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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Tabellenzweiter MT empfängt Spitzenreiter

Nenad Vuckovic. Foto: Alibek-Käsler Kassel/Melsungen. Am 14. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga kommt es in Kassel zum Gipfeltreffen der beiden derzeit erfolgreichsten Mannschaften im deutschen Handball: Der Tabellenzweite MT Melsungen empfängt den immer noch verlustpunktfreien Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen. Anwurf in der bereits seit Wochen ausverkauften Rothenbach-Halle (Messe Kassel) ist am Samstag, 21. November, um 19 Uhr. Das Spiel wird sowohl von Sport1 als auch von Radio HNA live im Internet zu sehen und zu hören sein.

Den nordhessischer Handballfans mag es angesichts der bevorstehenden Paarung durchaus in den Sinn kommen, sich mal zu kneifen. Und wenn, dann werden sie feststellen, dass es kein Traum ist. Die heimische MT Melsungen ist tatsächlich Tabellenzweiter und bläst zur Attacke auf die immer noch mit blütenweißer Weste führenden Rhein-Neckar Löwen. Schauplatz ist die Kasseler Rothenbach-Halle, die schon seit Wochen bis auf den letzten Platz ausverkauft ist. 4.300 Fans werden ihre MT nach vorne trommeln und klatschen und darauf hoffen, den Lauf des Favoriten zu stoppen. Jedes erste Mal hat schließlich seinen ganz besonderen Reiz.

Dieses Spiel interessiert natürlich auch den Bundestrainer. Dagur Sigurdsson hat seinen Besuch angekündigt und wird vorher noch in einer Pressekonferenz auf das Länderspiel Deutschland gegen Island im Januar in Kassel blicken.

Klar, ihr Saisonziel hatte die MT nach dem jeweils sechsten Platz in den beiden letzten Jahren ambitioniert formuliert – die Rotweissen wollen sich nun möglichst direkt für die Teilnahme am Europapokal qualifizieren. Das bedeutet, Rang fünf wird angepeilt. Inzwischen ist etwas mehr als ein Drittel der Saison absolviert und das Ziel erscheint machbar. Denn die Mannschaft von Trainer Michael Roth ist nach wie vor erster Verfolger der Gelbhemden.

Eine solche Konstellation haben auch Fachleute nicht voraussehen können. Als Aspiranten auf die ersten vier Tabellenplätze wurden wie immer auch zu Beginn dieser Saison wieder zuerst die Löwen, die Kieler, die Flensburger und darüber hinaus die Berliner, Magdeburger und Göppinger genannt. Die MT hingegen spielte in dieser Aufzählung keine Rolle. Mittlerweile werden die Nordhessen allerdings bedeutend ernster genommen. Und das nicht nur wegen der Tatsache, dass sie erst ein Spiel verloren haben und zwei Remis erreichten. Auch die Konstanz und das annähernd gleichbleibend hohe Niveau, auf dem sich diese Mannschaft bewegt, wird landauf landab in Handball-Deutschland registriert.

Nun also das Gipfeltreffen. MT Melsungen versus Rhein Neckar Löwen. Die beiden Mannschaften, die in 2005 im Gleichschritt in die erste Bundesliga marschierten – die MT als Meister und die damals als SG Kronau/Östringen firmierende Spielgemeinschaft als Vizemeister, nachdem sie sich in zwei Relegationsspielen gegen den Nordzweiten Hildesheim durchgesetzt hatte.

Da hatte also noch die MT die Nase vorn. In den Folgejahren aber galoppierten die Löwen den Nordhessen davon, schwangen sich schnell ins obere Tabellendrittel auf und schafften schon relativ früh die jeweiligen Teilnahme an DHB- und Europapokal. Einer aus dem aktuellen Löwen-Team war übrigens auch schon in den Zweitligaduellen mit der MT dabei: Linksaußen Uwe Gensheimer machte den Rotweissen schon zu Zeiten zu schaffen, als noch in der Melsunger Stadtsporthalle gespüielt wurde.

Die MT Melsungen hat sich mit ihrer kontinuierlichen Entwicklung in den letzten Jahren Schritt für Schritt den etablierten und stärksten Teams der Liga angenähert. Dass sie inzwischen imstande ist, auch so genannte Top-Favoriten in die Knie zu zwingen, hat sie in der jüngeren Vergangenheit schon hin und wieder bewiesen. In Magdeburg, Göppingen, Kiel, oder Flensburg weiß man davon zu berichten. Gegen die Rhein-Neckar Löwen sieht die Bilanz der MT indes mager aus. 19 Mal standen sich die beiden Kontrahenten im Handball-Oberhaus gegenüber, ausser zwei Siegen in den beiden ersten gemeinsamen Jahren und einem Remis in 2011 hatten die Nordhessen stets das Nachsehen. Das gilt übrigens auch für die bislang vier gegeneinander ausgetragenen DHB-Pokalspiele. Apropos: Numero 5 im nationalen Cupwettbewerb folgt in Kürze, schon Mitte Dezember muss die MT im Viertelfinale bei den Löwen antreten. – Aber am Samstag in Kassel geht es erst einmal um wichtige Bundesligapunkte.

Schiedsrichter in Kassel: Andreas Pritschow Leinfelden) / Marcus Pritschow (Echterdingen); DHB-Aufsicht: Thorsten Zacharias.

Besucherhinweis: Aufgrund einer zeitgleichen Veranstaltung in der Messe Kassel ist ein frühzeitige Anreise bzw. die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel empfehlenswert. (Bernd Kaiser)



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