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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Saxophon und Orgel: Konzert in der Elisabethkirche

Kerstin Röhn. Foto Toofan HashemiKassel. Am Mittwoch, 30. September 2015, wird um 20 Uhr die Konzertreihe „Im Atem der Zeit“ mit der populären Duobesetzung Saxophon und Orgel in der Kasseler Elisabethkirche fortgesetzt. In der illuminierten Kirche spielen die Saxophonistin Kerstin Röhn und Kantor Martin Forciniti u. a. Werke von John Wolf Brennan (*1954), Fanny Hensel (1805-1847) und Astor Piazzolla (1921-1992). Luise Wenning liest Gedichte von u. a. William Butler Yeats und Richard Dehmel. Die Gedichte korrespondieren mit der Musik und knüpfen einen roten Faden durch das Programm.

Gegensätze in der Volksmusik, die aufgrund räumlicher Distanz größer nicht sein könnten, verschmelzen bei diesem Konzert auf frappierend einfache Art. Zwischen keltischer Musik und südamerikanischem Tango ist es die Kombination Saxophon und Orgel, die diese Verbindung knüpft und zwischen diesen beiden Polen klassisch ambitionierte Originalwerke und Bearbeitungen einbettet. „In 80 Tagen um die Welt“ war einmal. Kerstin Röhn und Martin Forciniti schaffen mit diesem Programm die Weltreise in einer Stunde.

Es bleibt noch Zeit, bedeutende Lyriker der einzelnen Regionen wie den irischen Nationaldichter William Butler Yeats, den Franzosen Charles Baudelaire und Richard Dehmel mit Gedichten aus der provokanten Sammlung „Weib und Welt“ zu rezitieren.

Martin Forciniti, Foto: Marcus LeitschuhVeranstalter der langfristig angelegten Konzertreihe sind die Elisabethkirche und das Kasseler Kulturforum e. V.  in Kooperation mit den Kasseler Verlagen Merseburger, PAN und Furore und der Werner Bosch Orgelbau GmbH.

Die denkmalgeschützte Orgel der Kasseler Martinskirche hat in der Kirche am Friedrichsplatz eine neue Heimat gefunden. Die zentrale Lage bietet nun einmal mehr einen idealen Ort für hervorragende Konzerte. In mehrfacher Hinsicht soll der Titel „Im Atem der Zeit“ Vitalität aufzeigen und den Blick auch auf zeitgenössische Musik richten. Ernst Krenek, Namensgeber der Reihe mit dem Titel seiner Autobiographie, stellt zugleich einen Bezug zu Kassel her, wo er von 1925 bis 1927 unter Intendant Paul Bekker am Kasseler Theater vis-à-vis der
Elisabethkirche tätig war.

Je nach Ausrichtung des Programms werden weitere Kooperationspartner mit ins Boot geholt. Das dritte Konzert wird am 16. März 2016 stattfinden.

Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende für die Künstler gebeten. Nach den Konzerten wird zu Begegnungs- und Gesprächsmöglichkeiten geladen. Bei gutem Wetter auf den Seitenhöfen der Kirche, sonst unter der Empore. (red)



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