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DGB: Höhe des Einkommens darf nicht vom Geschlecht abhängen

Fritzlar/Borken. Immer noch verdienen Frauen in Deutschland durchschnittlich 22 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Damit sich in den Unternehmen für die Frauen etwas verbessert, engagierten sich Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen am diesjährigen „Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit“. An den öffentlichen Aktionen in Fritzlar und Borken nahmen Mitglieder des DGB-Kreisvorstands und Betriebsratsmitglieder von Antriebstechnik KATT aus Homberg teil. Die stellvertretende DGB-Kreisvorsitzende Bärbel McEnaney sieht vielfältige Gründe für die seit Jahren gleich bleibende Entgeltlücke: „Frauen arbeiten viel häufiger in Teilzeit, in Mini-Jobs und in Befristungen. Die Stundenlöhne sind hier fast immer niedriger als für die regulär Beschäftigten, und die Aufstiegschancen sind viel geringer. Das alles zieht die Löhne der Frauen nach unten.“ Im Anschluss an ein langes Arbeitsleben drohe dann Altersarmut.

Kreisvorstandsmitglied Christine Brodde (IG Metall): „Von Frauen dominierte Berufe wie beispielsweise Erzieherinnen werden traditionell schlechter bezahlt als typische Männerberufe. Darin drückt sich auch die gesellschaftliche Anerkennung aus. Auch in den einzelnen Betrieben sind Frauen immer wieder schlechter eingruppiert als Männer mit denselben Tätigkeiten. Oder sie haben schlechtere Möglichkeiten zur Weiterentwicklung.“

Ab dem kommenden Jahr erhofft sich der DGB, dass sich die durchschnittliche Entgeltlücke ein wenig schließen wird. Mit Einführung des gesetzlichen Mindestlohns sollten die extremen Niedriglöhne, zu denen vor allem Frauen arbeiten müssen, der Vergangenheit angehören. Bärbel McEnaney fordert: „Diesen Weg zur Angleichung der Löhne muss die Bundesregierung fortsetzen. Als nächstes brauchen wir ein Entgeltgleichheitsgesetz, mit dem die Betriebe verpflichtet werden, ihre tatsächliche Entgeltstruktur transparent zu machen.“ Dadurch könnten Betriebsräte aktiv werden und für Frauen dieselben Chancen einfordern, die bislang Männern vorbehalten seien. (red)



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