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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 15. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

MT will Bergische Löwen an die Kette legen

MT-Trainer Michael Roth. Foto: HartungKassel/Melsungen. Zwölfter Spieltag in der DKB Handball-Bundesliga – Heimspiel für die MT Melsungen: Der Tabellendritte empfängt den Sechzehnten Bergischer HC. Anwurf in der Rothenbach-Halle der Messe Kassel ist am Samstag um 19 Uhr. Beide Kontrahenten haben übrigens ihr jeweilige DHB-Pokalspiel am Mittwoch erfolgreich gestaltet: Der BHC schlug Zweitligist Nordhorn-Lingen mit 24:19 und die MT sicherte sich durch ein 28:22 über Ligarivale Hannover-Burgdorf die Fahrkarte fürs Viertelfinale. Wer von beiden hat nun die nur zweitägige Vorbereitungszeit auf das  Ligamatch am Samstag besser genutzt?

“Nicht mehr lange diesem Spiel nachtrauern!” – diese Devise hatte Michael Roth schon kurz nach dem Abpfiff am vergangenen Sonntag in Magdeburg ausgegeben. Seine Mannschaft hatte gerade ein 28:28-Remis beim kampfstarken SCM erreicht. Dabei erschien ein Sieg aufgrund der eigenen Zwei-Tore-Führung rund 70 Sekunden vor Abpfiff greifbar nahe. Mangelnde Cleverness in dieser entscheidenden Phase bescheinigte anschließend der MT-Trainer seinen Schützlingen. Die wiederum wollten das Ende so schnell wie möglich vergessen machen. Und genau das ist mit einem couragierten Auftritt am Mittwoch im Pokal bei der TSV Hannover-Burgdorf absolut gelungen. Unaufgeregt, aber kämpferisch spulten die Mannen von Michael Roth ihr Programm ab, ließen keinen Zweifel daran, dass sie unbedingt wieder zum Final Four nach Hamburg wollen. Lohn der Anstrengungen war der letztlich ungefährdete Sieg über den Klassenkameraden.

Am Samstag nun soll das nächste echte Erfolgserlebnis her, sprich zwei Punkte auf der Habenseite! Dabei ist vor diesem Spiel  die Erwartungshaltung von Mannschaft, Verantwortlichen und Fans zweifellos eine andere, als etwa vor dem Match beim SC Magdeburg. Während dort die Überzeugung galt, gegen einen Kontrahenten auf Augenhöhe zu agieren – ungeachtet des  Abstands von sechs Tabellenplätzen  – ist die Rollenverteilung nun eine eindeutigere. Die MT, nach Minuspunkten betrachtet, erster Verfolger des verlustpunktfreien Spitzenreiters Rhein-Neckar Löwen, empfängt den derzeit auf einem Abstiegsplatz rangierenden Bergischen HC. Ist dies bereits der Hinweis auf den Spielausgang?

Wer im Spitzensport so denkt, hat meist schon verloren. Erst recht  in der DKB Handball-Bundesliga, wie diese Saison bislang schon vielfach gezeigt hat. Vermeintliche Favoriten stolperten überraschend gegen vermeintliche Aussenseiter. Top-Teams wie Kiel, Flensburg, Hamburg, Göppingen können ein Lied davon singen. Auch die MT musste sich schon einmal scheinbar sicher zu buchender Punkte berauben lassen. Die 23:27-Heimniederlage gegen den VfL Gummersbach steht da als warnendes Beispiel.

Dennoch: Die Nordhessen treten in dieser Saison gefestigter und konstanter auf, als je zuvor in ihrer inzwischen ins elfte Jahre gehenden Erstligageschichte. Das Team um Kapitän Michael Müller zeigt eine gewisse Reife, hat sich in allen Mannschaftsteilen weiterentwickelt: Stabiler in der Abwehr, beweglicher im Angriff, flexibler in der Besetzung der einzelnen Positionen, da überall zwei gleichgute Spieler verfügbar sind. Das hört sich nicht nur gut an, sondern schlägt sich auch in der Tabelle nieder: “Es macht schon Spaß, soweit oben zu stehen”, verrät der Kapitän, “deshalb arbeiten wir dafür, dass dies auch noch eine ganze Weile so bleibt”.

Dem kann Michael Roth nur zustimmen. “Man spürt es – ob zuhause oder in fremden Hallen – die Fans, die uns begleiten, haben genausoviel Spaß an unserem Spiel, wie wir selber. “Aber”, so der Coach, “es gibt angesichts des bislang sehr guten Saisonverlaufs keinen Grund, abzuheben. Wir müssen unsere Situation richtig einordnen, müssen auch stets daran denken, wo wir herkommen. Andererseits brauchen wir unser Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Es gilt einfach, die Balance zwischen Bodenhaftung und Euphorie zu halten. Wir brauchen zum Beispiel nicht nach oben zu schauen, was dort die Rhein-Neckar Löwen machen. Unser Interesse muss eher den Mannschaften gelten, die leistungsmäßig um uns herum stehen, also die unsere direkten Konkurrenten sind. Klar genießen wir die momentane Situation und wir wollen die auch weiterhin mit viel Spaß und guter Laune aufrecht erhalten. Das ist schließlich Ergebnis unserer positiven Entwicklung der letzten Jahre. Insofern kommt dies jetzt für mich auch nicht so überraschend, wie das von Außen oft dargestellt wird. Heute werden wir uns jedenfalls aufs Neue konzentrieren müssen und den gleichen hohen Einsatz zeigen, wie gegen jeden anderen Gegner auch. Die so genannte Favoritenrolle liegt bei uns und die nehmen wir auch an”, so Michael Roth.

Den Gast nach seinem Tabellenstand zu bewerten, verbietet sich geradezu wenn man bedenkt, dass der BHC mit Kiel, Flensburg, den Rhein-Neckar Löwen, Göppingen, Magdeburg und Hamburg ein Auftaktprogramm hatte, welches man nicht geschenkt haben möchte. Trotz der dadurch fast einzukalkulierenden Niederlagen gab es aber auch Lichtblicke. So zum Beispiel beim 27:29 gegen Hamburg, als die Mannschaft von Trainer Sebastian Hinze zwei Minuten vor Schluss noch Chancen auf eine Überraschung hatte. – Soweit will es die MT am Samstag gar nicht erst kommen lassen, sie will vielmehr die Bergischen Löwen an die Kette legen.

Dreh- und Angelpunkt beim Gegner ist Regisseur Viktor Szilagyi. Der Kopf der österreichischen Nationalmannschaft (196 Länderspiele) prägt auch das Spiel des BHC. Ausser ihm muss sich die MT besonders auf die torgefährlichen Alexander Oelze (Rückraum Mitte), Fabian Gutbrod (Rückraum links), Arnor Gunnarsson (Rechtsaussen), Maximilian Hermann (Rückraum rechts) und dessen Bruder Alexander (Rückraum links) einstellen.

Schiedsrichter in Kassel: Jan Grell (Hamburg) / Raphael Piper (Kiel); DHB-Spielaufsicht: Jürgen Rieber

Infos und Highlights rund um das Spiel:
• Als Ehrengast wird Joachim Deckarm, Handball-Weltmeister von 1978, erwartet.
• Liga-Partner DKB Deutsche Kreditbank lädt DKB Visa-Card Inhaber und eine Begleitperson gegen Registrierung auf der DKB-Internetseite dkb.de und Vorlage ihrer DKB Visa-Card zum kostenlosen Besuch ein! Die Registrierung ist übrigens auch noch bis kurz vor Spielbeginn möglich, kann also z.B. via Smartphone vor Ort vorgenommen werden.
• In der Halbzeitpause haben Fans die Gelegenheit, am DKB-Superwurf teilzunehmen. Wer den entscheidenden Treffer an der Torwand setzt, gewinnt eine DKB-Visa Card mit 500 Euro Startguthaben.
• Anlässlich der Verlängerung der erfolgreichen Partnerschaft zwischen der MT und Ausrüster Salming sind ausschließlich in der Halle Sportschuhe zu Sonderpreisen erhältlich. Zudem erhält jeder Schuhkäufer einen  Gratis-Handball.
• Verkaufsstart der beliebten MT-Adventskalenders mit lustigen Spielermotiven zum fanfreundlichen Stückpreis von sechs Euro.
• Inhaber von MT-Dauerkarten erhalten am Fanpoint in der Halle gegen Vorlage ihrer Karte einen Einkaufsgutschein von MT-Partner Outfitter.
• Aufgrund des zeitgleichen Beginns der Kasseler Herbstmesse und der dadurch knappen Parkmöglichkeiten empfehlen wir die frühzeitige Anreise und die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel.



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