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MT muss sich den Rhein-Neckar Löwen mit 26:32 beugen

Momir Rnic gegen Kim Ekdahl Du Rietz. Foto: HartungMannheim/Melsungen. Die MT Melsungen spielte eine tolle erste Halbzeit beim Tabellenzweiten Rhein-Neckar Löwen. Die Nordhessen hielten auch in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs noch dagegen, hatten dann aber Probleme, sich gegen die immer offensiver und aggressiver agierende Abwehr der Hausherren durchzusetzen. Nach dem 16:16-Remis nach den ersten 30 Minuten stand es am Ende 32:26 für die Kraichgauer. Beste Torschützen vor 9.029 Zuschauern in der Mannheimer SAP-Arena waren Löwen-Linksaußen Uwe Gensheimer (11/5) und MT-Rechtsaußen Johannes Sellin (7).

Die MT begann mit einer 5:1-Abwehr, wobei Michael Allendorf den Part des Vorgezogenen übernahm. Dahinter waren Johannes Sellin, Malte Schröder, Nenad Vuckovic , Philipp Müller und Felix Danner postiert, das Tor hütete Mikael Appelgren. Im Angriff kam jeweils Michael Müller für Malte Schröder aufs Feld. Die Hausherren boten dagegen Uwe Gensheimer, Kim Ekdahl Du Rietz, Andy Schmid, Harald Reinkind, Patrick Groetzki, Bjarte Myrhol und zwischen den Pfosten Niklas Landin auf. Deren Abwehr war als 6:0-Formation aufgestellt.

Der Eröffnungstreffer fiel gleich im ersten Angriff, nachdem Du Rietz Myrhol am Kreis bedient hatte. Die MT antwortete postwendend über Halblinks, von wo aus Philipp Müller traf. Das abwechslungsreiche Torewerfen ging auch die nächsten knapp sieben Minuten so weiter. Die Löwen legten jeweils eins vor, Melsungen glich aus.

Dann unterliefen den Nordhessen zwei Fehler, die von den Gelbhemden umgehend ausgenutzt wurden. Vuckovic vergab frei vom Kreis, anschließend misslang ein Gegenstoßpass auf Allendorf und schon leuchtete eine 5:3-Führung von der Anzeigentafel. Die Chance zum Anschlusstreffer hatte dann Sellin per Siebenmeter nachdem der an den Kreis eingelaufene Allendorf gefoult worden war. Doch der MT-Rechtsaußen ließ die Gelegenheit verstreichen, sein Ansinnen, Landin zu “tunneln”, hatte der Däne blitzschnell erkannt. Als dann Reinkind aus der Halbrechten auch noch auf 6:3 (10.) erhöhte, schienen die Weichen früh zugunsten der Hausherren gestellt.

Die MT versuchte, den Anschluss wieder herzustellen. Der eben noch glücklose Sellin holte einen Strafwurf heraus, den sein Pendant Allendorf zum 6:4 verwandelte. Aber wieder nahmen zunächst die Löwen das Heft in die Hand. Deren Flügelzange, Groetzki und Gensheimer, besorgte die erste Vier-Tore-Führung (8:4, 12.). Die bis dahin noch nicht recht funktionierende MT-Defensive entfaltete dann aber mehr und mehr Wirkung. Der Lohn der Anstrengungen waren Ballgewinne, die zu schnellen Treffern genutzt wurden. Dabei taten sich je zweimal Sellin und Michael Müller als Vollstrecker hervor. Und als Allendorf nach etwa 16 gespielten Minuten auch noch einen Konter zum 9:9 einnetzte, war alles wieder offen. Löwen-Trainer Jacobsen schritt per Grüner Karte ein.

Gleich nach der Verschnaufpause markierte Schmid das 10:9. Danner ließ das 10:10 folgen. Dann bekam Philipp Müller wegen eines Fouls an Myrhol einen Zeitstrafe aufgebrummt und Gensheimer verwandelte den zusätzlich verhängten Strafwurf gegen den für Appelgren eingewechselten Sandström zum 11:10. Die Unterzahl machte den Nordhessen nichts aus. Im Gegenteil: Vuckovic bugsierte ein Kempa-Anspiel zum Ausgleich in das  von Landin gehütete Gehäuse. Und als die MT wieder vollzählig war, schaffte Danner mit dem 11:12 in der 21. Minute die erste Führung für die Rotweissen.

Das Spiel wurde nun etwas hektischer, aber die Nordhessen behielten den Überblick. Beim Stand von 14:14 wurde Michael Müller nach feinem “Wackler” von Guardiola regelwidrig ausgebremst. Das brachte dem Löwen-Abwehrspieler eine Zeitstrafe und der MT einen Siebener ein. Weil Allendorf dabei die Nerven behielt, kurz darauf Appelgren gegen Schmid parierte und dann Vuckovic, bedient von Michael Müller, sogar von der ungewohnten Kreisposition traf, stand es plötzlich 16:14 für das Roth-Team. Diese Führung war hochverdient und hätte durchaus auch noch die letzten knapp zweieinhalb Minuten bis zum Halbzeitpfiff halten können. Doch zwei kleine Unachtsamkeiten, eine davon ein Fehlpass auf Maric an den Kreis, verhalfen den Hausherren noch zu zwei Gelegenheiten, die sie zu Toren nutzten. Mit 16:16 ging’s in die Kabinen.

Der Auftakt in Halbzeit zwei gehörte sogleich wieder der MT, bei der Sellin ein Anspiel von Philipp Müller zum 16:17 verwertete. Aber da war schon zu erkennen, dass die Gelbhemden fest entschlossen waren, den bis dahin selbstbewussten Kontrahenten wieder einzufangen. Mit einer zunehmend offensiveren, vor allem aber aggressiveren Abwehrarbeit nahmen sie dem MT-Angriff den Schwung und zwangen ihn bisweilen ins “Zeitspiel” hinein.

Fast logisch, dass vor diesem Hintergrund auch vermehrt Fehler passierten, von denen einige Beispiele zeugen: Ein vergebener Ball vom ziemlich frei vor Landin aufgetauchten Philipp Müller, ein ebenfalls vergebener Strafwurf von Allendorf, oder die Zeitstrafe gegen Sellin, der in Abwehr wegen eins überlaufenenen Mitspielers in die Bredouille geriet. Auf der anderen Seite gelang es den Gastgebern, sich mit einem 6:1-Lauf, vor allem durch Gensheimer, Schmid und Petersson, bis zur 39. Minute auf 22:18 abzusetzen. – War das bereits die Entscheidung? D

Der Treffer von Felix Danner zum 22:19, nach herrlichem Zuspiel von Michael Müller, das danach von ihm selbst erzielte 23:20 und auch der Maric-Kreistreffer zum 24:21 in der 43. Minute ließen beim zahlenmäßig stark vertretenen Anhang aus Nordhessen nochmal Hoffnung aufkommen. Die allerdings keine fünf  Minuten lang währte. Spätestens beim 28:23 durch Du Rietz, war klar, dass die weiterhin kämpfende MT die Löwen an diesem Tage nicht mehr ernsthaft in Bedrängnis bringen würde. Die verbleibenden 12 Minuten spielten beide Mannschaften mit Anstand herunter, schließlich waren da die Grenzen längst abgesteckt.

MT-Stimmen zum Spiel:

Michael Roth: Das war heute von uns ein gutes, aber kein sehr gutes Spiel. Der Sieg für die Rhein-Neckar Löwen ist verdient, dennoch konnten wir erhobenen Hauptes aus dieser Begegnung gehen. Wir haben es in der ersten Halbzeit verpasst, zwei bis drei Tore vorzulegen und in die Pause mit zu nehmen. In der zweiten Hälfte haben wir einige  Fehler gemacht und auch Chancen liegen lassen. Zudem konnten wir insgesamt auch nicht auf die gewohnt gute Torwartleistung bauen, die man im Spiel gegen eine solche Spitzenmannschaft einfach benötigt. Was allerdings kein Vorwurf an unserer Torleute sein soll. Es ist uns gelungen, uns auf den Ausfall von Patrik Fahlgren gut einzustellen. Das ist auch wichtig für die folgenden Spiele. Als nächstes gilt unser Augenmerk dem Europapokaleinsatz in Dänemark, wo wir ein gutes Ergebnis anstreben.

Michael Allendorf: Die erste Halbzeit haben wir super gespielt, aber in der zweiten Halbzeit sind wir mit der 5:1-Abwehr des Gegners nicht zurecht gekommen. Zudem hat Landin einige wichtige Bälle gehalten. Wenn Mikael Appelgren, der seit Wochen in einer tollen Form ist, heute genauso gut wie in den letzten Spielen gehalten hätte, wäre es sicher enger geworden. Wir haben jetzt eine harte Woche mit den Spielen gegen Skjern und Magdeburg vor uns, in der wir viel gewinnen aber auch einiges verlieren können. Unsere festen Ziele sind: Wir wollen im EHF-Pokal ins Final Four in der Liga Platz fünf erreichen.

Statistik:
Rhein-Neckar Löwen – MT Melsungen 32:26 (16:16)

RNL: Landin (10 Paraden / 26 Gegentore), Rutschmann (0 P. / 0 G.) – Schmid (6), Gensheimer (11/5), Kneer, Sigurmannsson, Myrhol (1), Larsen, Groetzki (3), Reinkind (1), Guardiola, Petersson (4), Du Rietz (6).

MT: Appelgren (6 Paraden / 27 Gegentore), Sandström (3 P. / 5 G.) – Maric (1), Sellin (7), Schröder (1), Hildebrand, Danner (4), P. Müller (2), Boomhouwer (1/1), Rnic, Allendorf (3/2), Vuckovic (3), M. Müller (4).

Zeitstrafen: 10 – 12 Min. (Gensheimer, 2x Guardiola, Petersson, Du Rietz – Sellin, 2x Danner, 2x P. Müller, M. Müller)

Strafwürfe: 5/5 – 3/6 (Sellin scheitert an Landin, 9:33 Min.; Allendorf scheitert an Landin, 37:39 Min.; Sellin scheitert an Landin, 48:53 Min.)

Schiedsrichter: Sebastian Grobe / Adrian Kinzel (Braunschweig).

Spielfilm: 1:1 (2.), 2:2 (4.), 3:3 (6.), 4:3 (8.), 5:3 (10.), 6:3 (11.), 7:4 (12.), 9:7 (15.), 9:9 (17.), 11:11 (20.), 11:12 (23.), 12:12 (25.), 14:14 (27.), 14:16 (29.), 16:16 (30.), 16:16 (HZ), 16:17 (31.), 18:18 (34.), 20:18 (36.), 21:18 (37.), 22:18 (39.), 24:20 (41.), 25:21 (44.), 26:21 (46.), 27:22 (49.), 28:24 (50.), 30:24 (54.), 30:25 (56.), 31:25 (58.), 32:26 (EN).



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