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GrimmHeimat will für Gäste Barrieren abbauen

Heimische Tourismusbranche stellt sich verstärkt auf ältere und behinderte Reisende ein

Die Teilnehmerin eines Sensiblisierungsseminars zum Thema Barrierefreies Reisen versucht, Blindenschrift zu lesen. Foto:  MosGiTo, Gisela MoserKassel. Fußgänger nehmen die Hindernisse kaum wahr: Dort zwei Stufen, an einer anderen Stelle ein schmaler Türrahmen – und schon geht es mit dem Rollstuhl nicht weiter. „Sich selbst mal in einen Rollstuhl zu setzen hilft beim Perspektivwechsel. Gastgebern fällt es dann leichter, sich zu fragen: Wo sind die Hürden für meine Gäste? Und wie kann ich sie abbauen?“, schildert Gisela Moser. Die selbstständige Beraterin hat sich auf barrierefreies Reisen spezialisiert und schult im Auftrag der GrimmHeimat NordHessen erstmals 18 Gastgeber und Verantwortliche der heimischen Tourismusbranche.

Im Gepäck hat sie neben einem Rollstuhl auch Simulationsbrillen und Langstöcke sowie jede Menge Informationen über Behinderungsarten und Best-Practice-Beispiele aus der Tourismusbranche.

Mit der Schulung will die GrimmHeimat NordHessen einen ersten Schritt machen, um mehr barrierefreie Angebote in der Region zu schaffen. Denn im Zuge des demographischen Wandels werden die Reisegäste älter und sind damit auch körperlich und geistig stärker eingeschränkt. „Diese Gäste sind häufig ihr Leben lang viel und gerne gereist und wollen das im Alter weiterhin tun. Es liegt an uns, für diese Zielgruppe passende Angebote zu machen. Und nicht zuletzt finden wir den Gedanken wichtig, niemanden von unseren Angeboten ausschließen zu müssen, egal welche Einschränkungen er mitbringt“, schildert Ulrike Remmers, Leitung Marketing bei der GrimmHeimat NordHessen. Die Destination  wirbt deshalb ab sofort bei ihren Partnern in den fünf nordhessischen Landkreisen und der Stadt Kassel für das bundesweite Gütesiegel „Reisen für alle“. Ziel des Siegels ist es, in ganz Deutschland eine einheitliche Kennzeichnung für touristische Angebote einzuführen. Der Ausbau des barrierefreien Tourismus wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

Barrierefreies Reisen bedeutet zum Beispiel, dass auch elektrische Rollstühle auf einem Ausflugsschiff mitgenommen werden. Foto: MosGiTo, Gisela Moser„Es gibt hier in Nordhessen schon etliche barrierefreie Angebote“, sagt Bianka von Roden, die bei der GrimmHeimat NordHessen für den barrierefreien Tourismus zuständig ist. Mit gutem Beispiel voran geht unter anderem die Stadt Fritzlar, die in der Altstadt viele Hindernisse aus dem Weg geräumt hat und für ihre barrierefreien Angebote in diesem Jahr mit dem hessischen Tourismuspreis ausgezeichnet wurde. Einen Schritt voraus ist auch der Landkreis Waldeck-Frankenberg, der seit Mai 2014 vom hessischen Sozialministerium als Pilotregion für Barrierefreiheit in Gastronomie und Tourismus anerkannt ist. Darüber hinaus werden vielerorts in der Region barrierefreie Führungen angeboten oder es stehen Hilfsmittel zur Verfügung. „Für Reisende mit Einschränkungen ist es aber wichtig, eine möglichst barrierefreie Service-Kette vorzufinden: Von der Anreise über die Unterkunft bis hin zu den Freizeitmöglichkeiten“, so von Roden. Das Siegel „Reisen für alle“ ermögliche es den Gästen zudem, bereits vor Reisebeginn prüfen zu können, welche Bedingungen sie vor Ort vorfinden.

Ansprechpartnerinnen für das Kennzeichnungssystem „Reisen für alle“ sind: Susanne Bolfraß, HA Hessen Agentur, susanne.bolfrass@hessen-agentur.de und Bianka von Roden, GrimmHeimat NordHessen, vonroden@regionnordhessen.de. (red)



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