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Jahresendspurt: MT Melsungen tritt beim TBV Lemgo an

Michael Allendorf überwindet Nils Dresrüsse. Foto: HartungLemgo/Melsungen. Zum letzten Spiel des Jahres in der DKB Handball-Bundesliga muss die MT Melsungen beim TBV Lemgo antreten. Anwurf am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Lemgoer Lipperland-Halle ist um 17.15 Uhr.

Beim Blick zurück auf das letzte Heimspiel der MT, am 23. Dezember in Kassel gegen die SG Flensburg/Handewitt, könnte man meinen, dass damit der Jahreshöhepunkt bereits erreicht worden sei. Das an Spannung und zum Schluss auch an Dramatik kaum zu überbietende Match zwischen dem Tabellensechsten und dem Tabellendritten endete vor 4.300 begeistert mitgehenden Zuschauern in der ausverkauften Rothenbach-Halle 22:22 unentschieden. Aber es war nur das vorletzte Spiel des Jahres. Zum Abschluss wartet in Ostwestfalen der Tabellenvorletzte auf die MT.

Warum für die Nordhessen dort trotz des Abstands von 12 Tabellenplätzen Vorsicht geboten ist, zeigt die jüngere Geschichte des TBV Lemgo.  Am 12. Dezember, zwei Tage nach der knappen Niederlage beim Aufsteiger Ludwigshafen/Friesenheim, wurde Trainer Niels Pfannenschmidt vom Dienst freigestellt. Der Traditionsclubs war immer tiefer in die Abstiegszone gerauscht und man traute dem 40-Jährigen nicht mehr zu, dass er das Ruder nochmal herumreissen könnte.

Seitdem wird die Mannschaft von TBV-Urgestein Florian Kehrmann, bis dato Co-Trainer, gecoacht. Und prompt schaffte er kurz darauf in Hamburg mit dem 32:28-Auswärtssieg ein erstes Wunder. Es folgten zwei Remis, zuhause gegen den Tabellensiebten HSG Wetzlar und dann beim Ostwestfalenderby gegen den Dreizehnten TuS N-Lübbecke. Unter Kehrmann ist der TBV also seit drei Spielen ungeschlagen und hat damit neue Hoffnungen geschöpft, der Abstiegszone zu entkommen. Dabei waren die Blauweissen mit einem Paukenschlag in die Saison gestartet, hatten gleich am ersten Spieltag Meisterschaftskandidat THW Kiel mit 27:21 düpiert. Am zweiten   Weihnachtsfeiertag nun wollen sie gegen die MT Revanche für die im Hinspiel erlittene 30:35-Niederlage nehmen.

Das Roth-Team muss sich nach dem nicht nur kräftemäßigen, sondern auch emotionalen Knüller gegen Flensburg/Handewitt – nach einem Tag Regeneration und einem Tag Vorbereitung – noch einmal auf den Auswärtsauftritt in der Lipperland-Halle konzentrieren, bevor es für den größten Teil der Spieler in einen kleineren Urlaub geht. “Das wird nicht einfach, aber wir wollen natürlich unseren guten Lauf auch in Lemgo fortsetzen, das Jahr erfolgreich abschließen und auf dem sechsten, vielleicht sogar fünften Platz überwintern. Das wäre richtig klasse”, macht Michael Roth unmissverständlich die Absichten seines Teams deutlich. Der MT-Trainer wird dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit den gleichen Kader wie gegen Flensburg zur Verfügung haben, darunter der an Heilig Abend erneut Vater eines Sohnes gewordene Kapitän Nenad Vuckovic.

“Ich glaube nach dieser guten Leistung an einen Sieg in Lemgo”, gab Mikael Appelgren nach dem Schlusspfiff gegen Flensburg seine Einschätzung preis. “Allerdings”, so der MT-Keeper, “sollten wir dort ein paar von den Fehlern vermeiden, die wir heute gemacht haben”. Er selber hatte zuvor mit teilweise spektakulären Paraden dafür gesorgt, dass sein Team fast die gesamte Spielzeit über dem hohen Favoriten mit bis zu drei, vier Toren vorausgeeilt war. In Lemgo wird der Blondschopf seine Qualitäten garantiert auch wieder unter Beweis stellen müssen, vor allem gegen den langen Finn Lemke, der schon im Hinspiel in Kassel mit acht Toren bester Schütze war. (Bernd Kaiser)

Schiedsrichter in Lemgo: Hanspeter Brodbeck / Simon Reich (Metzingen); DHB-Spielaufsicht: Uwe Stemberg.

Bisherige Bundesliga-Vergleiche: 19 Spiele, 12 Siege TBV, 7 Siege MT



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