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MT im 13. Spiel ohne Glück – Niederlage in Magdeburg

felix-danner141110Magdeburg/Melsungen. Kein Glück im 13. Saisonspiel in der DKB Handball-Bundesliga für die MT Melsungen: Die Nordhessen verloren nach einem 12:14-Halbzeitrückstand mit 33:37 beim SC Magdeburg. Beste MT-Schützen waren Michael Allendorf (9) und Marino Maric (6), während für Magdeburg Andreas Rojewski (8) am häufigsten traf. In dieser engagiert, aber keineswegs überhart geführten Partie gab es auf beiden Seiten zwei Rote Karten wegen groben Foulspiels. Zunächst wurde in der 11. Minute Magdeburgs Kreisläufer Jacob Bagersted und dann in der 37. dessen Melsunger Pendant, Felix Danner, disqualifiziert.

Das Erfolgserlebnis aus dem letzten Heimspiel gegen Friesenheim als Sprungbrett für eine gute Leistung in Magdeburg nutzen – so ungefähr lautete das Ziel der MT für den Auftritt beim Tabellennachbarn. Dabei mussten die Nordhessen ohne den gesperrten Philipp Müller antreten. Die Startphase verlief äußerst zäh, nach sieben gespielten Minuten waren gerade mal vier Treffer, zwei auf jeder Seite, gefallen. Dabei hatten Sellin und Allendorf nach dem 1:0 von Magdeburgs Neuzugang am Kreis, Bagersted, gute Torgelegenheiten ausgelassen.

Danner ließ dann in der 5. Minute den Knoten platzen, erzielte den 1:1-Ausgleich. Dass aber auch Magdeburg noch nicht gänzlich wach war, zeigte sich an der vergebenen Siebenmeterchance vom ansonsten als sicher geltenden Weber. Er scheiterte an Appelgren. Auf der anderen Seite machte es Allendorf besser, markierte von der Strafwurflinie die 1:2-Führung (7. Min.).

Schock dann auf Magdeburger Seite nach gespielten 10:20 Minuten: Der bis dahin unbescholtene Jacob Bagersted griff dem bereits durchgebrochenen Nenad Vuckovic in den Wurfarm und die Schiedsrichter zückten nach kurzer Beratung folgerichtig den roten Karton. Besonders ärgerlich aus Sicht der Hausherren, da kurz zuvor Matthias Musche Momir Rnic’s Ausgleich zum 3:3 auf ein 4:3 korrigiert hatte. So aber zog die MT dank Allendorf per Siebenmeter, der mit dem Foul an Vuckovic einherging, wieder gleich. Und setzte sogar zum 4:5 (13.) nach, abermals per verwandeltem Allendorf-Strafwurf nach einem Foul von Musche an Sellin.

Dass sich die MT in der Folge nicht weiter absetzen konnte, lag an der Zunahme der technischen Fehler. Dadurch eröffneten sich wiederum Chancen für den SCM. Es blieb bis zur 23. Minute bei einem äußerst knappen Spielverlauf, mit jeweils maximal einem Tor Vorsprung für die beiden Kontrahenten. Beim Stand von 10:9 nahm Michael Roth ein Timeout. Nach Wiederanpfiff fielen binnen zwei Minuten soviel Tore, wie in den ersten sieben Minuten des Spiels. Leider – aus Sicht der Gäste – mehr für Magdeburg. Espen Lie Hansen schaffte schnell das 11:9, das Michael Müller zwar mit dem 11:10 beantwortete, aber dann schlug erneut der Neuzugang aus Dunkerque zu, 12:10. Und Musche legte nach vertändeltem Melsunger Angriff noch einen Gegenstoßtreffer zum 13:10 nach.

So richtig sicher machte dies die Magdeburger offenbar aber auch nicht. Denn Lie Hansen ließ sich von Rnic den Ball abluchsen, der schickte Allendorf steil, 13:11. Und in der nächsten Szene zeigte wieder der Norweger Nerven und scheiterte mit einem Wurf an Appelgren. Um es danach bei einem Tempogegenstoß besser zu machen, 14:11. In den letzten zwei Minuten der ersten Halbzeit durfte sich die MT dann noch über den listigen Wurf von Fahlgren freuen, mit dem er den für Green ins Tor gekommenen Quenstedt überraschte. Beim 14:12 ging es in die Pause.

Das bis dahin hüben wie drüben von technischen Missgeschicken im Angriff oder auch Unachtsamkeiten in der Abwehr gespickte Spiel gewann auch im zweiten Durchgang nur wenig mehr an Qualität. Weil die MT noch einen Tick unglücklicher agierte als der SCM, lief sie in der Folge stets einem Zwei- bzw. Drei-Tore-Rückstand hinterher. Dass Felix Danner nach gut 36 gespielten Minuten per Roter Karte aus dem Spiel geschickt wurde, passte an diesem Tage ins Bild.

Wenig später hatte sich Magdeburg dank der Überzahl auf 21:17 (38.) nach vorne gearbeitet und es deutete sich an, dass die Hausherren nun das Zepter in die Hand nehmen würden. Doch die MT zeigte Gegenwehr. Allendorf versenkte von Linksaußen nach gutem Anspiel von Fahlgren zum 21:18. Magdeburgs Bezjak leistete sich im Folgeangriff ein Stürmerfoul und Michael Müller nutzte die Gelegenheit zum 21:19 (39.).

Es versprach  wieder Spannung aufzukommen. Denn nun ereilte den SCM auch noch eine Zeitstrafe (Rojewski) und bescherte der MT eine einfache Überzahl. Die sie aber nicht nutzte. Nur eine Minute später dann der nächste Schlag ins Magdeburger Kontor in Form der nächsten Zeitstrafe, diesmal Bezjak. Jetzt also doppelte Überzahl für die MT! Statt die aber über die Flügel auszuspielen, probierte es Fahlgren durch die Mitte und fand prompt in Quenstedt seinen Meister. Als wenn dies nicht schon Strafe genug gewesen wäre, fing sich die MT in dieser Phase auch noch einen Gegentreffer zum 22:19 (40.) ein.

War diese Phase für den weiteren Spielverlauf entscheidend?  Zunächst hatte es den Anschein, dass dem nicht so sei. Denn obwohl nach einer Zeitstrafe gegen Müller dezimiert, schaffte die MT dank Vuckovic das 22:20. Und auch nach dem 23:21 durch Hildebrand war das Roth-Team aussichtsreich im Rennen. Erst recht, als Michael Müller 10 Minuten vor Spielende einen Rückraumknaller zum 27:26 in die Maschen drosch. Auch schien der inzwischen für Appelgren zwichen die Pfosten gekommene Sandström der Hintermannschaft etwas mehr Sicherheit zu geben.

Aber aus heiterm Himmel schlich sich wieder der Fehlerteufel in die MT-Formation ein. Eine Schwächelei in der Abwehr, ein Ballverlust vorne und schon war der SCM wieder mit drei Toren in der Vorhand (29:26, 52.). Es war einfach wie verhext an diesem Abend. Immer wenn die MT den Abstand verkürzen konnte, schlug im Gegenzug Magdeburg zu. Spätestens beim 34:30, als  noch knapp vier Minuten zu spielen waren, war klar, wie in Kürze der Sieger heißen würde. Der Abstand blieb dann auch tatsächlich bis zum Schluss bestehen und lautete beim Abpfiff 37:33. (Bernd Kaiser)

Michael Roth: Das war schon sehr schade heute, denn das Spiel lief lange Zeit auf Augenhöhe. Die Mannschaft hatte den Willen, sie hatte sich viel vorgenommen und auch die ganze Zeit über gut gekämpft. Aber es sind einfach zu viele Fehler passiert, teilweise auch individuelle, die es verhindert haben, dass wir mal in Führung gehen konnten. Und wenn man in Magdeburg erstmal hinterher läuft, ist es dort sehr schwer, wieder heran zu kommen. Aufgrund des Fehlens von Philipp Müller hatten wir den Abwehrmittelblock mit Nenad Vuckovic und Felix Danner besetzt, was auch recht gut funktioniert hat. Leider ist dieser Block nach der Roten Karte gegen Felix relativ früh in der zweiten Hälfte auseinander gerissen worden. Das konnten wir nicht kompensieren, zumal auch dahinter die Torhüterleistung nicht wie gewohnt war. Die 37 kassierten Tore waren definitiv zu viel. In der Kabine herrschte nach dem Spiel eine bedrückte Stimmung, kaum einer war trotz großem Einsatz, mit sich und seiner Leistung zufrieden. Wenn es nicht läuft, darf man auch nicht auf das Quäntchen Glück hoffen. Denn auch das muss man sich bekanntlich erarbeiten. Vielleicht ist es in dieser Phase gerade gut, dass wir mit den Rhein-Neckar Löwen als nächstes ein Spiel haben, bei dem wir klarer Außenseiter sind.

Statistik

SC Magdeburg: Green, Quenstedt – Rojewski (8/4), Musche (3), van Olphen (5), Natek (2), Bagersted (1), Grafenhorst (4), Haaß (2), Bezjak (2), T. Gebala, (Weber (5), Jurecki (2), Lie Hansen (3).

MT Melsungen: Appelgren, Sandström – Maric (6), Sellin, Fahlgren (5), Schröder, Hildebrand (3), Danner (2), Boomhouwer, Rnic (1), Allendorf (9/4), Vuckovic (4), M. Müller (3).

Schiedsrichter: Sebastian Grobe / Adrian Kinzel (Braunschweig / Bochum)

Zeitstrafen: 4 – 4 (2x Rojewski, Haaß, Bezjak – Schröder, Rnic, Allendorf, M. Müller)

Disqualifikationen: Jacob Bagersted (10:20 Min.) – Felix Danner (36:04 Min.)

Strafwürfe: 4/6 – 4/4 (Appelgren hält jeweils gegen Weber, 04:46 Min. und 17:52 Min.).

Zuschauer: 5.578, GETEC-Arena Magdeburg

Spielfilm: 1:0 (2.), 1:1 (5.), 1:2 (6.), 3:2 (8.), 4:3 (10.), 4:4 (11.), 5:5 (13.), 6:6 (14.), 6:7 (15.), 8:7 (17.), 8:8 (18.), 9:9 (20.), 10:9 (21.), 11:10 (24.), 13:10 (26.), 14:11 (28.), 14:12 (HZ), 15:12 (31.), 16:13 (32.), 17:14 (34.), 18:15 (35.), 19:16 (36.), 20:17 (37.), 21:18 (38.), 21:19 (39.), 22:20 (41.), 23:21 (42.), 25:21 (43.), 25:23 (45.), 26:24 (46.), 27:25 (48.), 27:26 (50.), 29:26 (51.), 30:27 (52.), 31:27 (53.), 32:28 (54.), 33:29 (55.), 34:30 (56.), 35:31 (57.), 36:31 (58.), 37:32 (59.), 37:33 (EN)



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