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Hephata-Jugendhilfe eröffnet neue Wohngruppen

hephZwei Bewohner einer umA-Gruppe der Hephata-Jugendhilfe zeigen auf einer Weltkarte den Weg, auf dem sie aus ihren Heimatländern nach Deutschland geflohen sind. Foto: nhSchwalmstadt-Treysa. Sie fliehen vor Krieg, Terror und Unterdrückung. Und unter ihnen sind tausende Kinder und Jugendliche, die ganz alleine in Deutschland ankommen. „Gerade jenen minderjährigen Flüchtlingen, die ohne für sie verantwortliche Erwachsene zu uns kommen, müssen wir in besonderer Weise Schutz bieten“, sagt Harald Meiß, Leiter der Hephata-Jugendhilfe. Im Auftrag von Jugendämtern in ganz Hessen eröffnet die Hephata Diakonie in diesen Tagen neue Wohngruppen und ist dafür auf der Suche nach pädagogischem Fachpersonal.

„Das Tempo, in dem wir derzeit neue Hilfeangebote entwickeln, ist rasant“, berichtet Meiß. Die Vorlaufzeit für die Eröffnung einer neuen Wohngruppe betrage derzeit meist nur wenige Wochen, manchmal sogar nur Tage. „Trotzdem gelingt es uns weiterhin, die hohen Standards an die pädagogische Qualität der Begleitung aufrecht zu erhalten“, sagt Meiß. Die Suche nach Fachpersonal gestalte sich zwar nicht einfach, das Interesse von Erziehern und Sozialpädagogen an einer Mitarbeit in diesem besonderen Arbeitsfeld der Jugendhilfe sei aber hoch. „Der Wissensschatz unserer Mitarbeitenden und die Erfahrung aus mehr als 25 Jahren sozialer Arbeit für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge helfen uns bei der Gewinnung neuer Kolleginnen und Kollegen“, berichtet Meiß.

Die Hephata-Jugendhilfe engagiert sich in ganz Hessen und in Teilen von Rheinland-Pfalz. „Überall dort, wo wir mit den Jugendämtern der Landkreise bereits seit langen Jahren eng zusammenarbeiten, entstehen derzeit neue Wohnplätze für umA“, erklärt Meiß. umA ist die durch eine Novelle des entsprechenden Bundesgesetzes ab dem 1. November neue offizielle Bezeichnung für „unbegleitete minderjährige Ausländer“.

An folgenden Orten entstehen in diesen Tagen im Auftrag der jeweiligen Jugendämter neue Wohngruppen der Hephata-Jugendhilfe:

Borken: In der Alten Mühle Gombeth gibt es ab dem 4. November in dem bisherigen Gästehaus 21 Plätze für UMA. Sieben weitere Plätze sollen in einem Nebengebäude entstehen, dort stehen aber zunächst kurzfristig noch Umbauarbeiten zu Brandschutzzwecken an.

Schwalmstadt-Treysa: In dem bislang vor allem von Pilgern und Studierenden genutzten Gästehaus „Bienenkorb“ neben der Hephata-Kirche entstehen zehn Plätze für umA.

Fuldatal: Im „Gut Eichenberg“ betreut Hephata ab sofort 20 umA. Hier übernimmt Hephata die Verantwortung vom Jugendamt des Landkreises Kassel, das dort zunächst in Eigenregie für die umA tätig geworden war.

Grebenstein: In einem Wohnhaus, das Hephata kurzfristig erworben hat, entsteht eine Wohngruppe für elf umA.

Kassel: In Harleshausen entsteht eine neue Wohngruppe „Am Wäldchen“ in einem ehemaligen Wohnpflegeheim. Hier wird es 17 Plätze für umA geben. Außerdem betreut Hephata demnächst 28 umA im Hotel „Tiffany“ – die dort bereits existierende Wohngruppe wird vergrößert. Weitere Plätze in der Stadt Kassel sind in Planung.

Hinzukommen sollen aller Voraussicht nach kurzfristig 20 weitere Plätze im Werra-Meißner-Kreis, wo derzeit eine Immobilie in Eschwege geprüft wird. Außerdem sind insgesamt 60 bis hin zu 100 neue Plätze für umA in Südhessen und Rheinland-Pfalz geplant. „Schwerpunkte unseres dortigen Engagements werden der Hochtaunuskreis unter anderem mit Usingen sowie der Landkreis Limburg-Weilburg sein“, berichtet Meiß. Außerdem gebe es Vorplanungen für eine Wohngruppe im Rhein-Lahn-Kreis (Rheinland-Pfalz).

Für alle Standorte werden Erzieher, Sozialpädagogen und Sozialarbeiter gesucht. „Die Stellen sind sowohl für Berufserfahrene als auch für Berufseinsteiger interessant“, betont Meiß. Insgesamt geht er davon aus, dass mehr als 100 neue Mitarbeitende benötigt werden. „Auch Umsteiger aus anderen Bereichen der sozialen Arbeit können wir durch eine entsprechende Einarbeitung und ein eigens für die umA-Arbeit entwickeltes internes Schulungsprogramm schnell fit machen“, erklärt der Leiter der Hephata-Jugendhilfe und ergänzt: „Eine begleitende interne Fachberatungsstelle sowie Supervisionsangebote und eine kontinuierliche Personalentwicklungsplanung, die schon mit einem speziellen Einarbeitungsprogramm beginnt, sorgen dafür, dass gerade die neuen Mitarbeitenden nicht alleine gelassen werden.“

Alle Stellenausschreibungen sowie die Möglichkeit, sich direkt zu bewerben, gibt es unter http://bewerbung.hephata.com. (red)



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