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MT mit Sand im Getriebe nach Halbzeitführung

25:28-Heimniederlage gegen Hannover-Burgdorf

Zweimal glich Momir Rnic, jeweils auf Zuspiel des eingewechselten Patrik Fahlgren, wieder aus. Foto: HartungKassel/Melsungen. Die MT Melsungen hat ihr vorweihnachtliches Spiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf mit 25:28 (14:11) verloren. Vor 4.300 Zuschauern in der ausverkauften Kasseler Rothenbach-Halle erwischten die Gäste schon den besseren Start. Mit einer Leistungssteigerung drehten die Gastgeber die Partie zwar bis zur Pause, gaben ihren Vorteil aber nach dem Seitenwechsel wieder aus der Hand. Es war fortan zuviel Sand im Getriebe. Michael Müller war mit fünf Toren bester Melsunger Schütze, für Hannover-Burgdorf trafen Morten Olsen und Sven-Sören Christophersen je sechs Mal.

Fahrig begann die MT ihr Angriffsspiel. Erst traf Michael Müller nur das Lattenkreuz, dann sorgte ein Missverständnis auf der rechten Seiten für den Ballverlust, Felix Danner scheiterte aus kürzester Distanz am prächtig reagierenden Martin Ziemer und schließlich landete ein Pass von Johannes Sellin, eigentlich gedacht für Michael Müller, im Seitenaus. Weit zielstrebiger dagegen die Gäste. Die verwerteten drei ihrer ersten vier Versuche und gingen durch Sven-Sören Christophersen sowie einen Doppelpack von Morten Olsen mit 3:0 in Führung. Grund genug für Trainer Michael Roth, schon nach viereinhalb Minuten die erste Auszeit zu nehmen.

Mit kurzzeitigem Erfolg, denn in der Folge agierten seine Spieler zunächst mit deutlich mehr Konzentration. Johannes Sellin und Michael Müller trafen, unterstützt von zwei gehaltenen Bällen von Johan Sjöstrand, zum 2:4. Ehe Philipp Müller den Pfosten anvisierte und Timm Schneider den Kasten komplett verfehlte, wodurch die Führung der Gäste Bestand behielt. Immerhin schien das Schneider wachzurütteln, denn den vierten Treffer erzielte er selbst, den fünften legte er mustergültig für Sellin auf. Weil Michael Müller und Michael Allendorf starke Paraden von Sjöstrand gegen Sven-Sören Christophersen und Joakim Hykkerud mit Toren veredelten, legte diesmal Jens Bürkle nach der ersten Melsunger Führung der Partie die grüne Karte (7:6, 15.).

Mit weniger Erfolg als sein Kollege zuvor. Denn die MT hatte ihr Spiel inzwischen gefunden. Momir Rnic und Marino Maric bauten den Vorteil auf 9:7 aus (19.), zwei Minuten später hatten Schneider und Maric, begünstigt von der ersten Zeitstrafe der Partie gegen Erik Schmidt, auf 12:8 ausgebaut. Vor allem der Kroate erwies sich als ständiger Unruheherd in der Deckung der Niedersachsen und zeigte eindrucksvoll, warum ihn die Trainer der Bundesliga ins Team für das Allstar-Game gewählt haben. In den letzten zehn Minuten vor der Pause verflachte die Parte dann aber zusehends, und bei bereits abgelaufenener Uhr konnte Lars Lehnhoff per Siebenmeter für die Gäste noch verkürzen.

Mit den beiden Außen Jeffrey Boomhouwer und Christian Hildebrand, die beide im ersten Durchgang auf der Bank gesessen hatten, kam nach dem Seitenwechsel neuer Schwung in den Angriff der Bartenwetzer. Hildebrand machte sich zwar sofort selbst ein Geschenk zu seinem 30. Geburtstag, doch weil auf der Gegenseite Sven-Sören Christophersen gleich dreimal traf, verkürzten die Gäste erst einmal wieder (15:14, 35.).

Sie blieben auch erst einmal dran. Trotz einer Zeitstrafe gegen Christophersen, während der Morten Olsen zum 16:15 traf. Und auch als kurz darauf mit Joakim Hykkerud und Sven-Sören Christophersen gleich zwei Burgdorfer mit Strafen raus mussten, konnten die Rot-Weißen das nicht nutzen. Weil Martin Ziemer erst einen Sellin-Siebenmeter abwehrte und nur eine Zeigerumdrehung später gegen den frei vor ihm auftauchenden Hildebrand Sieger blieb. Im Gegenteil gelang Kai Häfner, gerade als seine Mannschaft wieder vervollständigen durfte, der 17:17-Ausgleich (41.).

Rechtsaußen Timo Kastening holte die Führung für die Gäste zweimal zurück, zweimal glich Momir Rnic, jeweils auf Zuspiel des eingewechselten Patrik Fahlgren, wieder aus. Die MT suchte nach ihren Rhythmus, hatte aber in dieser Phase nur Rnic dagegenzusetzen, der auch für das 20:20 verantwortlich zeichnete (48.). Zu wenig, zumal Burgdorf das Glück auf seiner Seite hatte. Zwei Würfe von Morten Olsen fanden ihr Ziel, obwohl Johan Sjöstrand und kurz darauf der eingewechselte René Villadsen dran waren – 20:22 (50.).

Den Melsunger Schlussleuten klebte das Pech an den Fingern. Auch an Lars Lehnhoffs Siebenmeter zum 22:24 war Villadsen am Ball, der Dreher von Hykkerud erwische den Dänen unglücklich auf dem falschen Fuß (23:25, 55.). Es sollte nicht sein an diesem Vorweihnachtsabend. Spätestens als Morten Olsen zwei Minuten vor dem Ende auf 24:27 stellte und Felix Danner am Tor vorbei zielte, war die Partie zugunsten der TSV entschieden.

Stimmen zum Spiel
Michael Roth: Glückwunsch zum Sieg an die TSV. Wir sind sehr enttäuscht. Nicht nur, dass wir verloren haben, sondern insbesondere über die Art und Weise. Das war schon kein guter Start, vor ausverkauftem eigenen Haus mit 0:3 und 1:4 zu starten. Da wusste ich eigentlich schon, dass das nicht unser Tag ist. Bis zur Pause haben wir zwar wieder geführt, aber trotzdem auf dem Weg da hin zu viel vergeben und den Gegner damit selbst auf Schlagdistanz gehalten. Den Unterschied in der zweiten Halbzeit hat dann Martin Ziemer gemacht, der und einige wichtige Bälle weggenommen hat. Die einzige Erklärung ist jetzt, dass wir am Ende einer langen Hinrunde stehen und einige Leistungsträger dem Tribut zollen müssen. Wir wollen jetzt noch das Spiel gegen Leipzig positiv gestalten und uns damit dann in die EM-Pause retten.

Jens Bürkle: Was soll ich sagen – natürlich bin ich mehr als zufrieden über den Sieg gegen diese starke Melsunger Mannschaft. Es war richtig gut, was vor allem die Abwehr in vielen Situationen heute gemacht hat. Wir sind zwar gut ins Spiel reingekommen, dann aber von der zweiten Welle der MT regelrecht überrollt worden. Ich glaube, wir waren mit dem Rückstand von drei Toren zur Pause noch richtig gut bedient. In der Kabine haben wir uns dann unterhalten und darauf gesetzt, das Melsungen durch das straffe Programm der letzten Wochen Probleme mit den Kräften bekommt und wir deshalb eine Chance haben.

Statistik
MT Melsungen: Sjöstrand (9 Paraden / 20 Gegentore), Villadsen (2 P. / 8 G.); Maric (4), Sellin (2), Fahlgren (1), Forstbauer, Hildebrand (1), Danner, P. Müller (2), Boomhouwer, Rnic (4), Schneider (4), Allendorf (2), M. Müller (5)

TSV H.-Burgdorf: Ziemer (7 P. / 25 G.), Semisch (0 P. / 0 G.); Patrail (4), Hykkerud (2), Lehnhoff (4/3), Häfner (3), Karason (1), Y. Dräger, Schmidt, Olsen (6), Hinz, Christophersen (6), Kastening (2).

Schiedsrichter: Fabian Baumgart (Neuried) / Sascha Wild (Offenburg)

Zeitstrafen: 2 – 10 (P. Müller 21:12 – Schmidt 19:02, Lehnhoff 26:08, Christophersen 35:01 38:14, Hykkerud 37:58)

Strafwürfe: 0/2 – 3/3 (Allendorf über das Tor 28:59. Sellin scheitert an Ziemer 38:18)

Zuschauer: 4.300 in der Rothenbach-Halle, Kassel (ausverkauft)

(Bernd Kaiser)



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