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Tagesmütter für den Schwalm-Eder-Kreis gesucht

Schwalm-Eder. Wer sich vorstellen kann, fremde Kinder im eigenen Haushalt zu betreuen und zu fördern, kann sich beim Kreisjugendamt als Tagesmutter bewerben. Derzeit sind 130 Tagesmütter im Schwalm-Eder-Kreis tätig. Insbesondere im Raum Borken, Edermünde, Fritzlar, Gilserberg, Guxhagen, Körle, Schrecksbach und Schwarzenborn fehlen Tagesmütter. Tagesmütter kümmern sich vorrangig um Kinder unter drei Jahren, aber auch um ältere Kinder, ergänzend zu Kindergarten und schulischen Betreuungsangeboten, wenn die Öffnungszeiten nicht mit den Arbeitszeiten der Eltern übereinstimmen. „Auch wenn die Betreuungszeiten der Kitas ausgeweitet und flexibler gestaltet wurden, die gestiegene und zeitlich veränderte Nachfrage können sie nicht komplett abdecken“, sagt Erster Kreisbeigeordneter Winfried Becker. Die Arbeitswelt dränge Eltern immer stärker zu einer maßgeschneiderten Lösung. „Viele Menschen sind heutzutage im Schichtdienst tätig, müssen am Wochenende arbeiten und auch im Einzelhandel nehmen die Öffnungszeiten bis 22 Uhr bei uns im Kreis zu. Da reicht es auch nicht, wenn der Kindergarten bis 17 Uhr geöffnet hat.“

Tagesmütter müssen keine pädagogische Ausbildung haben. Voraussetzung ist aber mindestens ein Hauptschulabschluss und die Absolvierung eines Qualifizierungskurses, den der Kreis geeigneten Bewerbern kostenfrei anbietet. Diese Kurse werden von der vhs durchgeführt. Der nächste Kurs beginnt im September und es sind noch Plätze frei. Der von der vhs Schwalm-Eder angebotene Qualifizierungskurs basiert auf dem Curriculum des Deutschen Jugendinstitutes. Er umfasst 160 Unterrichtsstunden und schließt mit einem Zertifikat ab. Bereits nach Abschluss des 103 Stunden umfassenden Grundkurses können Tagesmütter eine Pflegeerlaubnis erhalten und damit Kinder betreuen. Die restlichen 57 Stunden zur Erlangung des Zertifikates können praxisbegleitend absolviert werden.

Zur persönlichen Eignung gehört, dass man Freude am Umgang mit Kindern hat, verantwortungsbewusst und zuverlässig ist und über Lebenserfahrung verfügt. Außerdem muss ausreichend Wohn- und Bewegungsraum für die Betreuung der Kinder vorhanden sein. „Bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe werden die Tagespflegepersonen vom Kreisjugendamt und vom Tageselternverein unterstützt und begleitet“, bekräftigt Becker.

Die Betreuung wird natürlich bezahlt: Tagesmütter erhalten vom Jugendamt mindestens vier Euro pro Kind und Stunde, wenn sie den Zertifikatskurs erfolgreich abgeschlossen haben. Wer nur den Grundkurs absolviert hat, bekommt mindestens drei Euro pro Kind und Stunde. Für Früh- und Spätbetreuung gibt es Zuschläge. Für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren werden außerdem attraktive Landeszuschüsse bewilligt.

Wer sich für diese schöne und dankbare Tätigkeit interessiert, kann sich bei der zuständigen Fachberaterin des Jugendamtes, Frau Glebe, Telefon (05681) 775-574, melden.

An jedem letzten Montag im Monat findet außerdem eine Informationsveranstaltung für Tagespflegeinteressenten in der Kreisverwaltung, Parkstraße 6, Homberg, Gebäude B, Raum 133, Beginn 10.30 Uhr, statt. Aus Planungsgründen wird hierzu um telefonische Anmeldungen gebeten. (red)



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