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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Ausbildung als Bürokauffrau erfolgreich abgeschlossen

Schwalmstadt-Treysa. Larissa Wagner hat ihre Ausbildung als Bürokauffrau bei der Hephata Diakonie Ende Juni 2015 erfolgreich abgeschlossen. Am Tag darauf fing sie ihre Beschäftigung als Bürokauffrau in der Kundenbuchhaltung an. Larissa Wagner (26) ist eine „Frau der Zahlen“ – so charakterisiert sie der stellvertretende Personalleiter Andreas Kämpfer.

In der Kundenbuchhaltung gibt es viele Mitarbeitende, die mit Zahlen zu tun haben. Larissa Wagner ist jetzt eine von ihnen. Die 26-Jährige ist dort für das Mahnwesen zuständig. „Ich mahne Kunden an, wenn sie die Rechnungen nicht bezahlen. Dabei muss ich Zahlungseingänge erfassen und  buchen.“ Dass ihr die Arbeit mit Zahlen Spaß macht, hat sie schon während der Ausbildung gemerkt. Wie jeder andere Auszubildende hat die junge Frau verschiedene Abteilungen kennengelernt. Im Vier-Monats-Rhythmus wechseln alle Auszubildenden die Abteilungen und bekommen so Einblicke in verschiedene Bereiche. „Der Wechsel hat seine Vor- und Nachteile“, resümiert die Bürokauffrau. „Ich habe viele Menschen kennengelernt und weiß jetzt einiges über die Aufgaben und Abläufe in den Abteilungen. Aber immer, wenn ich mich gerade eingearbeitet und alles kennengelernt hatte, stand der nächste Wechsel an.“ Und vor jedem Wechsel stellte sie sich die Fragen: „Wie sind die neuen Kollegen? Kann ich die Aufgaben erfüllen? Macht mir die Arbeit dort Spaß?“ Doch bei den Wechseln hat sie auch herausgefunden, welche Aufgaben ihr besonders liegen. „Ich habe an der Arbeit gerne einen eigenen Verantwortungsbereich und feste Aufgaben. Am liebsten arbeite ich mit Zahlen.“ Deshalb freute sie sich auch besonders über das Angebot der Buchhaltung: „Dort hat es mir auch während der Ausbildung am besten gefallen.“

Dass Larissa Wagner in der Region mal eine Ausbildung erfolgreich beenden würde, hätte die gebürtige Weißrussin nicht gedacht, als sie das erste Mal nach Deutschland kam. „Ich habe bei einem Erholungsurlaub meiner Schule mitgemacht. Jedes Jahr fahren die Schüler der fünften Klasse nach Schwalmstadt und machen hier Ferien.“ Dieser Urlaub wird von der Elterninitiative „Kinder von Tschernobyl“ Schwalmstadt organisiert und mit Spenden finanziert. Kinder aus dem radioaktiv verstrahlten Gebiet rund um Tschernobyl sollen sich in der Schwalm erholen und ihr Immunsystem stärken.  Larissa Wagner nahm im Jahr 2000 an dem Erholungsurlaub teil und wohnte in Dittershausen in der Gastfamilie von Harry und Marlies Wagner und derem Sohn Timmy – ihrem heutigen Ehemann. „Als ich dann wieder nach Weißrussland ging, hatten wir regelmäßig Kontakt. Er kam mich auch besuchen, wenn er Hilfstransporte nach Weißrussland gefahren hat.“ Nachdem Larissa Wagner sechs Jahre später die Realschule beendet hatte, zog sie zu Timmy Wagner in die Schwalm. Am Anfang konnten sich die beiden nur mit Hilfe eines Wörterbuchs unterhalten. Nach und nach verbesserte die 26-Jährige ihre Deutschkenntnisse. Ein Jahr nach der Einreise heirateten die beiden in Dänemark. Und ein weiteres Jahr später kam ihr gemeinsamer Sohn auf die Welt.

Lukas ist heute sieben Jahre alt und kommt im Sommer in die zweite Klasse. „Ich habe mich die ersten Jahre um ihn gekümmert und nebenbei Minijobs angenommen. Als Lukas dann in den Kindergarten kam, habe ich überlegt, eine Ausbildung anzufangen.“ Die junge Mutter entschied sich für die Ausbildung zur Bürokauffrau. „Ich habe mich im Herbst 2011 bei Hephata beworben. Die Ausbildung sollte im Sommer 2012 beginnen, vorher wollte ich noch in der Informations- und Telefonzentrale arbeiten. Dort suchten sie eine Aushilfe.“ Larissa Wagner  gab beide Bewerbungen gleichzeitig ab: „Und beides hat auch geklappt“, erinnert sich die 26-Jährige. So hat sie erst einige Monate in der Informations- und Telefonzentrale gearbeitet, im Sommer dann mit der Ausbildung begonnen.

Vor allem zu Beginn überlegte sie oft, ob sie das alles unter einen Hut bekommen würde: Familie, Hausbau und Ausbildung. Um gut vorbereitet zu sein, hat sie vor der Ausbildung einen Stenographen-Kurs gemacht. „Ich hatte in Weißrussland keinen Computer und habe auch vorher nicht damit gearbeitet.“ Um sich wenigstens im Zehn-Finger- Schreiben fit zu machen, belegte sie in Treysa einen Kurs. „Das war wirklich gut. Denn die anderen Auszubildenden hatten das Zehn-Finger-Schreiben schon in der Schule gelernt.“ Ihre Gewissenhaftigkeit war wohl auch ein Grund dafür, dass sie die Ausbildung mit guten Noten abgeschlossen hat. „Ich bin froh, dass ich die Ausbildung bei Hephata gemacht habe“, sagt die 26-Jährige. „Ich habe mich hier sehr entwickelt und bin selbstbewusster geworden.“ Und das Wichtigste ist: Sie hat einen Job gefunden, der ihr Spaß macht. Sie ist die Frau der Zahlen.

Die Namen aller Absolventen finden Sie im digitalen Mitarbeiterportal: www.wir-bei-hephata.de.

Ausbildung bei Hephata
Die Bezeichnung Bürokauffrau/Bürokaufmann gibt es nur noch bis Juni 2016. Alle Auszubildenden, die danach ihren Abschluss erreichen, tragen dann den Titel: Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement. Neben dieser Ausbildung kann man bei der Hephata Diakonie auch viele andere Berufe erlernen: Kauffrau /Kaufmann im Gesundheitswesen, Drechsler/in, Tischler/in, Hauswirtschafter/in, Verkäufer/in, Erzieher/in, Heilerziehungspfleger/in, Heilpädagoge/-in Altenpfleger/in, Altenpflegehelfer/in, Krankenpflegehelfer/in und Diakon/in.

Weitere Informationen zu den Ausbildungsberufen finden Sie auf der Seite: www.hephata.de/ausbildung. (red)



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