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Inflationsrate steigt im April auf 0,4 Prozent

Hessen. Das Niveau der Verbraucherpreise in Hessen lag im April 2015 um 0,4 Prozent höher als vor einem Jahr. Nach Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes ist der Anstieg der Inflationsrate im April (März: plus 0,2 Prozent) u. a. auf höhere Preise für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren sowie steigende Preise für Bekleidung und andere Gebrauchsgüter zurückzuführen. Binnen Monatsfrist blieb das Verbraucherpreisniveau unverändert. Teurer wurden beispielsweise Kraftstoffe (plus 2,3 Prozent), Bekleidung (plus 0,8 Prozent) sowie Nahrungsmittel (plus 0,8 Prozent), darunter insbesondere Gemüse (plus 3,7 Prozent). Für die Verbraucher/-innen billiger wurden Übernachtungen (minus 2,7 Prozent), Schuhe (minus 0,3 Prozent) sowie Strom (minus 0,2 Prozent).

Die Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) stiegen im April um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Vorjahresvergleich lag das Energiepreisniveau aufgrund der Rückgänge in den Monaten zuvor noch 6,3 Prozent unter dem Wert von April 2014. Die Preise der einzelnen Energiearten entwickelten sich unterschiedlich. Teurer gegenüber dem Vormonat wurden Benzin (plus 2,9 Prozent gegenüber März 2015), Heizöl (plus 1,8 Prozent) und Diesel (plus 0,6 Prozent). Die Preise für Autogas und für Erdgas änderten sich nicht. Billiger wurden Fernwärme (minus 1,7 Prozent), die Umlage für den Betrieb einer Zentralheizung (minus 0,8 Prozent) und Strom (minus 0,2 Prozent). Binnen Jahresfrist sanken die Preise aller Energiearten: Heizöl (minus 19,9 Prozent gegenüber April 2014), Autogas (minus 15,3 Prozent), Diesel (minus 11,7 Prozent), Benzin (minus 8,1 Prozent), Erdgas (minus 1,5 Prozent) und Strom (minus 1,1 Prozent). Die ohne Energie berechnete Inflationsrate lag im April bei 1,3 Prozent nach 1,0 Prozent im März und 1,1 Prozent im Februar 2015.

Das Niveau für Nahrungsmittelpreise stieg sowohl gegenüber dem Vormonat als auch gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 0,8 Prozent. Teurer gegenüber dem Vormonat wurden Gemüse (plus 3,7 Prozent gegenüber März 2015), Obst (plus 1,7 Prozent), Molkereiprodukte und Eier (plus 1,3 Prozent), Fisch (plus 0,4 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (plus 0,1 Prozent). Die Preise für Speisefette und –öle (minus 0,7 Prozent) sowie für Fleisch und Fleischwaren (minus 0,2 Prozent) waren niedriger als vor einem Monat. Binnen Jahresfrist sanken die Preise für Speisefette und –öle (minus 2,4 Prozent gegenüber April 2014), Molkereiprodukte und Eier (minus 2,1 Prozent) sowie Fisch und Obst (jeweils minus 0,5 Prozent). Höhere Preise zahlten die Verbraucher/-innen für Gemüse (plus 5,1 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (plus 1,5 Prozent). Fleisch und Fleischwaren kosteten so viel wie vor einem Jahr.

Die Preise langlebiger Gebrauchsgüter lagen im April 2015 um 0,4 Prozent unter dem Niveau von April 2014, das Preisniveau der Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer stieg im Vorjahresvergleich um 0,6 Prozent. Billiger wurden insbesondere Produkte der Unterhaltungselektronik (minus 4,5 Prozent), darunter Fernsehgeräte (minus 12,7 Prozent), Laptops einschließlich Tablets sowie SAT-Anlagen (jeweils minus 10,5 Prozent). Auch bei Haushaltsgeräten setzte sich der Trend sinkender Preise (minus 1,9 Prozent) fort. Bekleidung (plus 1,6 Prozent) und Schuhe (plus 0,2 Prozent) wurden dagegen teurer.

Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) verteuerten sich im April binnen Jahresfrist durchschnittlich um 1,1 Prozent. Höhere Preise zahlten die Verbraucher/-innen u. a. für Taxifahrten (plus 7,6 Prozent), Übernachtungen (plus 5,4 Prozent), die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (plus 3,2 Prozent), Sport- und Erholungsdienstleistungen (plus 3,1 Prozent) sowie Verbundfahrkarten (plus 2,9 Prozent). Billiger als vor einem Jahr waren z. B. Pauschalreisen (minus 2,2 Prozent) und Telekommunikationsdienstleistungen (minus 1,2 Prozent). Die Wohnungsmieten, deren Gewicht im Verbraucherpreisindex gut ein Fünftel beträgt, lagen im April 1,8 Prozent (März ebenfalls 1,8 Prozent) über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. (red)



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