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50 Millionen Euro für Hessens ländliche Regionen

Hessen. „Der ländliche Raum in Hessen braucht dringend unsere Unterstützung. Jeder Euro den wir in die 24 Regionen investieren stärkt die ländliche Infrastruktur, sichert Arbeitsplätze und schafft Zukunftsperspektiven“ betonte Priska Hinz die Bedeutung des LEADER-Programms der Europäischen Union. Immerhin steht der sogenannte ländliche Raum für 75 Prozent der Landesfläche in dem mehr als die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger lebt und arbeitet. „Die Bedeutung eines gesunden ländlichen Raums für die Zukunftsfähigkeit Hessens liegt auf der Hand“, sagte Priska Hinz heute in Wiesbaden. Programme wie LEADER wirken dem seit Jahren anhaltenden Trend der Urbanisierung entgegen – also dem Bevölkerungsschwund auf dem Land hin in Richtung Stadt. Diese Entwicklung stellt den ländlichen Raum vor immense Schwierigkeiten. Es wird zusehends schwieriger die wirtschaftliche, soziale aber auch die kulturelle Infrastruktur aufrecht zu erhalten.

„Hessen hat den höchstmöglichen Beitrag eigener Haushaltsmittel geleistet, damit der finanzielle Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) voll ausgeschöpft werden kann“ betonte Priska Hinz.  An diesem Punkt setzt das sogenannte LEADER-Programm der Europäischen Union an. 24 hessische Regionen haben sich in einem landesweiten Wettbewerb bewiesen und sich für die Fördermittel aus dem LEADER-Programm qualifiziert. Damit stehen ihnen Zuschüsse aus Geldern der EU, des Bundes und des Landes Hessen in Höhe von etwa 50 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel stehen für die gesamte Förderperiode 2014  bis 2020 bereit. „Die Anerkennung zur LEADER-Region ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung vor Ort, wie die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Strukturen weiterentwickelt werden können“ betonte Hinz. Um sich für die LEADER-Fördermittel zu qualifizieren mussten die Regionen sich vorab Gedanken darüber machen, welche konkreten Projekte unterstützt werden und welche Verbesserungen damit erreicht werden sollen. „Allein diese intensive Betrachtung und Beschäftigung mit der eigenen Region ist schon ein Wert an sich“, kommentierte Priska Hinz das Auswahlverfahren.

In regionalen Entwicklungskonzepten wurden unter der Einbindung von Fachverbänden, interessierten Bürgerinnen und Bürgern Handlungsfelder bestimmt und Projekte beschrieben, denen zukünftig in der jeweiligen Region besondere Beachtung geschenkt werden soll. Im Mittelpunkt der Strategien, für die die Fördermittel eingesetzt werden sollen, stehen dabei insbesondere Projekte, die sich aus demografischen und strukturellen Veränderungen der ländlichen Räume ergeben. Dabei kam es insbesondere darauf an, ein ausgewogenes Miteinander von Verwaltung, Zivilgesellschaft und privaten Interessen in den sogenannten Lokalen Aktionsgruppen (LAG) zu ermöglichen.

Von den zwölf eingereichten Bewerbungen Nordhessens hat das Regionale Entwicklungskonzept der Region Schwalm Aue vorbildliche Ansätze. Mit einer konsequenten Herangehensweise wurden die Region analysiert, Konsequenzen ermittelt und einen zielgerichteter Aktionsplan aufgestellt. Die vier Handlungsfelder „Siedlungsentwicklung-Klimaschutz, Mobilität“, „Gemeinwesen und Generationen“, „Kultur und Kulturlandschaft“ sowie „Wirtschaftsentwicklung, Qualifizierung, Tourismus“ lassen erkennen, dass die dortigen Initiativen auf einer guten Verankerung des LEADER-Prozesses in der Region beruhen und eine ambitionierte zeitlichen Steuerung vorsehen. 2007 erstmals als LEADER – Gruppe gestartet, wurde die Region im aktuellen Auswahlprozess von den Juroren an die Spitze der Bewerbungen gesetzt. „Mit diesem Ergebnis kann die Region auf die Zuweisung eines Planungsbudgets in Höhe von 2,10 Millionen Euro rechnen“, folgerte die Ministerin.

„Es ist nur konsequent, dass wir trotz des aktuellen Trends der Verstädterung ein starkes und deutliches Signal für die Stärkung der ländlichen Räume setzen“, betonte Ministerin Hinz. Denn der ländliche Raum ist auch Heimat der hiesigen Landwirtschaft, die mit ihrer großen Palette an regional produzierten Nahrungsmitteln einen wichtigen Baustein für ein gutes Leben gewährleistet. Auch der traditionell starke hessische Mittelstand ist zu einem großen Teil außerhalb der großen Städte zu Hause. Mit seinen Ausgleichs- und Erholungsfunktionen ist der ländliche Raum von immenser Bedeutung für das gesellschaftliche Gemeinwohl.

Am Auswahlverfahren waren Experten des Hessischen Städte- und Gemeindebunds, der Handwerkskammer Kassel, dem Hessischen Bauernverband und der Vereinigung ökologischer Landbau, dem Landesnaturschutzbeirat, dem Landesfrauenrat , der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte, dem Büro für Agrar- und Regionalentwicklung und der Universität Kassel beteiligt. (red)

Folgende Regionen werden als Lokale Aktionsgruppe 2014 bis 2020 anerkannt:

Nordhessen:
LAG Cassler Bergland
LAG Diemelsee-Nordwaldeck
LAG Fulda – Südwest
LAG Hersfeld – Rotenburg
LAG Hessenspitze
LAG Kellerwald – Edersee
LAG Knüllgebiet
LAG Mittleres Fuldatal
LAG Rhön
LAG Schwalm Aue
LAG Werra Meißner

Mittelhessen:
LAG Burgwald–Ederbergland
LAG Gießener Land Hessen
LAG Lahn-Dill-Bergland
LAG Lahn-Dill-Wetzlar
LAG Limburg-Weilburg
LAG Marburger Land
LAG Vogelsberg

Südhessen:
LAG Darmstadt-Dieburg
LAG Odenwald
LAG Rheingau
LAG Spessart
LAG Taunus
LAG Wetterau-Oberhessen



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