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Auf einen Minztee mit den Nachbarn

Eröffnungsparty für neue umA-Wohngruppe in Grebenstein

Grebenstein. „Oh Mensch, das ist ja lecker, das musst Du mal probieren“ – die Begeisterung der Gäste über das kulinarische Angebot ist grenzenlos. Den ganzen Tag hatten die jugendlichen Flüchtlinge der neuen Hephata-Wohngruppe in Grebenstein mit den Vorbereitungen für das Fest verbracht. Mit der Unterstützung von drei Mitarbeiterinnen entstand so eine kleine kulinarische Weltreise, auf die sich die Gäste auf der Eröffnungsfeier gemeinsam begaben.

Rund 20 Nachbarn, Unterstützer und interessierte Mitarbeitende aus anderen Hephata-Wohngruppen waren der Einladung gefolgt und begrüßten die Jugendlichen in ihrem neuen Zuhause. Auch Henning Wienefeld, Regionalleiter für unbegleitete minderjährige Ausländer (umA) der Hephata Diakonie zeigte sich begeistert – nicht nur von den Kochkünsten der Jugendlichen, sondern vor allem von der Hilfsbereitschaft der Grebensteiner Bevölkerung. „Wir wurden hier wirklich mit offenen Armen empfangen“, beschreibt Wienefeld die ersten Eindrücke.

Acht der insgesamt elf Jugendlichen gehen bereits in Grebenstein zur Schule und haben schon viele Bekanntschaften geschlossen. Einige Jugendliche sind auch schon im örtlichen Volleyballverein aktiv und der Betreuer Marcel Bartel ist gerade dabei, einen Schwimmkurs zu organisieren: „Wir möchten den Jugendlichen die Möglichkeit geben, dass sie im Sommer dann auch gemeinsam mit Freunden mal ins Schwimmbad gehen können.“  Neben den sportlichen Aktivitäten steht natürlich der Spracherwerb ganz oben auf der Liste – alle Jugendlichen bekommen momentan intensiven Sprachunterricht, so dass sie schon bald am normalen Schulunterricht teilnehmen können. „Die Jugendlichen sind hochmotiviert und hängen sich zum Teil Grammatiktabellen als Poster an die Wand“, schildert Wohngruppenleiterin Beate Carl.

Die elf Jugendlichen in Grebenstein kommen aus vier Ländern: Afghanistan, Eritrea, Pakistan und Syrien. So unterschiedlich wie ihre Herkunftsländer sind auch ihre Fluchtgeschichten. Für die acht Hephata-Mitarbeitenden vor Ort bedeutet das, dass sie sehr individuell mit den Jugendlichen arbeiten und auf die Bewältigung von möglichen traumatischen Erlebnissen vorbereitet sein müssen. So musste ein Jugendlicher aus der Wohngruppe in Grebenstein kurzfristig am Tag vor der Eröffnungsparty ins Krankenhaus. Für Wienefeld ist das nicht überraschend: „Häufig brechen erst einige Wochen nach der Ankunft Belastungen und Ängste durch, die bis dahin auf der Flucht unterdrückt werden mussten.“ (red)



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