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Bundestrainer holt Allendorf in den EM-Kader

Michael Allendorf wurde in den EM-Kader berufen. Foto: Sascha KlahnMelsungen. Michael Allendorf wurde von Bundestrainer Dagur Sigurdsson in das Aufgebot der Nationalmannschaft für die Handball-Europameisterschaft berufen, die vom 15. bis 31. Januar in Polen stattfindet. Der Linksaußen der MT Melsungen nimmt den Platz für Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen) ein, der aufgrund eines Muskelfaserrisses absagen musste. Das gab der Deutsche Handballbund am Samstagnachmittag offiziell bekannt.

Bislang stand Michael Allendorf im erweiterten 28er Kader für die Europameisterschaft und war damit einer der Reservisten, die im Falle eines Falles nachrücken. Nur aus diesem Kader kann der Bundestrainer für die Europameisterschaft schöpfen. Dazu gehören übrigens mit Johannes Sellin und Michael Müller zwei weitere MT-Spieler.

“Auch wenn es kein schöner Anlass ist –  eine Verletzung ist schließlich niemandem zu wünschen – freue ich mich natürlich über die Nachnominierung in das EM-Aufgebot. In der Nationalmannschaft zu spielen, empfinde ich nach wie vor als große Ehre”, erklärt Allendorf. Dabei hatte der 29-jährige gar nicht mehr damit gerechnet, stärker in den Fokus des Bundestrainers zu rücken. “Es ist schon ein wenig kurios. Ich hatte in der Vergangenheit bei drei Turnieren große Hoffnungen, dabei zu sein. Vor allem, weil ich da jeweils in guter Form war. Aber diese Hoffnungen haben sich jedes Mal kurz vorher zerstoben. In dieser Saison nun waren meine Leistungen eher durchwachsen, aber jetzt bin ich im Aufgebot.”, schmunzelt der Linksaußen.

Dabei ist ihm klar, dass er dieses Glück nicht ohne Gensheimers Pech gehabt hätte. Jetzt steht Michael Allendorf (17 LS, 26 Tore) auch am 9. Januar beim bereits ausverkauften Länderspiel gegen Island in seinem “Wohnzimmer”, der Kasseler Rothenbach-Halle, auf dem Parkett. Sein letztes Länderspiel hat er am 21. September 2014 in Neu-Ulm gegen die Schweiz bestritten. Auf seiner Position bildet er  bei der EM ein Gespann mit Kiels Senkrechtstarter Rune Dahmke (22, 3 LS, 7 Tore). In der Bundesliga zeigt die Formkurve des MT-Flügelspielers zuletzt wieder nach oben. So war er am Freitag in Gummersbach mit neun Toren ein wichtiger Sieggarant.

“Ich freue mich für Michael. Er hat in den letzten Jahren auf einem guten Niveau gespielt und verfügt über eine große Erfahrung als Bundesligaspieler. Die Berufung in die Nationalmannschaft ist immer auch eine Würdigung der Leistungen und eine Auszeichnung. Schade ist es natürlich für Uwe Gensheimer. Aber angesichts der hohen Termindichte und geringen Regenerationsmöglichkeiten in unserer Sportart sind Verletzungen wie diese leider nichts Ungewöhnliches”, so MT-Trainer Michael Roth.

Uwe Gensheimer, der Kapitän des DHB-Teams und der Rhein-Neckar Löwen, hat einen Muskelfaserriss in der rechten Wade erlitten und laboriert an einer Reizung der rechten Achillessehne. Der 29-jährige Linksaußen hatte schon am Mittwoch im Pokalspiel gegen die MT nur geringe Einsätze und wenn, dann nur noch zu Siebenmetern. Der anschließenden Frage von Sport1-Kommentator Uwe Semrau nach dem Grund, wich Gensheimer aus. Nun fehlte er am Samstag beim Heimspiel gegen den HBW Balingen-Weilstetten ganz.

“Ich bin traurig und enttäuscht. Sowohl mit den Rhein-Neckar Löwen als auch mit der Nationalmannschaft befinden wir uns auf einem sehr guten Weg. Es schmerzt, dass ich meine Teams nicht weiter begleiten kann. Jetzt hoffe ich auf einen bestmöglichen Heilungsverlauf, denn es gibt 2016 noch weitere große Ziele, die ich mit beiden Mannschaften erreichen möchte”, wird der mehrmalige Handballer des Jahres, der 2013 wegen eines Achillessehnenrisses bereits die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Spanien verpasste, in der offiziellen Pressemeldung des DHB zitiert.

An gleicher Stelle sagt Bundestrainer Dagur Sigurdsson: “Auf Uwe verzichten zu müssen, ist ein Verlust für uns und die Rhein-Neckar Löwen. Wir müssen und werden Lösungen finden. Dass wir das können, haben wir bereits auf anderen Positionen bewiesen. Ich habe absolutes Vertrauen in die weiteren uns zur Verfügung stehenden Linksaußen.”

Der EURO-Kader beginnt mit der Vorbereitung am 28. Dezember in Berlin. Am 8. und 9. Januar stehen die beiden letzten Tests vor der EM in Kassel und Hannover auf dem Programm. Es geht jeweils gegen Island, das ebenfalls an der EM teilnimmt. Das Länderspiel in Kassel ist bereits ausverkauft.

Der EURO-Kader
Tor: Carsten Lichtlein (VfL Gummersbach), Andreas Wolff (HSG Wetzlar).
Linksaußen: Michael Allendorf (MT Melsungen, 17 LS, 26 Tore), Rune Dahmke (THW Kiel).
Rückraum links: Steffen Fäth (HSG Wetzlar), Christian Dissinger (THW Kiel), Finn Lemke (SC Magdeburg)
Rückraum Mitte: Martin Strobel (HBW Balingen-Weilstetten), Niclas Pieczkowski (TuS N-Lübbecke), Simon Ernst (VfL Gummersbach).
Rückraum rechts: Steffen Weinhold (THW Kiel), Fabian Wiede (Füchse Berlin).
Rechtsaußen: Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Tobias Reichmann (KS Vive Tauron Kielce/POL)
Kreis: Hendrik Pekeler (Rhein-Neckar Löwen), Jannik Kohlbacher (HSG Wetzlar), Erik Schmidt (TSV Hannover-Burgdorf)

Reserve:
Silvio Heinevetter (Füchse Berlin), Dario Quenstedt (SC Magdeburg), Stefan Kneer (Rhein-Neckar Löwen), Julius Kühn (VfL Gummersbach), Paul Drux (Füchse Berlin), Michael Müller (MT Melsungen, 75 LS, 133 Tore), Kai Häfner (TSV Hannover-Burgdorf), Johannes Sellin (MT Melsungen, 39 LS, 91 Tore), Evgeni Pevnov (VfL Gummersbach), Manuel Späth (Frisch Auf Göppingen).

(Bernd Kaiser)



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