Startseite


Ihre Werbung hier!

Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

BI Chattengau: Keine Erweiterung der Geflügelschlachtfabrik!

Gudensberg. Offiziell heißt es „Modernisierung der Geflügelschlachtfabrik“ und darunter fällt unter anderem eine Modernisierung der Abluftanlage. Tatsächlich geht es aber um eine Erweiterung der Schlachtkapazität, erklärt die Bürgerinitiative Chattengau. Dabei sei im Frühjahr öffentlich die Rede von einer Verdoppelung von 125 auf 250 Tonnen gewesen. Nun sollen Vertreter des niederländischen Plukon Konzerns ihre Pläne auf einer öffentlichen Versammlung im Gudensberger Bürgerhaus (Dienstag, 7. Oktober 2014, 19.30 Uhr) vorstellen. Kritische Stimmen, so die BI, seien somit auf dem Podium nicht zu erwarten.

Die Bürgerinitiative Chattengau gegen Massentierhaltung erinnert daran: Im Gudensberger Geflügelschlachthof werden täglich bis zu 80.000 Tiere geschlachtet. Dies reicht offensichtlich noch nicht aus, denn eine Erweiterung des Betriebes wurde beantragt und genehmigt. Die Bürgerinitiative befürchtet unter anderem, dass dadurch weitere Intensivmastanlagen im Chattengau entstehen werden. Die Vielzahl an Ackerflächen biete ideale Rahmenbedingungen für Investoren, denn bevorzugt werden solche Anlagen fernab der befahrenen Straßen gebaut frei nach dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“, heißt es in der Begründung. Schon jetzt habe die Region eine traurige Führungsrolle in Sachen Massentierhaltung in Hessen übernommen.

Die BI betont, dass die negativen Auswirkungen der sogenannten Intensivhaltung hinlänglich bekannt seien durch die Medien: Durch Gülle überbelastete Böden, Verunreinigung des Grundwassers, Geruchsbelästigung, Schadstoffe in der Luft, Vogelgrippe, Schweinegrippe, MRSA und einiges mehr. Fakt sei auch, dass 85 Prozent der in Deutschland verkauften Antibiotika von der Viehwirtschaft verbraucht würden, nur 15 Prozent in der Humanmedizin eingesetzt würden. (Ärzte-Zeitung vom 17.01.2014). Fragwürdig sei das angeblich notwendige Wachstum der industriellen Tierproduktion auch angesichts der Tatsache, dass in Deutschland eine Überproduktion herrsche.

Mehr als 500 Teilnehmer hatten bereits Anfang 2014 bei einer von der BI veranstalteten Demonstration in Gudensberg ihre Ablehnung gegen die Erweiterungsplanung der Geflügelschlachtfabrik und weiterer Ställe der Massentierhaltung zum Ausdruck gebracht. Eines der Leitmotive war die qualvolle Haltung der Tiere, bevor sie am Fließband getötet werden.

Die Bürgerinitiative ruft alle Kritiker der Massentierhaltung zur Teilnahme an der Veranstaltung auf und kritische Fragen zu stellen. Informationen über die BI gibt es auf www.BI-Chattengau.de. Aktuelles auch auf www.facebook.com/bi.chattengau. (red)



Tags: , ,


Ähnliche Beiträge

Bisher keine Kommentare


Einen Kommentar schreiben

© 2006-2019 SEK-News • Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/Appelt MediendesignBeiträge (RSS) und Kommentare (RSS)ImpressumDatenschutzAGB