhen im ersten Versuch gemeistert hatte, verletzte sie sich beim letzten Sprung über 1,44 Meter, so dass nur unter Schmerzen auftreten konnte. Jessica Jankowski übersprang im zweiten Versuch 1,44 Meter und sicherte damit dem TSV Geismar sieben wertvolle Punkte. Wieder einmal war auf Katharina Wagner Verlass, denn tadellos übersprang sie 1,48 Meter und war somit allein im Wettkampf. Um sich auf die abschließende Olympische Staffel vorzubereiten, verzichtete die Studentin für Kunstgeschichte auf weitere Sprünge, denn mehr als acht Punkte konnte sie nicht holen.

Nach sechs Wettbewerben lag Melsungen mit 59 Punkten vor Geismar (52) und Borken (39) klar in Führung, dennoch hätte ein Krimi-Autor die Dramaturgie am Ende dieses Cups nicht spannender gestalten können. Bei dieser abschließenden Olympische Staffel, in der man vier Teilstrecken über 800 – 200 – 200 und 400 Meter läuft, musste Melsungen nach der Verletzung von Karolin Siebert mit Petra Ebert und Johanna Wagner zwei Athletinnen einsetzen, die vor vielen Jahren diese Strecke das letzte Mal gelaufen waren. Sollte dem jungen MT-Team zum Schluss noch die Puste ausgehen? Bekam man überhaupt noch zwei Staffelformationen zusammen? Schnell wurden Namen in die Runde geworfen, aber wer sollte als Startläuferin fungieren und wer sollte als Schlussläuferin die Verantwortung übernehmen? Sowohl über 800 als auch über 400 Meter muss man sich das Rennen einteilen, damit man auf der Zielgeraden die eventuellen Schlussangriffe der Konkurrenz abwehren kann. Während man sich noch nicht einig war, ob eine zweite Staffel überhaupt laufen sollte, zeigte Celine Kühnert an diesem Nachmittag Größe. Spontan erklärte sie sich spontan bereit, statt der 200m-Meter die doppelt so lange Strecke als Schlussläuferin in Angriff zu nehmen.

ajw140707j ajw140707iJulia Klute lief für die erste Mannschaft der MT Melsungen in 2:38 Minuten an und zog in ihrem Schlepptau Marie Wagner auf 2:42 Minuten. Kugelstoßerin Lisa Arend rannte für die erste Staffelformation so, als ginge es um ihr Leben und lief ihren Teilabschnitt knapp über 30 Sekunden. Johanna Wagner, die vorher große Bedenken äußerte und sich dennoch bereit erklärt hatte, legte ebenfalls die halbe Stadionrunde gut zurück und wechselte auf ihre Schwester Katharina, die für die letzten 400 Meter in 62 Sekunden gestoppt wurde. Damit war die Entscheidung gefallen, denn Melsungen hatte als Sieger acht Punkte bekommen und war nicht mehr einzuholen. Auch die zweite Mannschaft hatte nach der guten Vorleistung von Marie Wagner nun die Chance auf den zweiten Platz und damit den dritten Doppelsieg an diesem Nachmittag einzufahren. Maja Erbe, die nach ihrer Fußverletzung zum ersten Mal wieder an einem Wettkampf teilnahm, lief ein gutes Rennen und reichte den Stab an Petra Ebert weiter. Die Mutter der 14-jährigen Franziska, die bei den Schülerinnen mit ihren Leistungen imponierte, erfüllte ihre Aufgabe ebenfalls ausgezeichnet und schickte Celine Kühnert auf die letzte Runde. Damit konnte das geplante „Finale furioso“ eingeläutet werden. Celine blieb unter 69 Sekunden und sicherte der zweiten MT-Staffel weitere sieben Punkte, die mit diesem Doppelerfolg den gelungenen Gesamtauftritt großartig abrundete. Bei der Siegerehrung durfte Johanna Wagner wie im Vorjahr erneut den Siegerpokal entgegennehmen. (ajw)

Endstand:
1.  MT 1861  Melsungen 74 Punkte
2.  TSV   Geismar 57 Punkte
3.  Tuspo  Borken 45 Punkte
4.  TSV Jahn  Gesungen 35 Punkte



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