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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Stämmler berichtete bei FWG-Sitzung über Nahverkehr

Schwalm-Eder. „Werden die Bundesmittel für den Regionalverkehr nicht, entsprechend des Bedarfes, angehoben, kommen weitere finanzielle Belastungen auf den Schwalm-Eder Kreis zu. Zusätzliche Kosten, wie die Wiederinbetriebnahme der Bahnnebenstrecke Korbach-Frankenberg belasten den Haushalt des NVV“, bedauerte der Fraktionsvorsitzender Willi Werner aus Edermünde einleitend. Im Rahmen einer offenen Fraktionssitzung der FWG Schwalm-Eder berichtete Mike Stämmler, Geschäftsführer der NSE, Nahverkehr Schwalm- Eder, über die aktuelle Situation und über die künftigen Entwicklungen des Nahverkehrs im Schwalm-Eder Kreis, der in den vergangenen Jahren deutliche Kostensteigerungen erfahren hat.

Mike Stämmler erläuterte zunächst die Finanzierungssituation für den Nahverkehr. Aktuell werden vom Bund an die Länder 7,3 Milliarden Euro für die Nahverkehre ausgeschüttet, die dann auf die Länder verteilt werden. Aktuelle Gutachten weisen hingegen einen Bedarf von rund 8,5 Milliarden Euro aus. Somit komme auf die Länder und auch auf die Kreise ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf zu.

Stämmler schätzt Finanzlücke in Hessen auf 50 Millionen Euro pro Jahr innerhalb der nächsten fünf Jahre. Zwar gebe es im Kreis durchaus Potenzial für Einsparungen, was das Konzept der Schulzeitstaffelung zeige. Hierbei kann durch geringfügiges Verlegen (nach vorn oder nach hinten) des Unterrichtsbeginns die Zahl der Fahrten und dadurch die Kosten verringert werden. Die zu erwartenden Einsparungen liegen laut Stämmler bei rund 720.000 Euro pro Jahr.

Als eine positive Entwicklung für den Nahverkehr im Schwalm-Eder Kreis zeigt sich nach Ansicht von Mike Stämmler der Wettbewerb der Unternehmen. So hatten noch in 2003 kleinere private Unternehmer kaum eine Chance an einer Ausschreibung im Nahverkehr des Schwalm-Eder Kreises zu partizipieren, da konzerngebundene Unternehmen deutlich bessere Preise machen konnten. Aktuell hingegen würden alle Strecken bis auf eine Ausnahme künftig vom heimischen Mittelstand befahren werden. Dabei verweist Stämmler auf die junge Fahrzeugflotte, die aus der Vergabe an heimische Unternehmer resultiert.

Auch das Konzept des landesweiten Schülertickets war ein Anliegen der anwesenden Mitglieder und wurde intensiv diskutiert. Nach Einschätzung von Stämmler wird sich dieses Konzept nicht kurz- oder mittelfristig umsetzten lassen. Er wies auf das sogenannten Ergänzungsticket des NVV hin, damit ist es für Schüler heute schon möglich für 10 bzw.15 Euro pro Monat öffentliche Verkehrsmittel auch in der Freizeit zu nutzen.

Der Fraktionsvorsitzende Willi Werner sagte abschließend, es sei deutlich geworden, dass der Nahverkehr vor großen Herausforderungen stehe und dass der Schwalm-Eder Kreis sich mit diesem Thema befassen müsse, um die zusätzlichen Mittel zur Finanzierung des Status Quo bereit zu stellen. (red)



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