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Versammlungsort auf der Mader Heide wird eröffnet

Am Sonntag, 4. Oktober, wird auf der Mader Heide östlich von Gudensberg-Maden die Nachbildung eines historischen Versammlungsortes eröffnet. Foto: nhGudensberg-Maden. Am Sonntag, 4. Oktober, wird auf der Mader Heide östlich von Gudensberg-Maden die Nachbildung eines historischen Versammlungsortes eröffnet. Alle Bürgerinnen und Bürger sind zum Erntedank-Gottesdienst und zur Einweihungsfeier eingeladen, die vom Ortsbeirat Maden und dem Magistrat der Stadt Gudensberg veranstaltet wird. „Mit der Nachempfindung eines germanischen Thingplatzes in Maden starten wir die Entwicklung besonderer Orte in unserem Stadtgebiet, um sie für die Naherholung und die touristische Entwicklung zu erschließen“, sagt Bürgermeister Frank Börner.

Ein großer Steinkreis auf der Mader Heide und eine Holzskulptur sollen an die germanischen Chatten erinnern. Sie siedelten einst hier und gaben der Region Chattengau sowie dem Land Hessen ihren Namen. Zur Eröffnung wird eine neue Infotafel zum Thema „Germanischer Thingplatz“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

Pfarrer Herbert Fuest, der den Gottesdienst leiten wird, hat das Motto der Veranstaltung mit „Die Ernte der Geschichte ist unsere Gegenwart“ beschrieben. Madens Ortsvorsteher Volker Steinmetz will mit der Eröffnung des Versammlungsplatzes auch an die große historische Bedeutung Madens erinnern: „Wir freuen uns, wenn viele Bürger mit uns gemeinsam die Eröffnung feiern und diesen denkwürdigen Platz, der auch als Wiege Hessens bezeichnet wird, in seiner neuer Erscheinung kennenlernen.“

Programm:

10:15 Uhr:
Start Wanderung ab Holzskulptur Sophie von Brabant, Maden (Stadtweg, Lindenstraße

10:55 Uhr:
Ankunft der Wanderer auf der Mader Heide. Es wird auch ein Shuttle-Dienst von Maden zur Mader Heide eingerichtet.

11 bis 12:30 Uhr:
Gottesdienst auf der Mader Heide

ab 12:30 Uhr:
Offizielle Einweihung, anschließend Essen und Trinken, geselliges Beisammensein

Weiterführende Informationen
Die Mader Heide (auch Maderheide geschrieben), ist eine historische Stätte östlich von Maden, die über Jahrhunderte zu den wichtigsten Versammlungsorten Hessen zählte. Nachweislich ab 1121 versammelten sich hier die Gaugrafen unter freiem Himmel. Im Jahr 1247 wurde auf der Mader Heide der junge Heinrich zum ersten Landgrafen von Hessen ernannt. Der Sohn des Herzogs Heinrich II. und Sophie von Brabant war damit erster Landgraf von Hessen und Begründer des hessischen Fürstenhauses. Die Mader Heide wird daher auch als „Wiege Hessens“ bezeichnet. Der letzte hessische Landtag auf der Mader Heide fand 1654 statt.

Die mittelalterlichen Versammlungs- und Gerichtsstätten standen oft in der Tradition der heiligen Plätze germanischer Gruppen. Daher vermuten Heimatforscher, dass sich auf der Mader Heide auch schon die germanischen Chatten versammelten. An die Funktion als germanischer Versammlungsort („Thingplatz“) wird bei der Einweihungsfeier am 4. Oktober erinnert. (red)



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