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Erfolgreiche Teilhabe als Maßstab

Hephata-Qualitätsinitiative (HQI): Externes Expertenteam zieht erste Zwischenbilanz

Im Gespräch: Hephata-Direktor Maik Dietrich-Gibhardt mit Professorin Petra Gromann (rechts) und deren Mitarbeiterin Andrea Deuschle. Foto: FuhrSchwalmstadt. Im Rahmen der im vorigen Jahr gestarteten Hephata-Qualitätsinitiative (HQI) nehmen externe Experten die Arbeit des diakonischen Unternehmens unter die Lupe. Ziel ist es, Optimierungsvorschläge zu erarbeiten und damit die Erfüllung der hohen Qualitätsansprüche Hephatas nachhaltig sicherzustellen. Den Start markierten dabei leitfadengestützte Interviews im Geschäftsbereich Behindertenhilfe. Nun liegt eine erste Zwischenbilanz vor.

Interviews mit Angehörigen sowie Mitarbeitenden Hephatas und des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen als Leistungsträger standen zunächst im Fokus von Professorin Petra Gromann. Sie bildet mit ihrem Institut für personenzentrierte Hilfen an der Hochschule Fulda das Expertenteam für die Qualitätsinitiative im Bereich Behindertenhilfe der Hephata Diakonie. Die Interviews sind verschriftlicht und dann anonymisiert ausgewertet worden. „Große Übereinstimmung gibt es darin, dass die Qualität der Arbeit über erfolgreiche Teilhabe der Menschen mit Behinderung definiert wird“, berichtet Gromann. Seit Jahren wird bundesweit eine intensive Fachdiskussion darüber geführt, wie Teilhabe  konkret zu gestalten ist und mit welchen Bewertungskriterien ihr Erfolg gemessen werden kann.  Gromann schlussfolgert: „Voraussetzung für eine Einschätzung von Qualität im Einzelfall ist eine gute und überprüfbare Teilhabe- und Hilfeplanung, an der alle zu beteiligen sind.“

Deswegen werde ihr Institut der Hephata Diakonie ein wissenschaftlich fundiertes und auf Kennzahlen aufbauendes Instrumentarium zur Verfügung stellen, um die individuellen Teilhabeplanungen für alle Klienten der Behindertenhilfe zu optimieren, kündigt Gromann an. Zudem arbeite man daran, die Angehörigenarbeit weiter zu entwickeln. „Angehörige sind als Beteiligte in einer Sorgeposition zu verstehen“, verdeutlicht Gromann.

Neben einigen sich stark und konstruktiv engagierenden Angehörigen gebe es auch einige, die sich mit ihren Sorgen nicht ernst genommen fühlten. „Denen gegenüber stehen Fachkräfte, die das Gefühl haben, ständig kontrolliert und ungerechtfertigt bloßgestellt zu werden“, so Gromann. In diesen Einzelfällen müsse ein Weg gefunden werden, „damit wieder Zusammenarbeit im Sinn der Bewohner entstehen kann“. Eines stellt die Expertin in diesem Zusammenhang unmissverständlich klar: „Die Aussage einiger Angehöriger, es gäbe generell zu wenig Personal in den Wohneinrichtungen, kann nicht bestätigt werden.“

Hephata-Vorstandssprecher Maik Dietrich-Gibhardt, der die Koordination der HQI übernommen hat, zieht eine positive Zwischenbilanz: „Mein Eindruck ist, dass wir durch die Arbeit von Professorin Gromann nicht nur unsere eigenen Prozesse besser verstehen lernen, sondern zudem auch ganz konkrete Ratschläge, Methoden und Instrumente an die Hand bekommen. Das hilft uns sehr im Sinne des gewünschten kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.“, so Dietrich-Gibhardt.

Während für den Geschäftsbereich Behindertenhilfe bis Mitte des Jahres ein Abschlussbericht fertiggestellt werden soll, ist die HQI zum Jahresanfang wie angekündigt auch in zwei weiteren Arbeitsfeldern der Hephata Diakonie gestartet: In der Akademie für soziale Berufe und in der Tochtergesellschaft Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde), die in der Altenhilfe tätig ist. Auch für diese Arbeitsfelder sind jeweils fachspezifische Experten gefunden worden. „Von ihren Untersuchungen und dem Blick von außen versprechen wir uns auch in diesen Bereichen wertvolle Hinweise auf Verbesserungsbedarfe und Entwicklungsperspektiven mit dem Ziel, unser Arbeiten und Zusammenarbeiten im Sinne der Menschen zu stärken“, so Dietrich-Gibhardt. (red)



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