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MT Melsungen: Massenbegeisterung sieht anders aus

Spitzenhandball in Nordhessen – National und International

Foto: Heinz Hartung Melsungen. Die MT Melsungen sorgt in dieser Woche erneut für Handball-Highlights. Am Mittwoch, 15. April 2015, empfängt der nordhessische Bundesligist den Tabellenvierten SC Magdeburg zu einem womöglich vorentscheidenden Spiel um einen Platz unter den Top-Five in der deutschen Eliteklasse (20.15 Uhr). Nur vier Tage später geht es gegen den dänischen Pokalchampion Skjern Handbold um nicht weniger, als um den Einzug ins Endrundenturnier der besten vier europäischen Mannschaften im EHF-Cup (Sonntag, 19. April 2015, 16.30 Uhr).

Angesichts dieser Handball-Leckerbissen mit großer sportlicher Bedeutung müsste man meinen, dass die 4.300 Zuschauer fassende Kasseler Rothenbach-Halle längst ausverkauft sei und die Nachfrage sogar das Platzangebot übersteigt. Doch die Realität sieht am Tag vor dem ersten der beiden Hits leider anders aus, wie die nackten Vorverkaufszahlen zeigen: 2.500 wollen bislang das Spiel gegen den ostdeutschen Spitzenclub sehen und gar nur 2.000 haben das “Alles-oder-Nichts-Spiel” im EHF-Cup gebucht. Fünf Tore Rückstand muss die MT aus dem Hinspiel aufholen, um das europäische Final Four zu erreichen. Die Frage lautet also: Warum hält sich das Zuschauerinteresse angesichts solch geballter hochkarätiger Handballspiele in einer ansonsten von Spitzensport nicht gerade verwöhnten Region in solchen Grenzen? Was muss noch geboten werden, damit die Fans in wirklichen Scharen strömen?

“Fakt ist, dass wir in dieser Saison sportlich einen weiteren Schritt nach vorn gemacht haben. War schon das letzte Jahr mit Platz sechs in der Bundesliga, der erneuten Teilnahme am deutschen Pokalendrundenturnier und der erstmaligen Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb bereits das erfolgsreichste in der Vereinsgeschichte der MT, so haben wir uns in dieser Saison nochmals gesteigert. Wir stehen in der Liga auf dem Sprung unter die fünf besten deutschen Handballmannschaften und haben nach einer souveränen Qualifikations- und Hauptrunde im EHF-Pokal sogar die historische Chance, einen europäischen Titel zu gewinnen. Aufgrund dieses qualitativ hochwertigen sportlich Niveaus, welches wir bieten, blicken wir mit einiger Ernüchterung auf die Zuschauerzahlen” erklärt MT-Vorstand Axel Geerken. Und ergänzt: “Man muss sich deshalb schon ab und zu fragen, was man eigentlich noch anbieten muss, um die Sportfans in Nordhessen in größerer Zahl anzulocken”.

Michael Roth, der Trainer des Teams und damit einer der Wegbereiter des Aufschwungs der MT, sieht das aus Sicht der Mannschaft ähnlich: “Wir haben ein attraktives Team mit einem hohen Anteil deutscher Spieler, darunter auch Nationalspieler, wir spielen erfolgreich in der so genannten stärksten Liga der Welt und darüber hinaus bieten wir internationalen Handball. Deshalb haben sich die Spieler und auch der gesamte Verein einen hohen Zuspruch aus der Region redlich verdient. Wir wissen selbst und sehen das auch in anderen Hallen, wie wichtig Rückenstärkung für das eigene Team ist, um enge Spiele zu entscheiden. Die gute zweieinhalbtausend Stammzuschauer, die wir immer haben, sind sehr engagiert und tun alles, was Fans an Unterstützung bieten können. Aber es dürften angesichts der Leistungen und der Bedeutung der Spiele durchaus noch deutlich mehr sein. Um es klar zu sagen, ein Spiel wie das gegen Skjern, in das wir mit einem Rückstand von fünf Toren gehen, kann man nur drehen, wenn man in der eigenen, möglichst randvollen Halle, eine Hexenkesselatmosphäre erzeugt”.

Um das sportlich ohnehin attraktive Angebot für möglichst viel Zuschauer erschwinglich zu machen, hat sich die MT ja einiges einfallen lassen. Angefangen von dem aufgrund der 19er-Liga “geschenkten zusätzlichen Heimspiel an die Dauerkartenbesitzer, über besonders günstige Angebote für Schüler, Studenten und Familien bis hin zu den auf Liga-Niveau abgesenkten Eintrittspreisen im EHF-Cup-Spiel gegen Skjern reicht die Palette.

Apropos –  zum Europapokalspiel gegen die Dänen am Sonntag gelten folgende Konditionen: Inhaber von Dauerkarten zahlen gegen Vorlage ihrer Karte an der Tageskasse lediglich fünf Euro Eintritt. Diese Einnahmen gehen in voller Höhe an die MT-Jugendabteilung zur Förderung des Handball-Nachwuchses. Für alle Käufer von Einzeltickets (also alle Nicht-Dauerkarteninhaber) gelten zu diesem Spiel die üblichen Bundesligapreise.Die bisher zu den Europapokalspielen erhobenen Aufschläge entfallen also. Und auch von allen verkauften Einzeltickets gehen jeweils fünf Euro an die MT-Jugend. Tickets sind in allen bekannten Vorverkaufsstellen in Kassel (GrimmHeimat NordHessen, Fan-Point), in Lohfelden (Sporthaus Solms) und in Melsungen (MT-Ge schäftsstelle) erhältlich. Alle Ticketangebote gelten nur, so lange der Vorrat reicht. (Bernd Kaiser)



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