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Bernd Gabel und Uwe Holzapfel bei Senioren-EM in Lyon

DLV-Mehrkämpfer in Lyon mit Bernd Gabel. Foto: nhLyon/Melsungen. Mit Bernd Gabel und Dr. Uwe Holzapfel starten zwei Leichtathleten der Melsunger Turngemeinde bei den 21. Senioren-Weltmeisterschaften in Lyon (Frankreich). Insgesamt haben mehr als 8000 Athletinnen und Athleten aus 98 Nationen ihre Meldung abgegeben und wetteifern in verschiedenen Altersklassen um Medaillen und Platzierungen. Allein aus Deutschland reisten über 700 Wettkämpfer nach Frankreich. Während Bernd Gabel bei diesen Titelkämpfen zum ersten Mal die internationale Wettkampfluft im Zehnkampf der M55 schnuppert, ist Dr. Uwe Holzapfel bereits ein alter Hase auf diesem Gebiet, denn der renommierte Jurist aus Stuttgart, der schon seit acht Jahren für die Melsunger Turngemeinde an den Start geht, startete bereits mehrfach bei den Welt- und Europameisterschaften im 3000m-Hindernislauf.

Bei Temperaturen von über 40 Grad wurde der Zehnkampf der Senioren mit dem 100m-Sprint gestartet. Bernd Gabel, der sich eine Zeit unter 14,50 Sekunden vorgenommen hatte, büßte mit 14,82 Sekunden schon einige Punkte ein. Beim Weitsprung blieb er mit 4,55 Meter im Rahmen seiner Möglichkeiten, verspürte aber schon erste Schmerzen im linken Fuß. Vielleicht lag es an der Nervosität, denn im Kugelstoßen blieb der 57-Jährige mit 8,11 Metern etwas hinter den Erwartungen zurück und war mit diesem Ergebnis nicht ganz zufrieden. Als vierte Disziplin stand der Hochsprung auf dem Programm. Beim Einspringen wurde der Schmerz im linken Fuß immer stärker, so dass Gabel nach übersprungenen 1,27 Meter die Segel streichen musste. Für den abschließenden 400m-Lauf hatte er sich schon vor seiner Abreise nach Frankreich vorgenommen, seine Jahresbestzeit vom Feriensportfest in Borken mit 71,79 Sekunden zu unterbieten. Aber bei 36 Grad im Schatten und mit einem lädierten linken Fuß, musste er sich mit 76,55 Sekunden zufrieden geben.

Bernd Gabel. Foto: nhDer zweite Tag begann um 08.30 Uhr mit dem 100m-Hürdenlauf. Um sieben war der Melsunger Mehrkämpfer im Stadion und testete bei über 25 Grad seinen lädierten Fuß. Mehrkämpfer sind zäh und nichts wirft sie so schnell um. Bernd Gabel merkte, dass er seinen linken Fuß kaum mehr belasten konnte und war somit gezwungen, beim Hürdenlauf umstellen, so dass er nach dem Überlaufen der Hürde stets auf dem rechten Fuß landen musste. Das war für ihn ungewohnt und kostete deshalb viel Zeit. Außerdem kam der Melsunger Justizangestellte viel zu hoch über die zehn Hürden und musste deshalb mit 21,96 Sekunden zufrieden sein. Eigentlich hatte er sich eine Zeit unter 20 Sekunden vorgenommen.

Die 1,5kg-Scheibe schleuderte er nach dem Hürdenlauf auf 27,96 Meter und machte einige Punkte gegen die knapp vor ihm liegende Konkurrenz gut. Beim Stabhochsprung wollte er nichts riskieren und hörte nach der übersprungenen Anfangshöhe von 2,00 Meter auf. Im Speerwerfen verfehlte Gabel die anvisierte 30m-Marke nur um 87 Zentimeter und hatte vor dem abschließenden 1500m-Lauf sogar noch die Chance, sich mit einem Platz unter den weltbesten dreißig Zehnkämpfern zu platzieren. Als die noch verbliebenen 33 Zehnkämpfer vom Starter bei über 38 Grad auf die Reise geschickt wurden, merkte man den „Königen der Athleten“ ihre Strapazen an. Nach 6:38,99 Minuten war die Hitzeschlacht und damit auch Bernd Gabels erster Zehnkampf bei einer internationalen Meisterschaft beendet.

Der sympathische Athlet, der diese WM gleichzeitig mit seiner Lebensgefährtin Monika Groh zu einem Kurzurlaub in Frankreich nutzt, kam in der Endabrechung auf 4157 Punkte und belegte damit Platz 24.

Sieger wurde der Brite Allan Leiper mit 7220 Punkten vor dem Finnen Timo Rajamaki (6982) und dem US-Amerikaner Michael Janusey (6861 Punkte). Als bester Deutscher landete Dr. Stephan Mathieu mit 6578 Punkten auf Rang sechs. (ajw)



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