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14-jährige Franziska Ebert imponierte im Sprint

Foto: Alwin J. WagnerBad Salzuflen/Melsungen. Bei den lippischen Leichtathletik-Meisterschaften in Bad Salzuflen, die in einer familiären Atmosphäre durchgeführt wurden, spielte leider wieder einmal der Wettergott nicht mit. Ein starker Regen kurz vor Veranstaltungsbeginn sorgte dafür, dass die Motivation auf Bestleistungen sichtlich erschwert wurde. Man merkte aber auch, dass viele Sportler nach einer langen Saison müde sind. Dennoch sorgten Franziska Ebert, Michael Hiob und Henri Alter für respektable Leistungen. Aber auch Karolin Siebert schlug sich achtbar, denn die 18-Jährige trainiert nach ihrer glänzenden 100m-Zeit von Paderborn (13,14 Sekunden) nun mehr für für den Mittelstreckenlauf.

Eine Überraschung für die Melsunger Athleten war die Anwesenheit von Linda Stahl. Die Europameisterin im Speerwerfen von Barcelona (2010) und Bronzemedaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen 2012 in Londen, die eine Bestweite von 67,32 m vorwiesen kann, hatte zwei Tage vorher in Brüssel beim IAAF Diamond League-Finale geworfen. Die 1,75m große Athletin, die als Jugendliche für die LG Lippe startete, besuchte ihren Großvater in Bad Salzuflen und mischte sich unter die Zuschauer. Henri Alter und Michael Hiob nutzten diese Gelegenheit und unterhielten sich mit der Zehnten in der ewigen Weltbestenliste über ihre Erfolge, Trainingsmethoden und ihre Zukunft.

Foto: Alwin J. WagnerKurz vor dem 100m-Finale der männlichen Jugend drehte Petrus den Regenhahn zu. Dadurch stieg wieder die Stimmung bei den Melsunger Leichtathleten, aber die nasse Bahn schluckte zwei bis drei Zehntelsekunden, so dass man an Bestzeiten nicht mehr zu denken brauchte.

Noch im Vorjahr belegte Michael Hiob mit 12,04 Sekunden Rang vier in der Kreisbestenliste. In diesem Jahr steigerte sich der 18-Jährige in Paderborn auf glänzende 11,37 Sekunden und gehört damit zweifelsohne zu den Aufsteigern des Jahres in der nordhessischen Sprintszene. Bis letzten Freitag ließ eine Oberschenkelverletzung keine schnellen Belastungen zu. Dennoch überzeugte Hiob im 100m-Finale im direkten Vergleich mit Henri Alter. Während der Speerwurfspezialist schneller aus den Startblöcken kam undnach 50 Metern noch knapp in Führung lag, drehte der schnellste Jugendliche im Schwalm-Eder-Kreis auf der zweiten Hälfte den Spieß um. Nach einem tollen Finish passierte Michael Hiob nach 11,54 Sekunden als klarer Sieger die Ziellinie. „Kaum zu glauben, wie ich mich in diesem Jahr steigern konnte“, sagte er, nachdem er seine zweitschnellste Zeit in seiner noch kurzen Leichtathletik-Laufbahn abgeliefert hatte. „Über das Wetter mache mir keine Gedanken. Ich nehme es wie es kommt. Ich wäre heute gerne unter 11,30 Sekunden gelaufen, aber die Bahn war sehr nass,“ sagte der Sprintsieger von Bad Salzuflen und deutete damit an, dass wenige Wochen vor Saisonende das letzte Wort auf dieser Strecke noch nicht gesprochen ist. Henri Alter, der mit 11,92 Sekunden gestoppt wurde, verdrängte Manuel van der Vorle (Lage), der auf 12,31 Sekunden kam, auf Rang drei.

Im anschließenden 200m-Lauf wollte Michael Hiob die nordhessische Jahresbestzeit von Daniel Malychin (Tresya) von 23.43 Sekunden verbessern. Aber im Scheitelpunkt der Kurve brach die alte Verletzung wieder auf, so dass er schon 150 Meter vor dem Ziel das Tempo herausnehmen musste. Trotz dieses Mißgeschicks konnte er in 24,25 Sekunden vor van de Vorle (24,82) das Ziel erreichen.

Erwartungsgemäß fehlte Karolin Siebert die nötige Frische auf der Sprintstrecke, weil sie vor zwei Wochen ihr Training umgestellt hatte. Die hessische Vizemeisterin über 400m-Hürden der Frauen und der U20 sicherte sich nach einem schwachen Start mit 13.63 Sekunden hinter der souverän laufenden Sarah Budde von der LG Lage-Detmold den zweiten Platz. „Meine Beine sind zurzeit etwas müde, und das rächt sich natürlich im Sprint. Aber ich habe noch drei Wochen Zeit, um dieses Problem in den Griff zu bekommen, denn Anfang Oktober möchte ich die 800 Meter unter 2:30 Minuten laufen“, gab sie ihr nächstes Ziel bekannt.

Foto: Alwin J. WagnerDer Auftritt von Franziska Ebert war eine Demonstration der Stärke und Motivation für das bevorstehende Wintertraining. Die 14-Jährige, die bei den Kreismeisterschaften am 9. Mai in Melsungen die 100 Meter als U18-Meisterin in 13,65 Sekunden zurückgelegt hatte, verfehlte auf der regennassen Bahn bei den lippischen Meisterschaften ihre Bestzeit nur um einen Wimpernschlag. Die Schülerin aus Röhrenfurth belegte mit 13,67 Sekunden hinter Lokalmatadorin Lea Stölting (13,46 Sek.), die in diesem Jahr bereits 13,24 Sekunden gelaufen war, den zweiten Platz.

Noch vielversprechender präsentierte sich die jüngste Starterin im MT-Team auf der doppelt so langen Strecke, wo sie mit ihrem Kampfgeist Karolin Siebert einen unerwartet heißen Fight lieferte. Erst zwanzig Meter vor dem Ziel konnte sich die Hürdenspezialistin absetzen und mit 27,70 zu 27,97 diesen Lauf für sich entscheiden. Obwohl sie noch drei Jahre in der Altersklasse der U18 startberechtigt ist, belegt Franziska Ebert im Schwalm-Eder-Kreis mit dieser großartigen Zeit bereits hinter Sophia Hog aus Spangenberg den zweiten Platz, so dass dieser gute Auftritt für die kommende Hallensaison einiges erwarten lässt.

Nach seinem guten Wettkampf in Neukirchen hatte sich Henri Alter im Kugelstoßen eine Leistung über 13 Meter vorgenommen, aber „ich habe ich mir heute selbst im Weg gestanden“ übte er sich nach dem Wettkampf in Selbstkritik. Der Abstoß klappte nicht und somit fehlte auch zwangsläufig die Weite. Mit 12,52 Meter setzte er sich dennoch durch, weil auch Michael Hiob mit der Technik haderte. „Gerne hätte ich heute eine 13 vor dem Komma gehabt und Henri etwas geärgert. Aber beim Angleiten hat heute vieles nicht gestimmt!“ Das Potenzial für 13m-Weiten haben beide MT-Athleten allemal, denn die Kraftwerte stimmen schon seit Wochen.

Beim abschließenden Weitsprung kam Henri Alter mit seinem ersten Sprung auf 6,05 Meter. Bereits nach dem zweiten Sprung beendete den Wettkampf mit den Worten: „Meine Achillessehne schmerzt ein wenig und ich möchte es nicht übertreiben, denn schließlich will ich bei den letzten Wettkämpfen im Speerwerfen meinen Kreisrekord von 61,45 Meter ein wenig nach oben korrigieren. (ajw)



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