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Fahrradtrial: Deutschland wird Mannschaftsweltmeister

Moritz Mettenheimer im Finale, Top Ten für Lukas Hoppe

lukas-hoppe140919Lillehammer/Melsungen. Am ersten Septemberwochenende kämpften der Melsunger Lukas Hoppe und der Schottener Moritz Mettenheimer, beide vom ASC Melsungen, um eine gute Platzierung bei der Weltmeisterschaft in Lillehammer (Norwegen). Hoppe kam gut ins 20 Zoll Halbfinale und fuhr einen fast fehlerfreien Wettbewerb. Am Ende verpasste er mit nur drei Fehlerpunkten zu viel das ersehnte Finale der besten Acht. Er fuhr in der ersten Runde sieben Strafpunkte ein. In der zweiten Runde lief es mit drei Fehlerpunkten schon super und in der letzten Runde war es mit zwei Fehlerpunkten perfekt. Die ersten zwölf Starter lagen punktemäßig sehr eng zusammen, da war bis zum Schluss noch alles offen und das Finale realistisch. Nach kurzer Enttäuschung, und mit dem Wissen einen guten Wettkampf gefahren zu sein, konnte er sich mit seinem Platz abfinden. Hoppe wurde 10. von 22 Startern in der Junioren 20 Zoll Klasse.  Er gehört damit zu den Top Ten der Welt. Das Wettkampfgelände lag am Seeufer direkt in Lillehammer auf der grünen Wiese, mit künstlich aufgebauten Hindernissen mit norwegischen Motto. Bei bestem Wetter, 20 Grad und Sonnenschein, war der Parcours für Trialer und Zuschauer ein voller Erfolg.

Sensationelle Sprünge über Riesenfelsen, Baumstämme in 1,50 Meter Höhe und bis zu 4 Meter hohe Betonrohre. Artistischer Hochleistungssport wurde den Norwegischen Zuschauern mit live Moderation und live Fernsehaufnahmen geboten und in die Wohnzimmer übertragen. Die Wassersektion, in der in mehreren Wasserbecken Norwegische Holzhütten zu überwinden waren, war mit der Streichholzsektion ein echter Hingucker. In der Sreichholzsektion( Balken in 10 x 10 cm Durchmesser mit roten Köpfen) ging es um die hohe Kunst der Balance und Präzision. Extrem hohe und weite Sprünge genau auf den Punkt, sowie Balancieren vorwärts und rückwärts , auf einem oder zwei Rädern, all das gab es im Finale zu sehen.

Der Schottener Mettenheimer vom ASC Melsungen fuhr am nächsten Tag seinen Halbfinal- Wettkampf  der 26 Zoll Räder in der Junioren Klasse. Hoppe startete in diesem Wettbewerb ebenso, jedoch ohne sich groß Chancen auszumalen, da er auf diesem Fahrrad kein Training macht. Hier landere er Platz 13.  Mettenheimer kam in seiner Disziplin hervorragend zurecht und da der Parcours sehr schwer gesteckt war, konnte der ein oder andere 5er auch weggesteckt werden, da alle diese Fehler machten.

Es gelangen ihm sensationelle Sprünge an Höhe und Weite und präzise ausgeführte Techniken. Er beendete das Halbfinale mit einem guten fünften Platz. Das Finale der besten Acht,welches an Schwierigkeit nochmal angehoben wurde, fand zwei Tage später statt. Hier lief es zu Beginn noch gut. Doch schon in der zweiten Sektion fielen die dort nur in Klammern gesteckten Pfeile ab, was fünf Strafpunkte gibt. In der darauffolgenden Sektion platzte dann der Reifen und musste repariert werden. Die fünf 5 Strafpunkte dafür und der Zeitaufwand der Reparatur im Finalstress brachte ihn dann völlig aus seiner Konzentration. So wurde er am Ende letzter im Finale, aber immerhin Achter der Welt. Da Mettenheimer in der Mannschaft für Deutschland gesetzt war, gab es für ihn bei der Mannschaftssiegerehrung Grund zur Freude, denn dort holte Deutschland zum ersten mal Gold. Goldmedaille und WM Trikot darf er nun sein Eigen nennen.
Bei der Mannschaftsnennung hat Deutschland seine heißen Eisen gut gesetzt und wurde nicht enttäuscht. Dort werden die Halbfinale Ergebnisse und den Damen ihr Finale (fahren kein Halbfinale), gewertet.

moritz.mettenheimer140919Deutschland wurde zum ersten Mal Weltmeister und holte sich Gold vor Frankreich und Spanien. Das war eine Sensation, da die Trialförderung in diesen Ländern mit Deutschland nicht zu vergleichen ist. Da stecken wir noch in den Kinderschuhen. In der Mannschaft waren Domenic Oswald 20 Zoll Junioren, Raphael Pils 20 Zoll Elite, Nina Reichelbach Damen, Moritz Mettenheimer  26 Zoll Junioren und Hannes Hermann 26 Zoll Elite.

Im Finale der 20 Zoll Elite Fahrer wurde Deutschland Weltmeister durch Domenic Oswald aus Münstertal, der einen fast fehlerlosen Wettkampf bestritt und seinen Konkurrenten aus Spanien auf Platz 2 verwies. Beim 26 Zoll Finale holte er sich sogar noch die Bronze Medaille Punktgleich mit dem vierten, aber Oswald mit einem 0er mehr.

Vierter wurde beim 20 Zoll Finale  Deutschland mit Sebastian Krell aus Neuburg Donau und 6ter wurde Andreas Depil aus Schatthausen. Beide Im Halbfinale besser mit Platz 3 und 4.

Im Finale der Elite 20 Zoll Fahrer wurde Raphael Pils aus Schatthausen dritter und holte sich in einem spannenden Endspurt die Bronze Medaille. Bei den Damen startete nur eine Deutsche Nina Reichelbach aus Münstertal und wurde auf Anhieb bei ihrer ersten WM zweite und holte sich Silber. (red)



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