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Heimspiel: MT will Bergische Löwen zähmen

Stimmung in der Rothenbach-Halle. Foto: HartungKassel/Melsungen. Zwölfter Spieltag in der DKB Handball-Bundesliga, Heimspiel für die MT Melsungen: Der Tabellendritte empfängt den Sechzehnten Bergischer HC. Anwurf in der Rothenbach-Halle der Messe Kassel ist am Samstag um 19 Uhr. Tickets sind noch in den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

“Nicht mehr lange diesem Spiel nachtrauern!” – diese Devise hatte Michael Roth schon kurz nach dem Abpfiff am Sonntag in Magdeburg ausgegeben. Seine Mannschaft hatte gerade ein 28:28-Remis beim kampfstarken SCM erreicht. Dabei erschien ein Sieg aufgrund der eigenen Zwei-Tore-Führung rund 70 Sekunden vor Abpfiff greifbar nahe. Mangelnde Cleverness in dieser entscheidenden Phase bescheinigte anschließend der MT-Trainer seinen Schützlingen. Die wiederum wollen das Ende so schnell wie möglich vergessen machen – mit einem couragierten Auftritt am Samstag vor heimischem Publikum gegen den Bergischen HC.

Vor diesem Spiel ist die Erwartungshaltung von Mannschaft, Verantwortlichen und Fans eine andere, als vor dem Match beim SC Magdeburg. Während dort die Überzeugung galt, gegen einen Kontrahenten auf Augenhöhe zu agieren – unabhängig von dem Abstand von sechs Tabellenplätzen  – ist die Rollenverteilung nun eine eindeutigere. Die MT, nach Minuspunkten betrachtet, erster Verfolger des verlustpunktfreien Spitzenreiters Rhein-Neckar Löwen, empfängt den derzeit auf einem Abstiegsplatz rangierenden Bergischen HC. Ist dies bereits der Hinweis auf den Spielausgang?

Wer im Spitzensport so denkt, hat meist schon verloren. Erst recht  in der DKB Handball-Bundesliga, wie diese Saison bislang schon vielfach gezeigt hat. Vermeintliche Favoriten stolperten überraschend gegen vermeintliche Aussenseiter. Top-Teams wie Kiel, Flensburg, Hamburg, Göppingen können ein Lied davon singen. Auch die MT musste sich schon einmal scheinbar sicher zu buchender Punkte berauben lassen. Die 23:27-Heimniederlage gegen den VfL Gummersbach steht da als warnendes Beispiel.

Dennoch: Die Nordhessen treten in dieser Saison gefestigter und konstanter auf, als je zuvor in ihrer inzwischen ins elfte Jahre gehenden Erstligageschichte. Das Team um Kapitän Michael Müller zeigt eine gewisse Reife, hat sich in allen Mannschaftsteilen weiterentwickelt: Stabiler in der Abwehr, beweglicher im Angriff, flexibler in der Besetzung der einzelnen Positionen, da überall zwei gleichgute Spieler verfügbar sind. Das hört sich nicht nur gut an, sondern schlägt sich auch in der Tabelle nieder: “Es macht schon Spaß, soweit oben zu stehen”, verrät der Kapitän, “deshalb arbeiten wir dafür, dass dies auch noch eine ganze Weile so bleibt”.

Also muss am Samstag der nächste Sieg her. Gegen die Bergischen Löwen, die in dieser Saison noch darum ringen, was die MT schon ziemlich gut geschafft hat. Die beiden einzigen Pluspunkte bisher wurden gegen Eisenach und Lübbecke geholt.  Zur weiteren Erklärung sei aber festzuhalten: Mit Kiel, Flensburg, den Rhein-Neckar Löwen, Göppingen, Magdeburg und Hamburg hatte der BHC aber auch ein Auftaktprogramm, welches man nicht unbedingt geschenkt haben möchte. Trotz der fast einzukalkulierenden Niederlagen gab es aber auch Lichtblicke. So zum Beispiel bei der 27:29-Heimniederlage zuletzt gegen Hamburg, als die Mannschaft von Trainer Sebastian Hinze zwei Minuten vor Schluss noch Chancen auf eine Überraschung hatte.

Dreh- und Angelpunkt beim Gegner ist Regisseur Viktor Szilagyi. Der Kopf der österreichischen Nationalmannschaft (196 Länderspiele) prägt auch das Spiel des BHC. Ausser ihm muss sich die MT besonders auf die torgefährlichen Alexander Oelze (Rückraum Mitte), Fabian Gutbrod (Rückraum links), Arnor Gunnarsson (Rechtsaussen), Maximilian Hermann (Rückraum rechts) und dessen Bruder Alexander (Rückraum links) einstellen. Wie gut es den Rotweissen drei Tage nach dem Pokalmatch in Hannover (Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor) gelingt, ihren Favoritenstatus in Zählbares umzusetzen, wird sich zeigen. Das Ziel der Hausherren indes ist eindeutig: Die MT will die Bergischen Löwen zähmen!

Schiedsrichter in Kassel: Jan Grell (Hamburg) / Raphael Piper (Kiel); DHB-Spielaufsicht: Jürgen Rieber

(Bernd Kaiser)



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