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IHK startet Qualifizierungsprojekt für Flüchtlinge

Regierungspräsident Lübcke bedankt sich bei der Wirtschaft

Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke. Foto: Meyer-PetersNordhessen. Aufgrund ihres Einsatzes für Flüchtlinge hat sich Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke gestern Abend bei den Mitgliedern der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg bedankt – stellvertretend für alle regionalen Unternehmen aus den Branchen Industrie, Handel und Dienstleistungen. „Sie helfen den Flüchtlingen nicht nur materiell, sondern auch dadurch, dass sie als Arbeitgeber Rettungs- und Hilfskräfte freistellen“, sagte Lübcke. Er lobte die Zusammenarbeit.

Darüber hinaus gab der Regierungspräsident Einblicke in die aktuelle Flüchtlingssituation in Nordhessen. Lübcke betonte, dass die Asylsuchenden kein Anrecht hätten, sich selbst einen Staat für den Verbleib auszusuchen. „Sie müssen damit rechnen, dass sie anderen Ländern zugewiesen werden“, sagte er.  Dessen ungeachtet unterstrich er, dass Flüchtlinge Anspruch auf ein ordentliches Rechtsverfahren haben. „Ich bin stolz darauf, dass Artikel 16 a im Grundgesetz steht“, sagte Lübcke. In dem Artikel heißt es unter anderem: „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.“ In diesem Jahr seien vor allem Menschen aus Albanien, Syrien und Afghanistan in die Region gekommen.

„Wir wollen durch Ausbildung und Arbeit integrieren“, bekräftigte c. „Wir stehen vor einer riesengroßen Herausforderung für die gesamte Gesellschaft.“  Das IHK-Präsidium hatte in seiner Sitzung beschlossen, ein Projekt „Flüchtlinge“ aufzulegen, dessen Grundzüge dann auch der Vollversammlung vorgestellt wurden und Zustimmung fanden. Die konkrete Umsetzung muss allerdings noch erarbeitet werden.

Mögliche IHK-Aktionsfelder im Bereich Aus- und Weiterbildung skizzierte Dr. Michael Ludwig, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung bei der IHK. Dazu zählen unter anderem, Betriebe zu informieren und zu beraten, den Flüchtlingen berufliche Orientierung zu geben und sie in Einstiegsqualifizierung und Ausbildung zu integrieren sowie Netzwerke vor Ort zu stärken.

Da jeder Landkreis mit dem Thema Flüchtlinge anders umgehe, könne die IHK Kassel-Marburg durch ihre regionalen Servicezentren in den Kreisstädten sowie Kassel und Marburg auf eine gute Struktur zurückgreifen, ergänzte Ludwig. Auch die insgesamt 27 von der IHK in der Region eingerichteten Berufswahlbüros können genutzt werden, um dort die duale Ausbildung vorzustellen sowie Praktikums- oder auch Ausbildungsangebote zu vermitteln. Ferner können Ausbildungsbetriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen zum Beispiel die Lehrstellen- und Praktikumsbörse unter www.ihk-lehrstellenbörse.de nutzen, um kostenlos ihre Angebote einzustellen.

Des Weiteren kümmern sich die Industrie- und Handelskammern um die Feststellung der Gleichwertigkeit ausländischer Berufsabschlüsse durch das bundesweiten Kompetenzzentrum IHK FOSA (Foreign Skills Approval). Die IHK FOSA nimmt Anträge auf Anerkennung entgegen und vergleicht, inwieweit ausländische Berufsqualifikationen mit entsprechenden deutschen Berufsabschlüssen als gleichwertig eingestuft werden können. (red)



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