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Regine Müller: Zustand Bahnhof Treysa inakzeptabel

Landtagsabgeordnete Regine Müller. Foto: nhSchwalmstadt-Treysa. Den Zustand der der Bahnsteige und der Unterführung am Bahnhof Treysa hat die heimische Landtagsabgeordnete Regine Müller in einem Schreiben an den hessischen Verkehrsminister Al Wazir einmal mehr kritisiert.  „Der desolate Anblick der Bahnsteige und der Unterführung ist ein Aspekt. Besonders brisant ist aber die Frage des Zugangs zu den Gleisen über die Treppen: die Treppen sind die einzige Verbindung zwischen den Bahnsteigen; sie verfügen nicht über Rampen, um sie mit Kinderwagen oder Rollstühlen zu nutzen und auch Querungshilfen über die Gleise gibt es nicht mehr“, stellt Regine Müller die derzeitige Situation am Bahnhof Treysa dar.

„Dieser Zustand ist für unsere älteren Mitbürger, aber auch für mobilitätseingeschränkte behinderte Menschen oder Familien, die mit einem Kinderwagen unterwegs sind, nahezu unerträglich .In Treysa befindet sich etwa Hephata, eine der größten Einrichtungen Hessens für behinderte Menschen. Es ist mittlerweile gesellschaftlicher Konsens, dass behinderte Menschen gleichberechtigter Teil unserer Gemeinschaft sind.  Das darf man aber nicht nur in Sonntagsreden fordern. Eine solche Haltung muss sich stattdessen in der Praxis bewähren. Bei den Zugängen zu den Gleisen in Treysa ist dies mitnichten der Fall“, so Müller weiter.

Die Landtagsabgeordnete hatte gegenüber Al Wazir auch die absurde Lage beanstandet, dass mobilitätseingeschränkte Menschen, die von Treysa aus nach Norden reisen wollen, erst einen Umweg nach Süden, zum barrierefreien Bahnhof Stadtallendorf, machen müssen, um dort einen Zug in nördliche Richtung besteigen zu können.

In seiner Antwort verweist der Verkehrsminister nun auf die Rahmenvereinbarung Bahnhofsmodernisierung der DB AG. In ihr ist auch der Bahnhof Treysa enthalten. Al Wazir erklärt, dass die Planung den Neubau und die Erhöhung der drei vorhandenen Bahnsteige umfasst. Auch ein stufenfreier Zugang zu den Gleisen soll über neue Rampenanlagen erfolgen. Die Kosten des Vorhabens sollen bei etwa 10 Millionen Euro liegen. Weiter führte der Minister aus, dass wegen Modernisierungsmaßnahmen am Bahnhof Wabern und den diesbezüglichen Auswirkungen auf  den Eisenbahnverkehr erst 2019 mit dem Ausbau in Treysa begonnen werden könne.

Für die Landtagsabgeordnete Müller ist dieser Zeitplan nicht hinnehmbar: „Wir haben lange genug einen barrierefreien Ausbau gefordert. Die Lage ist nicht erst seit gestern so und es gibt eine große Zahl Menschen für die ein mobilitätsgerechter Zugang unabdingbar ist. Es ist schlicht unverständlich diese Mitbürgerinnen und Mitbürger drei weitere Jahre gleichsam im Regen stehen zu lassen. Diese Planung lässt den nötigen Respekt für ältere und behinderte Menschen vermissen.“

Auch der Verkehrsminister schloss sich Müllers Kritik an. Er dringe in seinen persönlichen Gesprächen mit der DB AG stets darauf, dass das Ziel des notwendigen Ausbaus der Schieneninfrastruktur in Hessen schneller umgesetzt wird. Al Wazir hält eine Verzögerung der Modernisierung in Treysa um drei Jahre für nicht vermittelbar und hat die DB AG daher gebeten, ein Vorziehen des Baubeginns erneut zu prüfen.

„Wir hoffen auf das Wort des Ministers und dass er sich gegenüber der DB AG durchsetzen kann. Die derzeitige Situation jedenfalls ist nicht akzeptabel und muss schnellstmöglich beseitigt werden,“, so Müller abschließend. (red)



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