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Erkältungszeit: So kommen Sie gesund durch den Herbst

Die Johanniter raten: Häufiges Händewaschen schützt vor Ansteckung

Erkältungszeit. Foto: Johanniter-Andreas Schoelzel

Kassel. Sie ist da, die Erkältungszeit. Egal ob im Büro, in der Schule, in Bus oder Bahn, es wird geschnieft, gehustet und geniest. Erwachsene erwischt der grippale Infekt durchschnittlich zwei bis vier Mal pro Jahr, Kleinkinder sogar bis zu zehn Mal. Eine Garantie, schnupfenfrei durch die kalte Jahreszeit zu kommen, gibt es leider nicht. Wer sich aber an ein paar einfache Hygieneregeln hält, steigert seine Chancen ganz deutlich.

„Regelmäßiges gründliches Händewaschen mit Seife ist das A und O“, rät Dr. Simon Little, Landesarzt der Johanniter in Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar. „Vor allem, wenn man unter Menschen war und Türklinken, Treppengeländer, Fahrstuhlknöpfe oder Haltegriffe im öffentlichen Nahverkehr angefasst hat. Wichtig ist auch, sich nicht die Augen zu reiben oder Mund und Nase zu berühren, sonst können Erkältungsviren und andere Erreger über die Schleimhäute in den Körper eindringen.“ Eltern sollten darauf achten, dass Kinder sich ebenfalls regelmäßig die Hände waschen, vor allem, wenn sie aus Kindergarten oder Schule nach Hause kommen. „Seife ist im Normalfall völlig ausreichend“, sagt Landesarzt Little. „Eine zusätzliche Desinfektion mit entsprechenden Lösungen empfiehlt sich nur für Menschen in besonders gefährdeten Berufen, etwa im Gesundheits- oder Lebensmittelbereich.“

Frische Luft, Bewegung und eine gesunde Lebensweise gegen die Viren
Stress, ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung und wenig Schlaf erhöhen die Anfälligkeit für Erkältungserkrankungen, da das Immunsystem dadurch geschwächt wird. Hinzu kommt die trockene Heizungsluft in der kalten Jahreszeit, die die Schleimhäute austrocknet und dadurch für Viren durchlässiger macht. „Als Faustregel kann man sagen, dass regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, gesunde vitaminreiche Ernährung und vor allem ausreichend Schlaf das Immunsystem fit halten“, erläutert Little. „Auch viel Trinken, z. B. ungesüßte Tees oder Wasser, hilft, damit die Schleimhäute nicht austrocknen. Unterstützen kann man auch mit einem Meerwasser-Nasenspray.“ Auch häufiges Lüften macht es den Erregern schwerer, ein Opfer zu finden.

Wenn’s doch passiert: Andere vor Ansteckung schützen
Wen es doch erwischt, der sollte sich an einige Benimmregeln halten, um seine Mitmenschen zu schützen. „Wer erkältet ist, sollte sich natürlich auch regelmäßig die Hände waschen, vor allem nach dem Naseputzen“, sagt Little. „Wen es erwischt hat, der sollte sich hygienisches Niesen und Husten angewöhnen: Lieber in die Armbeuge als in die Hand. Außerdem sind Papiertaschentücher der Stoffvariante vorzuziehen. Ein einmal benutztes Papiertaschentuch gehört nicht in die Hosentasche oder auf den Schreibtisch, sondern in den Müll!“ Niesen zu unterdrücken, ist übrigens keine gute Lösung: Der hohe Druck kann Verletzungen im Ohr hervorrufen. Auch sollten Erkrankte aus Rücksicht auf ihre Mitmenschen auf Händeschütteln verzichten. „Vor allem bei Erkrankungen mit Fieber gilt: Zuhause bleiben und auskurieren! Wer krank ist, kann keine volle Leistung bringen, weder in der Schule, noch bei der Arbeit. Die Kollegen werden es danken“, betont Little. (red)



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