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Bewährte Verbindung bekräftigen und erneuern

Die 2. Kompanie des Jägerregimentes 1 und die Stadt Neukirchen verbindet seit 40 Jahren eine wohl gehegte und gepflegte Patenschaft

Im Anschluss an die Redebeiträge tauschten Hauptmann Lennard Schmidt und Klemens Bürgermeister Olbrich (v.l.) die Patenschaftsurkunden aus. Foto: nhNeukirchen. Geprägt war der Festakt am Samstagabend vom Vortrag des ehemaligen Kompaniechefs der „Zweiten“ und heutigem Abteilungsleiter Operation Division im NATO-Hauptquartier in Brüssel, Generalmajor Josef Blotz. Er war von 1981 bis 1987 im Knüll stationiert: „Das war in meiner bisherigen Dienstzeit die längste Zeit an einem Ort“. Mit Tränen in den Augen sei er damals gegangen, bis heute bestünden Kontakte und Freundschaften. In Neukirchen habe er nicht nur geheiratet, er habe im Knüll auch beruflich eine zufriedene und erfüllende Zeit erlebt. So war er zunächst Zugführer und anschließend Kompaniechef der heutigen 2. Kompanie. Als Hauptredner stelle er heraus, dass das Kasernenleben im Vergleich zu heute ein anderes gewesen sei. „Die Hintergrundmelodie ist eine andere“ führte Blotz aus und meinte damit: den kalten Krieg und die Aufgaben der Bundeswehr an der damaligen innerdeutschen Grenze.

Soldatisch habe er in der Kaserne eine Art „Formel-1-Startaufstellung“ mitbekommen.  „Dienstfreude, Motivation, aber auch das Aufgefangen sein im zivilen Umfeld“. Schwarzenborn bezeichnete der Generalmajor Blotz als seine „militärische Wiege“. Aktuell, so hob der Generalmajor hervor, ist er in Brüssel als Operationschef der NATO tätig und unter anderem zuständig für Einsätze am Hindukusch, im Kosovo, Ausbildung und Luftverteidigung. Intensiv beschäftigt ist Blotz zurzeit mit der Rußland-Ukraine-Krise: „Ich glaube, dass wir jetzt eine Zeit erleben, die eine sicherheitspolitische Zeitenwende bedeutet“. Die Krise erfordere eine Neujustierung des Bündnisses. „Die NATO ist nicht nur eine militärisches Bündnis, sondern auch ein politisches“. Die Bundeswehr sei daran maßgeblich beteiligt. Dass Selbstverständnis habe sich nicht verändert. Jedoch sei die Armee beziehungsweise die innere Führung geprägt durch die Erfahrungen der Vergangenheit: „Die Armee sieht sich nicht mehr als Staat im Staat, sondern als Teil einer freien demokratischen Gesellschaft“. Die Bundeswehr sei internationaler geworden, führte der Generalmajor aus. „Wir sind ein Globel Player in Sachen Sicherheitspolitik geworden“. Das UN-Mandat verstehe er als Auftrag für Frieden und Freiheit: „und daran sind auch Soldaten aus Schwarzenborn beteiligt“.

1974 wurde die erste Patenschaft zwischen einer Einheit des Bundeswehrstandortes Schwarzenborn und einer Kommune geschlossen. Federführend waren seinerzeit Bürgermeister Walper und Hauptmann Wermke, Kompaniechef der Ausbildungskompanie 1/5, einen Vorläufer der 2. Kompanie.

„Wir wollen die seit 40 Jahren bewährte Verbindung bekräftigen und erneuern“, erklärte der Kompaniechef der 2. Kompanie, Hauptmann Lennard Schmidt. Auch Bürgermeister Klemens Olbrich hob hervor, dass, wie in der Vergangenheit auch, die Patenschaft im Geiste des Mit- und Füreinander fortgeführt werden solle. Vielfältige Formen der Zusammenarbeit prägten das Miteinander im Jahreskreis, so unter anderem die Teilnahme am Pfingstfest, die Mitgestaltung des Seniorennachmittags, Kontakte zu Behinderteneinrichtungen, Mitarbeit im Kindergarten, Gästeschießen, Förderung der Vereine. Bürgermeister Olbrich wörtlich: „ …hier wird Partnerschaft gelebt. Die Bundeswehr ist ein Teil von uns. Dies gibt uns Zuversicht und Kraft, so dass wir uns alle den künftigen Herausforderungen stellen werden.“ Im Anschluss an die Redebeiträge tauschten Hauptmann Schmidt und Bürgermeister Olbrich die Patenschaftsurkunden aus die folgenden Wortlaut haben:

„In der gemeinsamen Überzeugung, als gleichberechtigte Partner,
getragen von gegenseitigem Respekt, Verständnis, Vertrauen,
freundschaftlichem Miteinander und 40 Jahre enger Zivil-/Militärischer
Zusammenarbeit bekräftigen und erneuern wir, die Stadt Neukirchen
und die 2. Kompanie des Jägerregiment 1, unsere bestehende Patenschaft.
1974 – 2014“

Lobende Worte zum 40-jährigen Jubiläum fanden außerdem Oberst Helmut Remus, der ehemalige Hauptmann Wermke, der seinerzeit die Patenschaft mitbegründete sowie die Witwe des ersten Stabsfeldwebels, Helmi Haas. Ihre ehrenvolle Aufgabe bestand darin, den Siegerpokal des Gästeschießens im August 2014 zu überreichen.

Am nächsten Tag hat das Jubiläum seine Fortsetzung gefunden in der Fahrzeug- und Geräteschau eingebettet in das Marktbrunnenfest. Wie der Kompaniechef, Lennard Schmid, hierzu erläuterte, waren unter anderem die gepanzerten Radfahrzeuge „Dingo“ und „Boxer“ zu sehen. Das Mitfahren war eine absolute Attraktion. Im Karrieretruck konnten sich die Gäste über die Bundeswehr als Arbeitgeber informieren. Außerdem zeigten Soldaten der 2. Kompanie in einer „Modenschau“ Anzüge und Ausrüstung für die verschiedenen dienstlichen Situationen. (red)



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