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MT: Talent Dimitri Ignatow im DHB-Sichtungskader

Dimitri Ignatow. Foto: nhMelsungen. Viel weiter wie Dimitri Ignatow kann man es mit 16 Jahren im Handball noch nicht gebracht haben. Nach Einsätzen in der Bezirks- und anschließend in der Hessenauswahl, einer Saison in der A-Jugend-Bundesliga und dem Gewinn der Deutschen Vizemeisterschaft ist der jüngste MT-Neuzugang auch den Verantwortlichen des Deutschen Handball-Bundes aufgefallen. Die Konsequenz: Der junge Rechtsaußen ist zum aktuellen Sichtungslehrgang des Talente-Jahrgangs 1998 eingeladen worden und darf sich Hoffnungen auf die Berücksichtung im kommenden Kader der Jugendnationalmannschaft machen.

“Dimitri ist kein super spektakulärer, dafür aber ein sehr effektiver Spieler; vor allem im Gegenstoßverhalten. Er verfügt über sehr gute Wurfvarianten”, lautete die Beurteilung von DHB-Jugendkoordinator Christian Schwarzer direkt nach dem Länderpokalfinale Mitte März in Berlin. Die Hessenauswahl mit Dimitri Ignatow hatte zwar gerade gegen die Niedersachsen verloren, aber der Rechtsaußen war nicht nur wegen seiner vier Endspieltore ins All-Star-Team berufen worden. Das anschließende Erinnerungsfoto, auf dem der 16-Jährige direkt neben dem Weltmeister von 2007 steht, könnte Symbolcharakter für die weitere Handballkarriere des Nahwurfzonenspezialisten haben.

Dimitri Ignatow, bis letzte Saison noch im Trikot der Baunataler Eintracht, hat sich vor Kurzem der MT Melsungen angeschlossen. “Wir können ihm hier sehr gute Möglichkeiten bieten, die ihm ein sportliches Weiterkommen ermöglichen, ist Axel Renner, MT-Jugendkoordinator, überzeugt. Unter den Trainern Sead Kurtagic und Philipp Julius will Dimitri zusammen mit den weiteren talentierten Spielern im MT-Team den Aufstieg in die A-Jugend-Bundesliga schaffen. Dazu müssen ab 10. Mai aber zunächst die Hürden zweier Vorqualifikationsturniere übersprungen werden.

Angefangen hat der Linkshänder seine Handballkarriere bei der TSG Dittershausen. “Im Alter von etwa 6 Jahren war ich mal zufällig in der Sporthalle und habe bei einem Handballtraining zugeschaut. Da hat mich die Trainerin angesprochen, ob ich mitmachen möchte, verrät der Schüler. Das war kurz nach dem er in 2005 mit seinen Eltern und seinem zwei Jahre älteren Bruder von Kasachstan nach Deutschland gekommen ist. Das Ballgefühl hat er offenbar von seinem Vater geerbt. Der war jedoch kein Handball-, sondern ein guter Volleyballspieler. Sein Bruder hat das Handballspielen übrigens wieder aufgegeben. Was bei Dimitri nicht zu erwarten ist. Im Gegenteil: Der ehrgeizige Linkshänder hat durch die Berufung in den DHB-Sichtungskader einen weiteren Motivationsschub bekommen.

Derzeit gehören der Jugendnationalmannschaft ausnahmslos Talente der Jahrgänge 1996/1997 an. Doch für die ältesten unter ihnen, die bald ausscheiden müssen, werden schon jetzt Nachfolger gesucht. Wichtige Tests warten auf die Schützlinge von Christian Schwarzer, Klaus-Dieter Petersen und Jochen Beppler Ende des Jahres: Die zwei großen Turniere im französischen Eaubonne und im saarländischen Merzig werden über die künftige Zusammensetzung des Kaders entscheiden. Die Erfahrungen aus diesen Wettkämpfen sowie eine Reihe weiterer Lehrgänge dienen schließlich der Vorbereitung auf die Jugend-Europameisterschaft 2016. Ein Ziel, dass natürlich auch Dimitri Ignatow reizt.

Zunächst aber gilt es aber für ihn, einen guten Eindruck bei seinem ersten Lehrgang zu hinterlassen. Noch bis Ende dieser Woche geht es DHB-Trainer Klaus-Dieter Petersen darum, die beim Länderpokalfinale in Berlin gesichteten Talente unter die Lupe zu nehmen und die neuen Spieler im Kader auf den gleichen Stand wie die erfahrenen Akteure zu bringen. “Ich glaube, der Trainer ist bislang ganz zufrieden mit mir”, freut sich Dimitri.

Parallel zur Handballkarriere hat der MT-Neuzugang aber auch sein schulisches Fortkommen fest im Blick. “Ich will zunächst meinen Realschulabschluss machen und danach eine Ausbildung beginnen, am liebsten in der Fachrichtung Mechatroniker”, verrät der 16-Jährige.

Zur Person: Dimitri Ignatow, geb. am 30.11.1998 in Kivka (Kasachstan), 1,74 m, 74 kg, Realschüler in der der Oskar-von-Miller-Schule. Bisherige Vereine: TSG Dittershausen, GSV Eintracht Baunatal. Größter Erfolg: Deutscher Jugend-Vizemeister. (Bernd Kaiser)



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