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MT landet Kantersieg – 35:23 in Bietigheim

Michael Allendorf. Foto: Heinz Hartung Melsungen. Zwei wichtige Punkte im Kampf um einen erneuten internationalen Startplatz hat am Mittwoch die MT Melsungen in der DKB Handball-Bundesliga verbucht. Beim Tabellenschlusslicht SG BBM Bietigheim gelang den Nordhessen ein 35:23-Kantersieg. Seine Stärken konnte der Tabellensechste jedoch erst nach rund 20 Minuten entfalten. Die 16:12-Halbzeitführung deutete dann den weiteren Verlauf des Spiels bereits an. Beste Torschützen vor 1.783 Zuschauern in der Ege-Trans-Arena waren Kirveliavicius und Schäfer (jeweils 3) für die Gastgeber, während Allendorf (8/4) und Fahlgren (7) für die MT am häufigsten trafen.

Dass das Gastspiel der MT beim zuletzt erstarkten Tabellenletzten SG BBM Bietigheim zunächst kein Selbstläufer werden würde, deutete sich in der Anfangsphase an. Regisseur Patrik Fahlgren markierte zwar das 0:1, aber Bietigheims Linksaußen Praznik antwortete umgehend mit dem Ausgleich.

Wenig später hielt Darko Stanic, für den dies sein letztes Spiel im Dress der Schwaben war, erst den von Allendorf und dann einen von Sellin geworfenen Siebenmeter. Weil aber in der Folge Allendorf dann doch von der Strafwurflinie traf und auch Michael Müller aus dem Rückraum erfolgreich war, setzte sich der Gast auf 2:4 ab. Gespielt waren zu dem Zeitpunkt acht Minuten. Ein Hinweis darauf, dass die MT nun das Heft in die Hand nehmen würde, war dies jedoch noch nicht.

Denn die hochmotivierten Hausherren schlossen binnen nur 99 Sekunden wieder auf. Und blieben der MT während der folgenden 10 Minuten stets auf den Fersen. Erst jenseits der 20. Minute, gelang es dem Roth-Team, den Tabellenletzten deutlicher ins Hintertreffen zu bringen. Johannes Sellin machte den Anfang mit einem erfolgreichen Gegenstoß zum 8:11. Felix Danner und Momir Rnic – nur unterbrochen von Kirveliavicius’ Treffer – bauten zum 9:13 (26.) aus.

Nach dem 10:13 , einem von Schäfer verwandelten Strafwurf, nahm Michael Roth ein Timeout (27.). Die Ansprache des MT-Trainers fruchtete – Rnic und Fahlgren markierten kurz darauf das 10:15. Beim 12:16 wurden die Seiten gewechselt. Sechs Sekunden zuvor hatte sich Dahlhaus noch einen Zweiminutenstrafe eingehandelt.

Nach Wiederanpfiff zeigte sich die MT in Überzahl hellwach. Appelgren kaufte den Bietigheimer Angreifern Emmrich und Rentschler zwei Bälle ab, auf der anderen Seite nutzte  Allendorf zwei Gegenstöße – nach gut zwei Minuten stand es 12:18.

Und auch in der Folge erarbeiteten sich die Nordhessen weitere gute Chancen. Der 13:20-Zwischenstand nach knapp 36 Minuten kam einer Vorentscheidung gleich. Den guten Lauf behielten die Rotweissen bei, auch wenn nicht alle Torgelegenheiten genutzt wurden.

Sechs Minuten vor dem Ende hatten Vuckovic & Co erstmalig einen Zehn-Tore-Vorsprung herausgeworfen (21:31) – die Dämme waren zu dem Zeitpunkt bei Bietigheim längst gebrochen. So hatten die Gäste in der restlichen Spielzeit kaum noch Mühe, das anfänglich zähe Spiel mit einem 23:35-Kantersieg zu beenden. Womit gleichzeitig der höchste Auswärtssieg dieser Saison unter Dach und Fach war. (Bernd Kaiser)

MT-Trainer Michael Roth:

Das was uns zuletzt im Europapokalspiel in Schweden fehlte, war heute in hohem Maße vorhanden: Die Mannschaft ist dieses Spiel sehr konzentriert angegangen und hat den Gegner unabhängig von dessen Tabellenstand den nötigen Respekt entgegen gebracht. Dass Bietigheim keine schlechte Besetzung hat, war ja zuletzt an deren knappen Ergebnissen abzulesen und auch an der Leistung in den ersten 20 Minuten. Aber gegen Ende der ersten Halbzeit konnten wir uns dann bereits etwas absetzen. In der zweiten Halbzeit haben wir – aufbauend auf eine effektive Abwehr mit einem starken Appelgren dahinter – unsere Linie konsequent durchgezogen. Erfreulich dabei war, dass es auch beim Durchwechseln keinen Bruch gab. Dieser Auftritt und das daraus resultierende deutliche Ergebnis war in der Form nicht zu erwarten.

Statistik:

SG: Stanic, Kulhanek –  Haller (1), Praznik (2), Schmid (2), Salzer (1), Heuberger (2), Dahlhaus (2), Schäfer (3/2), Blodig (2), Scholz (2), Rentschler (1), Emrich (2), Kirveliavicius (3).

MT: Appelgren, Sandström – Maric (4), Sellin (1), Fahlgren (7), Schröder (1), Hildebrand, Danner (2), P. Müller (2), Boomhouwer, Rnic (3), Allendorf (8/4), Vuckovic (2), M. Müller (5).

Zeitstrafen: 6 – 4 Minuten (Praznik, Dahlhaus, Kirveliavicius – Maric, P. Müller)

Strafwürfe: 2/2 – 4/6 (Allendorf scheitert an Stankovic, 4:22 Min.; Sellin scheitert an Stankovic, 4.51 Min.)

Schiedsrichter: Philipp Dinges (Eggenstein, Ba-Wü) / Daniel Kirsch (Leopoldshafen, Ba-Wü).

Zuschauer: 1.783, Ege-Trans-Arena, Bietigheim-Bissingen.

Spielfilm: 2:4 (8.), 4:4 (10.), 6:5 (13.), 7:6 (14.), 7:9 (19.), 8:12 (24.), 10:15 (29.), 12:16 (HZ); 12:18 (32.), 13:20 (36.), 16:21 (42.), 18:27 (49.), 31:31 (54.), 22:33 (58.), 23:35 (Ende).



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