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Göppingen kommt: MT will Schwaben in Schach halten

Am Freitag freute er sich mit Lebensgefährtin Katja über die Geburt von Söhnchen Lasse. Folglich steht Philipp Müller am Mittwoch erstmalig als Papa auf dem Spielfeld. Foto: HartungKassel/Melsungen. MT Melsungen gegen Frisch Auf Göppingen – die vom  achten Spieltag der DKB Handball-Bundesliga nachzuholende Begegnung steigt am kommenden Mittwoch in der Rothenbach-Halle der Messe Kassel. Angeworfen wird um 19 Uhr – es gibt noch Tickets im Vorverkauf und an der ab 17.30 Uhr geöffneten Hallenkasse. Nach der rund zehntägigen länderspielbedingten Ligapause muss die MT Melsungen schnell vom Trainings- auf den Wettkampfmodus umschalten. Und dabei den Motor am besten gleich wieder auf Volllast hochfahren. Denn mit dem Tabellensiebten Frisch Auf Göppingen bekommen die Nordhessen eine echte Aufgabe gestellt, die nur mit hochtouriger Leistung bewältigt werden kann.

Dezimierter Trainingskader während der Länderspiel-Woche
Mit Michael Müller (Deutschland), Momir Rnic (Serbien), Jeffrey Boomhouwer (Niederlande) und Marino Maric (Kroatien) waren in der letzten Woche gleich vier MT-Cracks mit ihren jeweiligen Nationalmannschaften unterwegs. Zwischendurch fehlte noch Philipp Müller, dessen Lebensgefährtin Katja den gemeinsamen Nachwuchs früher als geplant zur Welt brachte. So hatte Michael Roth nur eine dezimierte Besetzung im Training zur Verfügung. Umso willkommener war das Gastspiel am Freitag beim Landesligisten TG Rotenburg. “Das war eine zusätzliche Trainingseinheit mit Auslaufen und sorgte somit für eine schöne Abwechslung”, freute sich der MT-Coach über den Auftritt seiner Schützlinge, die vor 700 Zuschauern mit einem standesgemäßen 38:19-Sieg gute Werbung in eigener Sache betrieben.

Trainer Michael Roth: Göppingen ist Mitkonkurrent um Platz 5
Für die Vorbereitung auf das Spiel gegen Frisch Auf Göppingen bleiben also praktisch nur eineinhalb Tage Zeit. Die Nationalspieler trafen im Laufe des Montag wieder in Nordhessen ein, es folgten drei Trainingseinheiten und zwei Videoanalysen und das war es dann auch schon in Sachen Einstimmung auf den Gegner. “Das muss eben reichen, aber das geht ja Göppingen, die ebenfalls einige Nationalspieler in ihren Reihen haben, ganz genauso”, weiß Michael Roth. Der Coach mahnt gleichzeitig zu erhöhter Wachsamkeit: “Das ist ein Gegner auf Augenhöhe, ein direkter Mitkonkurrent um Platz fünf, da brauchen wir am Mittwoch in Kassel schon einen Hexenkessel, um auch dieses Heimspiel zu gewinnen”.

Überhaupt erinnert Roth stets daran, dass es gerade die Heimspiele gegen Mitkonkurrenten sind, zum Beispiel um die Startplätze im Europapokal, die gewonnen werden müssen. Das war bekanntlich in der vergangenen Saison nicht immer der Fall. Dabei vertraut er neben der Stärke seiner Mannschaft auch auf die Unterstützung der Fans. “Das wird immer besser in der Rothenbach-Halle. Die Zuschauer haben uns in den letzten Spielen schon sehr geholfen, unseren Heimvorteil auszuschöpfen. So muss es auch am Mittwoch sein. Wir wollen gemeinsam die Schwaben in Schach halten”.

Kapitän Michael Müller: Sieg wäre aufgrund der kommenden Herausforderungen extrem wichtig
Michael Müller pflichtet seinem Trainer bei: “Es ist ein Heimspiel und deshalb müssen wir es gewinnen”, so der MT-Kapitän. Der Linkshänder, der am Wochenende mit der deutschen Nationalmannschaft das Turnier gegen Olympiagastgeber Brasilien und die beiden EM-Konkurrenten Serbien und Slowenien um den Supercup gewann, hofft darauf, dass die MT schnell wieder den Rhythmus findet: “Wir waren bis zur der Länderspielpause gut drauf, jetzt sind wir gefordert, den Faden wieder aufzunehmen. Ich hoffe, dass uns dies gelingt. Göppingen zu schlagen, wird zweifelsohne schwer. Aber wie wichtig ein Sieg wäre, zeigt schon der Blick auf die kommenden Wochen. Da warten nämlich mit den Auswärtsspielen in Balingen, Kiel und Wetzlar und den Heimspielen gegen Kiel und Hamburg noch größere Herausforderungen auf uns”.

Unberechenbarer Gegner
Frisch Auf Göppingen, aktueller Europapokalteilnehmer, hat zwar in dieser Saison in der Liga auch noch mit Schwankungen zu kämpfen, aber genau das macht diese Mannschaft so unberechenbar. So wie Siege gegen Berlin und vor allem der deutliche 29:21-Erfolg gegen Meister Kiel aufhorchen liessen, erwiesen sich knappe Niederlagen wie die gegen den HSV oder Gummersbach als Stimmungskiller. Nichtsdestotrotz will der letztjährige Tabellenfünfte in dieser Saison den unverhofften Erfolg gerne wiederholen. Mit Rückkehrer Lars?Kaufmann und den beiden Schweden Niklas Barud und Andreas Berg wurde die ansonsten eingespielte Mannschaft nochmals gezielt verstärkt.

Göppingens neue Spielkultur
Der schwedische Trainer Magnus Andersson, seit letztem Jahr im Amt, hat seine Handschrift längst erkennen lassen. Die Medien sprachen gar von einer neuen Spielkultur, die mit ihm nach der Ära Petkovic in Göppingen eingezogen sei. Es ist in der Tat der schnelles Spiel beim dem alle eingebunden sind. Davon zeugen die torhungrigen Flügelflitzer Marcel Schiller und Anton Halén, der durchschlagskräftige Rückraum mit Zarko Sesum, Michael Kraus und Felix Lobedank und die Kreisläufer Manuel Späth und Niklas Barud. Bei allem Offensivdrang kommt aber auch die Abwehrarbeit nicht zu kurz, wie die bislang 257 kassierten Treffer zeigen. Besser als die Schwaben ist in diesem Punkt nur Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen.

Nationalmannschaftskameraden spielen gegeneinander
Die Fans dürfen sich am Mittwoch also auf einen hochinteressanten Vergleich freuen, der zusätzlich durch das Aufeinandertreffen mehrerer Nationalspieler gewürzt wird, die beim Supercup gerade noch gegeneinander bzw. Seite an Seite im gleichen Team kämpften: Michael Müller, Manuel Späth, Momir Rnic und Zarko Sesum.

Bisherige Bundesligavergleiche: 20 Spiele, 9 Siege MT, 11 Siege Frisch Auf. Letztes Aufeinandertreffen: MT – Frisch Auf 27:32 (23.05.2015)

Schiedsrichter in Kassel: Nils Blümel / Jörg Loppaschewski (Berlin), Spielaufsicht: DHB-Schiedsrichterwart Peter Rauchfuß.

Tickets: Karten sind noch in allen Kategorien in den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich und am Spieltag auch noch an der ab 17.30 Uhr geöffneten Hallenkasse. (Bernd Kaiser)



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