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Elektrisierende Festtage

12.000 Besucher kamen am Wochenende auf das Hephata-Stammgelände

hephata140915aSchwalmstadt-Treysa. „Die Lindner-Chöre aus Treysa“ – so nannte Patrick Lindner ehrfurchtsvoll die rund 1.500 Zuschauer, die am Sonntagnachmittag zum Abschlusskonzert der 22. Hephata-Festtage gekommen waren. Das Konzert mit dem Schirmherrn setzte den Schlusspunkt unter drei fröhliche und gut besuchte Festtage, geschätzte 12.000 Besucher kamen auf das Stammgelände der Hephata Diakonie in Schwalmstadt-Treysa.

Die Gäste aus nah und fern konnten sich über ein Programm freuen, das für jeden Geschmack etwas zu bieten hatte. Den Auftakt machte der Konzertabend mit den „Jukas“, „Station 17“ und „Glasperlenspiel“ am Freitagabend, der von der „Aktion Mensch“ unterstützt wurde. Die integrativen Bands „Jukas“ aus Schwalmstadt und „Station 17“ aus Hamburg hatten bereits ab 17 Uhr mehrere hundert Besucher auf das Festtagsgelände gelockt. In den beiden Gruppen musizieren Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen. Sie bereiteten gekonnt die Bühne für Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg, alias „Glasperlenspiel“. Mehr als 1.200 Besucher wollten sich das nicht entgehen lassen. „Jedes Konzert ist was besonderes, egal ob in einer großen Arena oder als kleine Clubshow“, hatte Daniel Grunenberg noch in der Pressekonferenz gesagt. Und so war es dann auch: Sechs Tage zuvor noch als Vorgruppe der Band Pur in der Schalker Arena, dann bei den Hephata-Festtagen in Schwalmstadt-Treysa –  zwei ganz verschiedene und besondere Konzerte. „Generell geht es darum, Musik zu machen, vor allem, wenn sie einen Benefiz-Charakter hat wie hier“, so Grunenberg. Gut anderthalb Stunden spielte das Duo dann unterstützt von Bassist, Gitarrist und Schlagzeuger Hits ihrer Alben „Beweg dich mit mir“, „Grenzenlos“ und „Grenzenlos in diesem Moment“. Dabei durfte natürlich auch das unverwechselbare elektronische Glockenspiel nicht fehlen, das der elektrisierenden Mischung aus elektronischer Pop- und Dance-Musik die besondere Note gab. Den Abschluss des Auftritts bildete die Autogrammstunde, bei der das Duo mit vielen Fans ins Gespräch kam.

hephata140915bDer Samstag begann dann nicht weniger schwungvoll, mit der Auftaktveranstaltung im Treysaer Gesundheitszentrum. Das Gesundheitszentrum, bei dem die Hephata Diakonie Bauträgerin war, feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Hephata-Direktor Pfarrer Maik Dietrich-Gibhardt: „Ein solches Zentrum bietet durch die sprichwörtlich kurzen Wege und durch die Möglichkeit der Vernetzung der unterschiedlichen Akteure ganz viel von dem, was für uns alle ausgesprochen wichtig und nötig ist: Unterstützung beim Gesundbleiben oder Gesundwerden!“ Schwalmstadts Bürgermeister Dr. Gerald Näser: „Wir sind froh, dass es den Standort gibt und dass wir so kompakt und zentral alle gesundheitlichen Leistungen in Anspruch nehmen können.“ Im Anschluss hielt Neurologe Dr. Bernd Schade, einer von drei Chefärzten der Hephata-Klinik, einen Vortrag über Warnzeichen und Risiken für einen Schlaganfall. Sein Kollege, Dr. Lüder Wohlenberg, Arzt und Kabarettist, näherte sich danach dem Thema Krankheit und Gesundheit von einer anderen Seite: „Gesund sein heißt, nicht richtig untersucht zu sein.“ Er bezeichnete seinen Körper als einen Arbeitsplatz, er sei nicht Kunde, sondern Anbieter, der Symptome anbiete, die ihm abgekauft werden müssten. Schließlich lebten vier Millionen Menschen in Deutschland von den Krankheiten anderer. Nach der Auftaktveranstaltung lockten die Festtagsmeile und rund 120 Marktständen sowie drei Themen-Bühnen mit Country- und Chormusik, Tanzmusik und Aufführungen. Der Aktionsplatz der Jugend, die Erlebniswelt der Hephata-Akademie für soziale Berufe und die mittelalterliche Actionmeile zogen vor allem die jungen Besucher in ihren Bann. Eine Neuheit war die kostenlose Bimmelbahn, die zwischen Gesundheitszentrum und Festtagsmeile pendelte und vor allem von Familien genutzt wurde.

hephata140915cViele Familien kamen auch zum kreativen Gottesdienst im Festzelt, der den Sonntag eröffnete. Pfarrer Maik Dietrich-Gibhardt, Hephata-Pfarrerin Annette Hestermann, Pfarrerin Kerstin Hering, Oberin des Kurhessischen Diakonissenhauses, und Pfarrer Lutz Käsemann, Gebärdendolmetscher, gestalteten gemeinsam einen Gottesdienst zum Thema Wasser. Unterstützt wurden sie dabei vom Hephata-Posaunenchor und Projektchor unter der Leitung von Kantorin Dorothea Grebe. Die Angebote der Festtagsmeile am Sonntag wurden durch Helikopterflüge erweitert, die regen Anklang fanden. Der Nachmittag stand ganz klar im Zeichen von Schlagersänger Patrick Lindner, der auch die Schirmherrschaft der Festtage in diesem Jahr übernommen hatte: „Ich finde, es gehört zur Aufgabe einer Person der Öffentlichkeit, auf solche Einrichtungen wie Hephata aufmerksam zu machen und sie zu unterstützen“, sagte der 53-Jährige. Lindner feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bühnenbestehen. Im vergangenen Jahr gründete er die Patrick Lindner-Stiftung, die sich für homosexuelle Jugendliche und junge Menschen engagiert. „Es hat jeder eine kleine Teil-Aufgabe, für andere Menschen da zu sein“, so Lindner. Für seine Fans war er beim anschließenden Konzert mit Autogrammstunde voll und ganz da. Bereits beim ersten Lied hatte er das Festzelt mit 1.500 Besuchern ganz auf seiner Seite. Neben aktuellen Liedern wie „Dann kamst Du“, „Schenk mir Deinen Talismann“ oder „Mit Dir ist jede Stunde ein Geschenk“, gab er auch ältere Stücke wie „Die kloane Tür zum Paradies“ und „Anna-Lena“ zum Besten. Auf seinem Abstecher durch das Zelt riss der Schlagersänger dann auch die letzten Zuschauer von den Bänken: Schunkeln, Klatschen und lautstarke Textsicherheit waren selbstverständlich. Nach zahlreichen Zugaben verabschiedete sich Lindner dann begeistert: „Das sind ja die Lindner-Chöre aus Treysa, Wahnsinn. Für mich war es eine riesengroße Freude hier zu sein.“ (me)



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