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Hamburg-Bezwinger: MT tritt gegen Minden an

Foto: HartungKassel/Melsungen. Er ist förmlich zu greifen, der Aufwärtstrend des MT-Teams. Was sich schon seit drei, vier Spielen andeutete, zunächst aber kaum Zählbares erbrachte, hat sich auswärts beim HC Erlangen endlich eingestellt: Ein Sieg beim bis dato in seiner Heimstätte noch ungeschlagenen Aufsteiger war der Lohn für Beharrlichkeit und Trainingsfleiss. Und als ob das MT-Team beweisen wollte, dass dieser Erfolg keine Eintagsfliege war, setze es ausgerechnet im Europapokal-Heimspiel am Samstag noch richtig einen drauf. Nun soll der Positivtrend mit einem weiteren doppelten Punktgewinn gegen GWD Minden zu einer kleinen Serie ausgebaut werden. Anwurf in der Kasseler Rothenbach-Halle ist am Mittwoch um 20.15 Uhr. Tickets gibt es noch im Vorverkauf und am Spieltag an der ab 18.45 Uhr geöffneten Tageskasse.

Mit sieben Toren Unterschied wurde der ansonsten gewiss nicht schwache slowakische Abonnementmeister Tatran Prešov am Samstag im EHF-Cup-Hinspiel der dritten Runde regelrecht abgefertigt. Die zweieinhalbtausend Fans, die diesem Spiel beiwohnten, kamen voll auf ihre Kosten, hatten besonders in der ersten Halbzeit und in der Schlussviertelstunde ihre helle Freude an der spritzig aufspielenden rotweissen Formation. Gut, man darf nicht verschweigen, dass sich die MT mit Beginn der zweiten Halbzeit die beinahe schon obligatorische Kunstpause “gönnte” und damit dem Gast die Möglichkeit, bis auf zwei Tore heran zu kommen, auf dem Silbertablett servierte. Aber die in der entscheidenden Phase noch mal Vollgas gebende MT machte ihre unnötige Schwächelei schnell wieder vergessen.

Kann die MT also aus diesen beiden Erfolgen heraus gar eine kleine Serie starten und am Mittwoch gegen GWD Minden den dritten Sieg hintereinander feiern? Man möchte aus Sicht der Nordhessen nur allzugerne annehmen, dass sich dieses Ansinnen verwirklichen lässt. Beim Blick auf die bisherige Auswärtsbilanz der Ostwestfalen sowieso. Denn die haben lediglich aus dem Derby beim TuS N-Lübbecke am zweiten Spieltag Auswärtspunkte mitgebracht. In allen anderen 6 Fällen traten sie jeweils enttäuscht die Heimreise an. Abstiegsgefahr war die Folge.

Und dann hauen die Perkovac-Schützlinge nach vier verlorenen Spielen plötzlich ein Ding gegen den HSV raus: 36:30-Heimsieg am Mittwoch gegen den als Tabellensechsten angereisten Gast aus dem Norden! Dieses Signal war eindeutig: “Wir sind immer für eine Überraschung gut, besonders dann, wenn uns keiner etwas zutraut!”

Mit verantwortlich für diesen Coup war zweifelsohne der kurzfristig verpflichtete und erstmalig spielberechtigte Magnus Jernemyr. Mit 116 Länderspielen für die Tre Kronas gehört er zur Fraktion der international Erfahrenen. Mehr als die Hälfte seines Lebens, nämlich 20 Jahre, spielte er höchstklassig Handball. Zunächst bei Redbergslids IK Göteborg, ab 2005 dann in Spaniens Liga ASOBAL (BM Torrevieja) sowie nach einer kurzen Zwischenstation in Dänemark schließlich beim FC Barcelona.

Wenn es also überhaupt einer zusätzlichen Warnung ob der Unberechenbarkeit der Grünweißen bedurft hätte – GWD Minden hat sie eindrucksvoll geliefert. Derzeit rangieren die Dankersener auf Platz 15, die MT aber auch nur um vier Punkte reicher auf Platz 12.

Die Kunst für Vuckovic, Allendorf & Co. wird am Mittwoch auch darin bestehen, genau zwischen den beiden Europapokalspielen die Konzentration auf den Ligagegner zu lenken. Was am Samstag in Prešov sein kann, darf vor dem Duell mit Minden einfach noch in keinem Kopf herum spuken. Michael Roth (“Wir wollen gegen MInden unbedingt gewinnen”) wird eine Gratwanderung versuchen, um die Spannung hochzuhalten, ohne dass er seine Jungs zum Überdrehen reizt.

Der MT-Coach sie vielmehr instruieren, möglichst viele der guten Dinge aus dem EHF-Cup-Spiel herüber zu ziehen und auch gegen Minden anzuwenden. Etwa die zuletzt immer besser harmonierende Abwehr. Dort muss ja am Mittwoch der für Bundesligaspiele noch gesperrte Philipp Müller wieder aussetzen, nachdem er gegen Prešov ran durfte. Ja und dann sind natürlich auch wiederholenswert der clevere Spielaufbau von Regisseur Fahlgren und die rasanten Gegenstöße, die immer dann kamen, wenn Appelgren hinten den Laden dicht gemacht hatte. – Kurzum, es lohnt sich für die MT-Profis, sich all dass wieder in Erinnerung zu holen. Schließlich winkt eine Serie. Wenn auch zunächst nur eine kleine. (Bernd Kaiser)

Schiedsrichter in Kassel: Fabian Baumgart (Neuried, Ba-Wü) / Sascha Wild (Offenburg, Ba-Wü); Spielaufsicht: DHB-Schiedsrichterwart Peter Rauchfuß.

Bisherige Bundesligavergleiche: 14 Spiele, 7 Siege MT, 5 Siege GWD, 2 Remis; letzter Vergleich: 28:28 (21.04.14, in Minden)



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